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Röntgen - was ist das?

Das Röntgen ist das am häufigsten angewendete bildgebende Verfahren in der Medizin. Mittels Röntgen können Körperstrukturen wie Knochen, Gefäße und Organe bildlich dargestellt werden. Die Aufnahmen werden mit Röntgenstrahlung erstellt. Dichtes Gewebe, wie z. B. Knochen, schwächen die Strahlung stärker ab und erscheinen deshalb heller. Das Röntgen wird in fast allen Bereichen der Medizin angewandt.

Kurz & knapp

  • Beim Röntgen können Knochen und Organe dargestellt werden.
  • Röntgen ist mit einer Strahlenbelastung verbunden.
  • Es muss immer eine strenge Indikation vorliegen, bevor ein Röntgen durchgeführt wird.
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Arzt (Fachrichtung)

Das Röntgen wird von einem Facharzt für Radiologie, bzw. einem Arzt mit der Zusatzqualifikation für Röntgen durchgeführt.

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Einteilung & Formen

  • Konventionelles Röntgen
    • Einfachste Röntgenart
    • Knochenbrüche, Lungenerkrankungen, Gallensteine …
  • Kontrastmittel-Röntgen
    • Röntgen mit zusätzlicher Gabe von Kontrastmittel
    • Gute Darstellung von Blutgefäßen, der Niere oder des Darms
  • Digitale Subtraktionsangiografie (DSA)
    • Gefäßkrankheiten, Gefäßveränderungen
    • Aufnahme ohne Kontrastmittel, danach Aufnahme mit Kontrastmittel
    • Elektronische Subtraktion der Bilder voneinander, um nur das Gefäß darzustellen
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Indikation (wann)

Beim Röntgen findet eine Nutzen-Risiko-Abwägung (der erwartete Nutzen muss größer als der erwartete Schaden durch die Strahlung sein) statt.

  • Knochenbruch – Methode der Wahl bei Knochenbruch (Fraktur).
  • Osteoporose – (Knochenschwund).
  • Erkrankungen/Verletzungen der Blutgefäße (Angiografie).
  • Brustkrebs (Mammografie)
  • Erkrankungen der inneren Organe – Röntgen des Thorax bei Erkrankungen der Lunge und des Herzens.
  • Manchmal zur Darstellung von Organen (Nachweis von freier Luft im Bauchraum nach Darmdurchbruch).
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Kontrandikation (wann nicht)

Es existiert keine absoluten Kontraindikationen, welche gegen das Röntgen sprechen. Ein Röntgen wird jedoch nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt.

  • Kein Röntgen ohne Grund! - Es muss eine rechtfertigende Indikation vorliegen ()
  • Schwangerschaft – bei einer Schwangerschaft wird ein Röntgen nur nach absolut dringlicher Indikation durchgeführt.
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Vor der Untersuchung

In den meisten Fällen ist keine besondere Vorbereitung nötig (bei Röntgen vom Skelettbereich).

  • Röntgenpass – Mitbringen alter Röntgenaufnahmen und des Röntgenpasses.
  • Nüchternheit – beim Röntgen von Niere, Galle, Darm muss der Patient in der Regel nüchtern sein. 4 Stunden vorher nichts mehr essen und nur wenig trinken.
  • Kontrastmittelverabreichung – manchmal muss Kontrastmittel vorher eingenommen werden oder der Darm entleert.
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Ablauf

  • Entkleidung – Entsprechender Körperabschnitt muss entkleidet werden, Schmuck abgelegt.
  • Platz nehmen – Setzen oder legen auf den Röntgentisch.
  • Ruhige Haltung – Anweisung zur Körperhaltung und Atmung durch Assistentin, diese verlässt zum Auslösen der Aufnahme den Raum
  • Keine Bewegung während der Aufnahme
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Dauer

  • Die eigentliche Durchleuchtung des Körpers, bzw. die Röntgenaufnahme selbst dauert nur den Bruchteil einer Sekunde.
  • Insgesamt dauert eine Röntgenuntersuchung zwischen 10 und 60 Minuten.
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Nach der Untersuchung

Im Anschluss an einer Röntgenuntersuchung sind keine besonderen Maßnahmen zu beachten.

  • Bei Gabe von Kontrastmittel muss man nachher viel trinken. Das Kontrastmittel wird dadurch schneller ausgeschieden.
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Risiken & Nebenwirkungen

  • Strahlung – die Gefahr der Schädigung durch die Strahlenbelastung ist zwar gering, aber vorhanden. Jede Röntgenuntersuchung kann zu Schäden am Erbgut führen.
  • Besonders gefährlich für das ungeborene Kind in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft.

Schmerzen

Eine Röntgenaufnahme verursacht keinerlei Schmerzen.

Hinweis ArztbesuchBeachte bitte: Treten bei Dir nach einer Untersuchung ungewöhnliche Schmerzen auf, verständige bitte Deinen Arzt!
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Kosten

  • Die Kosten für eine Röntgenaufnahme sind abhängig vom bildgebenden Verfahren. Die Kosten betragen in etwa 14-34 Euro.
  • Es erfolgt immer eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen, da immer eine medizinische Indikation vorliegt
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Ergebnisse

  • Direkt im Anschluss an das Röntgen wird in einem Arztgespräch das Ergebnis besprochen.
  • Das weitere Prozedere wird auch direkt nach der Untersuchung mit dem Arzt besprochen.
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Bei Kindern

  • Bei Kindern erfolgt ein noch strengere Indikationsstellung, da die Strahlung für Kinder gefährlicher ist.
  • Es kommen für Kinder spezielle Filter zur Verringerung der Strahlendosis zum Einsatz.
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In der Schwangerschaft

  • Der Arzt fragt immer vor jedem Röntgen, ob eine Schwangerschaft vorliegt.
  • Belastung mit Röntgenstrahlung kann erhebliche Folgen für das ungeborene Kind haben.
  • Fehlgeburten, Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen sind möglich.
  • Bis zum dritten Schwangerschaftsmonat wird auf Röntgen ganz verzichtet.
  • Danach nur nach strenger Indikationsstellung.
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