Nicolas Gumpert
FachrichtungenMedizinDr. Nicolas GumpertDr. med. Nicolas GumpertOrthopädie & Unfallchirurgie

Medizin gehört in die Hand eines Arztes/ Ärztin!

Bei allen Fragen rund um das Thema Erkrankungen musst Du Dich daher immer an Deinen Arzt oder Deine Ärztin wenden.

Tobias Kasprak
TrainingstherapieSportwissenschaftTobias KasprakTobias KasprakDiplom-Sportwissenschaftler

Sport kann Dir oft helfen! Wenn Dein Arzt Dir sagt, Übungen sind Teil der Therapie, ist der Trainingstherapeut Dein Ansprechpartner!

Ich zeige Dir, wann und wie Dir Sport hilft, aber auch wann Sport nichts bringt oder gar schädlich ist.

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Schulterschmerzen - Ursachen, Behandlung & Prognose

Schulterschmerzen, wenn es aufgrund einer Verletzung, Überanspruchung, Verschleiß oder Entzündung zu Schmerzen rund um das Schultergelenk kommt.

Schulterschmerzen sind ein sehr häufiges Symptom und können alle Altersgruppen betreffen. Man unterscheidet akute Schulterschmerzen durch Sportverletzungen oder das Heben einer zu schweren Last von chronischen Schulterschmerzen, welche insbesondere durch Gelenkverschleiß und/oder degenerative Veränderungen der Schulter auftreten.

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Kurz & knapp

  • Die Behandlung und Prognose von Schulterschmerzen sind abhängig von der jeweiligen Ursache.
  • Es existieren mehrere Krankheitsbilder, die zu Schulterschmerzen führen.
  • Wenn eine strukturelle Schädigung als Ursache vorliegt, muss das Schultergelenk zunächst geschont werden.
Hinweis ArztbesuchBeachte bitte: Erkrankungen verlaufen oft individuell verschieden, Informationen aus dem Internet sind immer nur allgemein gültig und können niemals einen Arztbesuch ersetzten oder der Selbsttherapie dienen!
ArrowDownIst das gefährlich?
Gefahrenhinweis Schulterschmerzen
Achtung!

Bei diesem Symptom kann es unter Umständen zu einem gefährlichen Verlauf kommen. Bei folgenden weiteren Anzeichen "red Flags" solltes Du sofort einen Notarzt verständigen!

Engegefühl in der Brust, Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Schweißausbruch, Ohnmacht (Herzinfarkt, Angina pectoris, Lungenembolie).

Schulterschmerzen können zwar äußerst lästig sein, vor allem da wir die Schulter bei fast allen Bewegungen des Armes benötigen.

In den meisten Fällen sind Schulterschmerzen jedoch nicht gefährlich.

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Wann zum Arzt?

Mit Schmerzen in der Schulter solltest Du einen Arzt (Orthopäden) aufsuchen.

Folgende Anzeichen sprechen für einen Besuch beim Arzt.

  • Anhaltende Schulterschmerzen, oder immer wieder auftretende Schulterschmerzen.
  • Sehr starke Schulterschmerzen.
  • Schulterschmerzen nach einem Unfall oder Sturz auf die Schulter.
  • Bewegungseinschränkungen oder Kraftverlust im Arm.
  • Ausstrahlen der Schmerzen in den Nacken oder in den Arm.
  • Bei begleitenden Symptomen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln.
  • Starke, wellenförmig auftretende Schmerzen, insbesondere rechts, mit Übelkeit und Erbrechen. Es liegt der Verdacht auf eine Gallenkolik vor.
  • Starke Schmerzen der rechten Schulter und des rechten Oberbauchs mit Schüttelfrost und Fieber. Es liegt Verdacht auf Gallenblasenentzündung vor
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Die häufigsten Ursachen

Hinweis! Im Folgenden beschreiben wir kurz die möglichen Auslöser.

Muskuläre Überbelastung

Schulterschmerzen sind oft die Folge einer „einfachen“ muskulären Überbelastung. Es kommt zu kleinsten Verletzung an Sehnen oder Muskel im Bereich der Schulter.
Oftmals ist die sportliche Belastung oder eine ungewohnte Belastung im Alltag für die Überbelastungs-Schmerzen verantwortlich.

Wer ist betroffen

  • (Kraft)sportler (vor allem Brustmuskeltraining), Wurfdisziplinen
  • Menschen mit körperlich anstrengende Arbeit (vor allem ungewohnte Überkopfarbeit).

Anzeichen

  • Die Schmerzen entstehen oft erst Stunden nach der Überbelastung
  • Durch Belastung der Schultermuskulatur lassen sich die Schmerzen verstärken.
  • Die Schmerzen bessern sich in Ruhe.
  • Die Schmerzen bessern sich nach wenigen Tagen von alleine.
  • Wärme führt in der Regel zu einer Verbesserung

Auslöser

  • Plötzliche, erhöhte (sportliche) Belastung, ohne einen Unfall.

Verletzung, Unfall

Bei einem Trauma (Unfall, Verletzung) ist der Auslöser fast immer bekannt. Die Schulterschmerzen entstehen unmittelbar nach dem Ereignis. In den meisten Fällen ist ein Sturz oder ein Schlag auf die Schulter der Auslöser. Dazu zählen:

Wer ist betroffen

  • Grundsätzlich kann jeder betroffen sein.
  • Extremsportler

Anzeichen

  • Es kommt zu heftigsten Schmerzen unmittelbar nach der Verletzung.
  • Schwellungen – im umliegenden Gewebe.
  • Hämatom (blauer Fleck) – wenn es zu Verletzungen der kleinsten Blutgefäße kam.
  • Bewegungseinschränkung – eine Bewegung der Schulter ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich.

Auslöser

  • Unfall

Impingementsyndrom

Beim Impingement-Syndrom kommt es zu einer Einengung unter dem Schulterdach, wodurch Muskeln, Sehnen und Nerven eingeklemmt werden.

Wer ist betroffen

  • Generell jeder, vor allem aber Menschen um das ca. 50. Lebensjahr.

Anzeichen

  • painful arc - Leitsymptom sind Schulterschmerzen beim seitlichen Anheben des Armes zwsischen 60 und 120°.
  • Die Schmerzen werden oftmals allmählich stärker.
  • Überkopfarbeiten sind oft qualvoll.
  • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite.

Zum Thema Impingement-Syndrom

Kalkschulter

Bei der Kalkschulter (Tendinitis calcarea) kommt es zu Kalkablagerung an den Sehnen der Schulter, die wie eine Art Sand im Getriebe Entzündungen auslösen können.

Wer ist betroffen

  • Prinzipiell jeder (v.a. Volleyballspieler, Menschen mit Überkopfarbeiten, Kraulschwimmer)
  • Oftmals Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

Anzeichen

  • Die Schulterschmerzen sind individuell unterschiedlich stark ausgeprägt.
  • Schmerzen beim Heben des Armes (Überkopfarbeiten).
  • Je mehr Kalkablagerungen, desto mehr Beschwerden (Schmerzen auch in Ruhe möglich).

Zum Thema Kalkschulter

Schleimbeutelentzündung

Ein Schleimbeutel wirkt wie eine Art Puffer zwischen den weichen und harten Körperstrukturen. Entzünden sich diese, spricht man von einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis)

Wer ist betroffen

  • Grundsätzlich jeder

Anzeichen

  • Allmähliche Schmerzzunahme
    • Zunächst nur Schmerzen bei Belastung
    • Später auch Ruheschmerzen
  • Schulterschmerzen beim Liegen auf der Schulter.
  • Schmerzen beim Jacke anziehen.
  • Entzündungszeichen wie Rötung, Erwärmung und Schwellung möglich.

Auslöser

  • Überbelastung (v.a. Überkopfarbeten, Tennisspielen, Volleyball ...)

Zum Thema Bursitis Schulter

Schulterarthrose

Die Knochen in der Schulter sind von einer schützenden Knorpelschicht umgeben. Wenn dieser Knorpel geschädigt ist, spricht man von einer Arthrose.

Wer ist gefährdet

  • Das Risiko steigt mit dem Alter.
  • Menschen mit einer ehemaligen Verletzung der Schulter.
  • Sportler aus Wurfdisziplinen

Anzeichen

  • Anlaufschmerzen - Schmerzen, vor allem nach einer längeren Pause.
  • Schmerzen beim liegen auf der betroffenen Schulter.
  • Die Beweglichkeit der Schulter wird zunehmend schlechter (vor allem bei Überkopfarbeiten).
  • Ggf. Geräusche bei der Bewegung

Zum Thema Schulterarthrose

Frozen Shoulder

Bei einer Frozen Shoulder (Schultersteife) kommt es zu einer verklebten und verdickten Gelenkkapsel im Schultergelenk.

Wer ist betroffen

  • Vor allem Menschen um das 50. Lebensjahr.
  • Frauen sind etwas häufiger betroffen.

Anzeichen

  • Die Schmerzen entstehen langsam und allmählich, es gibt keine auslösende Ursache.
  • Die Schmerzen stören den Schlaf.
  • Die Beweglichkeit der Schulter wird zunehmend schlechter (man kann den Arm kaum mehr nach hinten oder oben bewegen, wie eingefroren).
  • Überkopfarbeiten im Alltag sind kaum mehr möglich.

Zum Thema Frozen Shoulder

Entzündliche Ursachen

pfeilLokalisation des Symptoms
Lokalisation Schulterschmerzen
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Die Lokalisation der Schmerzen im Schultergelenk hilf dabei, die Ursache der Schmerzen einzugrenzen.

  • Schmerzen unter dem Schulterdach – In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei Schulterschmerzen um Schmerzen unter dem Schulterdach. Man spricht dabei von subacromialen Schmerzen. Als Auslöser dafür kommt ein Impingement Syndrom infrage.
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Anatomie

Das Schultergelenk (Art. glenohumeralis) besitzt einen verhältnismäßig großen Gelenkkopf und eine eher kleine Gelenkpfanne. Dieses anatomische Verhältnis mach das Schultergelenk zwar zu dem beweglichsten Gelenk des Menschen, allerdings fehlt dadurch eine knöcherne Stabilität.

Aus diesem Grund ist das Schultergelenk zum großen Teil durch Sehnen und Muskeln stabilisiert. Vor allem der sog. Rotatorenmanschette.

Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe aus 4 Muskeln, besser gesagt, deren Sehnen, die zusammen mit dem Ligamentum coracohumerale das Schultergelenk umschließen.

  • M. infraspinatus
  • M. supraspinatus
  • M. subscapularis
  • M. teres minor

Beachte! Im Schultergelenk verlaufen auf engsten Raum Sehnen, Bänder und Knochen. Alles dieser Strukturen können Schulterschmerzen verursachen.

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Einteilung & Formen

Einteilung der Schmerzen nach Dauer

  • Akute Schulterschmerzen (plötzlich) – (Überbelastung, Verletzung, Zerrungen, Schulterprellungen, Schulterluxation …). Die Schmerzen treten sofort nach dem Ereignis auf.
  • Chronische Schulterschmerzen (länger als 3 Monate) – (Fehlhaltung, Verschleiß, Entzündungen, Schulterarthrose, Knorpelschaden, Schultersteife). Die Schmerzen entstehen langsam und allmählich, es gibt kein ursächliches Unfalleregnis.

Einteilung nach Lokalisation

  • Vordere Schulter
  • hintere Schulter
  • Seitliche Schulter
  • Inmitten

Einteilung nach Ausstrahlung

  • punktuell
  • ausstrahlend

 

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Verlauf des Symptoms

Grundsätzlich kann man bei dem Verlauf von Schulterschmerzen 2 Arten unterscheiden. Plötzlich, akut vs. chronisch allmählich.

Die Schulterschmerzen können plötzlich auftreten, zum Beispiel nach einem Unfall, Sturz auf die Schulter oder einer Sportverletzung. Die Schmerzen werden in diesem Fall bei ordentlicher Therapie verschwinden oder nur noch ganz gering ausfallen.

Die Schulterschmerzen können jedoch auch schleichend auftreten oder im Verlauf immer schlimmer werden, die Aussichten auf Heilung sehen hierbei eher schlecht aus.

  • Plötzlich starke Schmerzen beim (Kraft)Training – Dies deutet auf eine Verletzung durch muskuläre Überbeanspruchung hin. Vor allem Sehnen und der Muskel selbst können dabei verletzt sein.
  • Mäßig starke Schmerzen nach dem (Kraft)Training – treten die Schmerzen nach einer vermehrten Beanspruchung auf, (z.B. nach dem Tragen schwerer Umzugskartons, sportlicher Belastung …) kann dies auf eine Überbelastung des Muskels oder der Sehne hindeuten.
  • Plötzlich starke Schmerzen ohne einen erkennbaren Auslöser – In diesem Fall können Nerven als Auslöser in Betracht gezogen werden.
  • Plötzlich eintretende Schmerzen aufgrund eines Sturzes oder eines Schlages auf die Schulter – In diesem Fall kam es sehr wahrscheinlich zu einer Verletzung im Bereich Knochen, Sehnen oder Band.
  • Allmählich zunehmende Schmerzen in der Schulter – Dies spricht eher für einen Verschleiß. Zum Beispiel eine Arthrose oder Frozen Shoulder.
arrow downBegleitende Symptome
  • Ausstrahlung in andere Bereiche (Nacken oder Arm)
  • Bewegungseinschränkung
  • Kraftverlust
Hinweis ArztbesuchBeachte bitte: Es müssen nicht zwangsläufig immer alle diese Schulterschmerzen - Symptome auftreten. Manchmal sind Anzeichen stärker, manchmal schwächer oder treten erst gar nicht auf!
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Zeitliches Auftreten

Ein weiterer Faktor für die Diagnose von Schulterschmerzen ist das zeitliche Auftreten der Schulterschmerzen.

  • Schmerzen in der Nacht (beim Liegen auf der Schulter) – Kalkschulter, Schultereckgelenksprengung, Schleimbeutelentzündung und Schulterarthrose führen oftmals zu quälenden Schmerzen in der Nacht.
  • Schmerzen bei Belastung – Verstärken sich die Schulterschmerzen bei Belastung, spricht dies oft für eine Beteiligung der Muskulatur oder Sehnen.
  • Anlaufschmerzen – Tritt der Schmerz nach einer Pause auf und bessert sich bei Mobilisierung, spricht dies eher für eine Arthrose in der Schulter.
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Diagnose Schulterschmerzen

  • Anamnese – In einem Gespräch mit dem Patienten erhebt der Arzt die Krankengeschichte. Oft liegt anschließend bereits ein Verdacht vor.
  • Körperliche Untersuchung – klinische Funktionstests der Schulter, Abtasten, Bewegungsprüfung.
    • Orthopädische Untersuchung
  • Röntgenuntersuchung – Zur Darstellung der knöchernen Strukturen der Schulter.
  • MRT (Magnetresonztomografie) – Zur Darstellung der Weichteile.
  • CT (Computertomografie) – In Ausnahmefällen.
  • EKG oder Herzkatheteruntersuchung – bei Verdacht auf eine kardiologische Ursache.
  • Lungenspiegelung – bei Verdacht auf eine Ursache in der Lunge.
  • Bluttests – Ergänzend bei dem Verdacht auf entzündliche Erkrankungen.
arrown downAnamnese

Bei der Anamnese erfragt der Arzt Deine Krankengeschichte und stellt bereits einen ersten Verdacht. Je konkreter Deine Antworten, desto einfach ist die Diagnose für den Arzt.

Anamnese Online ausfüllen

Schmerzanamnese

  1. Wo genau in der Schulter befindet sich der Schmerz?
    1. Vorne, Außen, Hinten, Inmitten
    2. Punktuell, ausstrahlend
  2. Wie stark ist der Schmerz aktuell?
    1. Auf einer Skala von 0 bis 10
    2. Kamen die Schulterschmerzen plötzlich
    3. Hat die Intensität der Schmerzen zugenommen
    4. Beeinträchtigt Dich der Schulterschmerz im Alltag
  3. Wie würdest Du den Schmerz beschreiben?
    1. Dumpf
    2. Stechend, pochend
    3. Ziehend, Spannungsschmerzen
    4. Instabilitätsgefühl
    5. Bewegungseinschränkungen
  4. Wann tritt der Schmerz auf?
    1. Morgens, tagsüber, nachts
    2. Nur unter Belastung, auch in Ruhe
    3. Hast Du Anlaufschmerzen
  5. Was ist ggf. passiert?
    1. Unfall
    2. Überbelastung, Trainingsintensität
  6. Gibt es bestimmte Bewegungen, mit denen Du den Schmerz herbeiführen kannst?
    1. Beugung, Streckung, Drehung, Dehnung, Kontraktion
    2. Anheben des Armes
    3. Druckschmerzen bei Berührung
    4. Hast Du Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk
  7. Gibt es Faktoren, um den Schmerz zu lindern
    1. Wärme, Kälte, Ruhe, Bewegung
  8. Wie lange hast Du schon Schulterschmerzen?
    1. Wenigen Tagen
    2. Bereits seit Wochen
    3. Seit mehreren Monaten
    4. Hattest Du früher bereits einmal Schulterschmerzen
  9. Treten neben den Schulterschmerzen weitere Anzeichen auf?
    1. Gelenkschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit

Belastungsanamnese

  1. Berufliche Belastung?
    1. Sitzend, stehend, gehend, körperlich belastend
  2. Sportliche Belastung?
    1. Leistungssport, Fitness, Joggen, Radfahren …

Eigenanamnese

  1. Bestehen chronische Vorerkrankungen?
    1. Arthrose, Diabetes, Gicht, Rheuma, Bluterkrankungen, Nervenerkrankungen …
    2. Bestehen Vorerkrankungen in der Familie?
  2. Hattest Du schon einmal eine Verletzung im Schultergelenk?
    1. Imgingement, Bizepssehnenriss, Kalkschulter, Frozen shoulder, Rotatorenmanschettenriss …
  3. Wurdest Du schonmal an der Schulter operiert?
  4. Ist bei Dir eine Allergie bekannt?
  5. Nimmst Du regelmäßig Medikamente?
  6. Alter, Größe, Gewicht
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Behandlung Schulterschmerzen

Die Therapie bei Schulterschmerzen ist natürlich abhängig von der Ursache, dem Ausmaß und der Art der Beschwerden. In den meisten Fällen ist ein besuch beim Arzt unerlässlich zur Klärung der Ursache der Schulterschmerzen.

Grob wird bei der Therapie zwischen der Therapie akuter und chronischer Beschwerden unterschieden.

  • Schonen – Ist eine akute Verletzung die Ursache für die Beschwerden, muss die Schulter zunächst entlastet und geschont werden.
    • Kältebehandlung – In dieser Phase hilft oft Kälte zur Linderung der akuten Schmerzen. Nie länger als 15 Minuten am Stück und direkten Hautkontakt vermeiden.
    • Wärmebehandlung – Nach dem Abklingen der akuten Schmerzen fördert Wärme die Durchblutung.
  • Physiotherapie – Meist kann mittels Physiotherapie Abhilfe verschafft werden.
    • Kräftigung der Schulter – Übungen zur Verbesserung der muskulären Stabilität der Schulter.
    • Mobilisierung – Mit physiotherapeutischen Übungen wird nach und nach die Beweglichkeit wiederhergestellt.
  • Reponieren – Bei Sportverletzungen oder Unfällen wie zum Beispiel einem ausgekugelten Schultergelenk wird das Gelenk wieder eingerenkt und ruhiggestellt.
  • Medikamente – Ibuprofen oder Diclofenac sind wirksame Medikamente gegen Schmerzen in der Schulter.
  • Cortisoninjektion – Bei langanhaltenden, starken Schulterschmerzen in Kombination mit einem Schmerzmittel zur Linderung der Schmerzen und Hemmung der Entzündung.
  • Operation der Schulter – Manchmal sind jedoch auch operative Eingriffe zum Vernähen gerissener Sehnen oder Korrigieren eines komplizierten Oberarmbruchs notwendig.
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Übungen bei Schulterschmerzen

Bevor Du trainierst!
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Es handelt sich im Folgenden um allgemeine Übungen zur
Dehnung, Kräftigung & Faszientraining.
Unabhängig der Ursache.
Bitte bespreche Übungen im Vorfeld immer mit Deinem Arzt oder Therapeuten!

Bei starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder neurologischen Ausfallerscheinungen solltest Du generell von Übungen absehen.

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Was Du selbst tun kannst

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Medikamente

  • Schmerzmittel – gegen Schulterschmerzen können in den meisten Fällen entzündungshemmende Medikamente aus der Gruppe der NSAR (Nicht-steroidale-Anti-Rheumatika) wie Ibuprofen oder Diclofenac.
    • Schmerzgel – Mit dem Wirkstoff Diclofenac. Gegen oberflächliche Schmerzen an den Muskeln und Sehnen.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
arrow downHausmittel Schulterschmerzen
  • Kälte/Wärme
  • ergonomischer Arbeitsplatz
  • Akupunktur
  • gezieltes Training, Dehnen
  • Entspannungstechniken
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
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Prognose

Die Prognose bei Schulterschmerzen hängt sehr stark von der auslösenden Ursache ab.

  • Sind Sportverletzungen die Ursache, können die Beschwerden nach dem Abheilen verschwinden oder weiterhin bestehen.
  • Bei degenerativen Veränderungen sieht die Prognose eher schlecht aus, da der Verschleiß des Gelenks immer weiter zunimmt.
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Komplikationen

  • Chronischer Schmerz
  • Dauerhafte Bewegungseinschränkung, Versteifung der Schulter 
  • Atrophie der Schultermuskulatur
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Dauer

Die Dauer von Schulterschmerzen hängt von der auslösenden Ursache ab.

Verletzungen heilen innerhalb von Wochen bis Monaten wieder aus.

Degenerative Veränderungen können jedoch dauerhaft bestehen und mal mehr, mal weniger Probleme machen.

Dauer der Sportpause

Die Schulter sollte so lange geschont werden, bis die Heilung abgeschlossen ist. Wenn alltägliche Bewegungen der Schulter wieder schmerzfrei möglich sind, kann langsam und allmählich die Belastung der Schulter gesteigert werden.
Schmerzen sollten dabei jedoch nicht entstehen.
Sport, der die Schulter nicht belastet, muss selbstverständlich nicht unterbrochen werden.

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Vorbeugung

Schön wäre es, Schulterschmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen. Je nach Auslöser ist dies jedoch nicht immer möglich.

  • Muskelaufbau – Das Schultergelenk wird größtenteils über Sehnen und Muskeln stabilisiert. Ein Training der Schultermuskulatur hat einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität der Schulter.
  • Dehnung der Nackenmuskulatur/ Schultermuskulatur – Der Muskel sollte nicht nur kräftig genug sein, sondern auch über eine ausreichende Mobilität verfügen.
  • Fehlhaltungen vermeiden – Dies führt zu einer übermäßigen Beanspruchung im Gelenk.
  • Bewegungspausen – bei langer Schreibtischarbeit.
  • Verletzungsprophylaxe – Natürlich sollte man bestmöglich Stürze und Schläge auf die Schulter vermeiden.
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Zahlen & Fakten

  • Häufigkeit – ca. 10 % der Bevölkerung gibt an, unter Schulterschmerzen zu leiden.
  • Alter – Das Alter ist ein Risikofaktor für Schulterschmerzen. Man kann grob sagen, je älter der Betroffene, desto wahrscheinlicher treten Schulterschmerzen auf.
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Hilfreiche Links

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Erfahrungsberichte

Quellenangabe
  • Gohlke, F., Hedtmann, A.: Handbuch Orthopädie, Schulter. Thieme. (2002). 
  • Echtermeyer, V., Bartsch, S.: Praxisbuch Schulter: Verletzungen und Erkrankungen systematisch diagnostizieren, therapieren, begutachten. (2005)
  • Gleich, J.et al.: Diagnostik und Therapie bei Schulterschmerzen. MMW-Fortschritte der Medizin. (2019)
  • Lewis, J.: Schulterschmerz durch Läsionen der Rotatorenmanschette. Der Schmerzpatient. (2018)
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