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Test auf eine Hausstauballergie

Wie erfolgt ein Test auf Hausstauballergie?

Bei der Hausstauballergie handelt es sich um eine Allergie insbesondere gegen die Ausscheidungen von Hausstaubmilben und nicht wie vermuten lässt gegen den Staub selbst. Dementsprechend wäre der korrekte Begriff Hausstaubmilbenallergie. Die Ausprägung der Allergie kann sehr unterschiedlich ausfallen von leichtem Niesen und juckenden Augen bis zum allergischen Asthma mit Atemnot. Zur Diagnose einer Hausstauballergie kann neben dem Arzt-Patienten-Gespräch und der passenden Symptome ein Allergietest sinnvoll sein.

Wie kann man sich auf eine Hausstauballergie testen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich auf eine Hausstaubmilbenallergie testen zu lassen. Welcher Test verwendet wird, hängt unter anderem von der Schwere der Symptomatik ab. 

Bei einer Allergie werden vom Immunsystem Antikörper gebildet, da der Körper die unschädliche Substanz fälschlicherweise als gefährlich eingestuft. Durch das Erkennen des Allergens mit hilfe der Antikörper, wird eine Entzündungsreaktion ausgelöst. Es werden weitere Zellen angelockt um das Allergen zu beseitigen, wie zum Beispiel die Mastzellen. Die innerhalb kurzer Zeit entstehenden Symptome unterscheiden sich je nach Art der Allergie.
Bei allen Allergietests geht es darum zu schauen, ob durch den Kontakt mit dem Allergen eine gesteigerte Reaktion ausgelöst werden kann oder ob eine erhöhte Anzahl jener Antikörper im Blut vorliegt. 

1. Der Hauttest

Die meisten Allergietests werden als Hauttest durchgeführt, bei denen eine spezielle Lösung mit dem Allergen, auf welches man testen will, enthalten sind. Hierbei handelt es sich in der Regel um geringe Konzentrationen, um eine überschießende Reaktion zu vermeiden. In bestimmten Fällen wird das Allergen aber auch direkt in Kontakt mit der Haut gebracht. Der am häufigsten verwendete Test ist der sogenannte Prick-Test.

2. Der Intrakutantest

Ein weiterer Hauttest neben dem Prick-Test, ist der Intrakutantest. Hier werden wie beim Prick-Test Lösungen verwendet, jedoch diese in die Haut gespritzt. Der Intrakutantest wird in der Regel am Rücken durchgeführt. Es wird beobachtet ob es zu lokalen allergischen Reaktionen an der Haut kommt, an den Stellen wo die Lösung appliziert wurde. Hiermit lässt sich überprüfen, ob tatsächlich eine allergische Reaktion gegen Hausstaub oder auch Milben vorliegt, oder möglicherweise ein anderes Allergen der Auslöser der Allergie ist.

3. Blutproben

Außerdem gibt es Allergietests, welche mit hilfe von Blutproben durchgeführt werden. Dazu zählen der CAP-Test (Carrier-Polymer-System-Test) und die molekulare Allergiediagnostik. Bei dem CAP-Test werden die sogenannten spezifischen IgE-Antikörper untersucht, welche bei einer Allergie erhöht sind sowie Parameter, die die Schwere der Allergie objektivieren können. Dazu gehört die Tryptase.
Die molekulare Allergiediagnostik dient dazu sogenannte Kreuzreaktionen von primären Allergien zu unterscheiden. Bei Kreuzreaktionen kommt es zu einer Allergie auf ein weiteres Allergen, welches dem, auf das man zuvor bereits allergisch reagiert hat, strukturell ähnelt. Bei der Hausstaubmilbenallergie kann es zum Beispiel zu einer Kreuzreaktion auf Krusten- und Schalentiere (z.B. Krebse, Garnelen und Muscheln) kommen.

4. Provokationstests

Des Weitern gibt es Provokationstests. Im Bezug auf die Hausstaubmilbenallergie sind vor allem der nasale und bronchiale Provokationstest relevant. Provokationstests werden allerdings aufgrund der Komplikationen seltener durchgeführt. Sie sind in der Regel zeitaufwändig und auch für den Patienten unangenehmer als zum Beispiel der Prick-Test. Sie werden überwiegend bei Unklarheiten in den bereits gelaufenen Tests durchgeführt oder zur Absicherung einer Diagnose.
Bei dem nasalen Provokationstest wird eine allergenhaltige Lösung in die Nase eingebracht und mittels der Rhinomanometrie eine Anschwellung der Nasenschleimhaut bzw. die dadurch resultiertende Luftpassagebehinderung festgestellt.
Bei dem bronchialen Provokationstest wird eine Lungenfunktionsdiagnostik durchgeführt, bei der die allergenhaltige Lösung mit einer Verneblermaske eingeatmet wird. Bei einem positiven Test kommt es entweder zu Symptomen wie Husten und Atemnot und/oder eine messbare Abnahme der Lungenfunktion durch die Schwellung der Schleimhaut der Luftröhre.

Welcher Arzt führt einen solchen Test durch?

Die Ärzte welche solche Tests durchführen nennen sich Allergologen. Allerdings gibt es Ärzte aus vielen Fachrichtungen, die über diese Zusatzqualifikation verfügen. Hierzu zählen unter anderem Hausärzte, Hals-Nase-Ohren-Ärzte, Pneumologen (Lungenärzte), Dermatologen (Hautärzte) und Kinderärzte.

Es bietet sich an sich vorher zu informieren, ob die Praxis des Hausarztes oder anderer bereits betreuender Ärzte, über solche Weiterbildungen verfügt. Es gibt allerdings auch spezielle Praxen und Zentren, die sich nur mit Allergien beschäftigen.

Wie läuft ein Allergietest ab?

Bei dem Prick-Test werden eine Kontrolllösung und weitere Lösungen mit speziellen Allergenen auf die Haut der Unterarminnenseite aufgetragen.
Diese werden jeweils als einzelne Tropfen auf die Haut aufgebracht und mit einer kleinen Lanzette in die oberste Hautschicht eingebracht. Nach etwa 20 Minuten Wartezeit wird die Haut betrachtet und der Test ausgewertet.

Bei einem positiven Test entsteht eine lokale allergische Reaktion in Form einer Hautrötung und Quaddel von über 3 mm mit Überwärmung. Die Kontrollprobe sollte stets negativ ausfallen, also keine Reaktion oder eine minimale Reaktion mit einer Quaddel von unter 3 mm. Ebenso fällt der Test negativ aus für die Lösungen bei denen keine Allergie vorliegt. Bei grenzwertigen Befunden z.B. eine Quaddel von 2,8mm kann der Test wiederholt werden oder ein anderer Test wie der CAP-Test zur genaueren Diagnostik durchgeführt werden.

Für den CAP-Test und die molekulare Allergiediagnostik wird Blut abgenommen, welches im Labor auf unterschiedliche Parameter und Antikörper getestet wird. 

Bei den Provokationstests ist eine Besonderheit, dass eine auf den Test folgende Nachbeobachtungszeit eingehalten werden muss, da allergische Reaktionen auch nach einer gewisser Dauer erfolgen können. Insbesondere bei bronchialen Provokationstests kann es dann zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Atemnot kommen, sodass dieser Test häufig stationär durchgeführt wird, um eine medizinische Versorgung sicherzustellen.

Wann macht ein Allergietagebuch Sinn?

Ein Allergietagebuch kann sinnvoll sein, wenn das auslösende Allergen noch nicht identifiziert oder gesichert nachgewiesen werden konnte.
In dem Allergietagebuch sollten unter anderem eingenommene Lebensmittel oder Ereignisse notiert werden und das Auftreten von Beschwerden. Hilfreich ist dies, wenn eine genaue Dokumentation erfolgt mit Angaben der Uhrzeit. Es kann dem Arzt helfen einen Bezug zwischen in Frage kommenden Allergenen und den Symptomen herzustellen und insbesondere bei unspezifischen Beschwerden die Auslöser einzugrenzen.
Es gibt nämlich unzählige Allergene, was es unmöglich macht auf alle zu testen. Besteht die Symptomatik nur zu bestimmten Uhrzeiten oder nach Einnahme bestimmter Lebensmittel lassen sich die wahrscheinlichsten Allergene ermitteln und speziell auf diese testen.

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