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Einleitung

Definition -

Die Behandlung einer Achillessehnenentzündung richtet sich nach der Schwere der Entzündung bzw. Dauer der Beschwerden und dem Stadium der Erkrankung. Fast immer kommen konservativen (nicht operative) Maßnahmen zum Einsatz. Je früher eine Behandlung eingeleitet wird, desto besser ist die Prognose.

Kurz & knapppfeil

  • Schonen
  • Entlastung
  • Mobilisierung
  • Medikamente
  • Kinesiotape

Beachte! Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium. Je länger die Achillessehnenentzündung bereits besteht, desto hartnäckiger gestaltet sich die Behandlung.

Ein Überblick

Die Behandlung einer Achillessehnenentzündung (med. Achillodynie) kann in den meisten Fällen durch konservative oder selten, operative Maßnahmen behandelt werden.

Konservative Maßnahmen bezeichnen alle Therapieoptionen, die keine operativen Eingriffe benötigen.

Hierzu gehören die Anwendung von entzündungshemmenden Salben und Medikamenten. Sie können die Schmerzen reduzieren und den Heilungsprozess fördern.

Zur Entlastung der Sehne können spezielle Einlagen oder Schuhe verwendet werden. Hierfür ist eine Beratung bei einem orthopädischen Schuhmacher empfehlenswert.
Bei Laufschuhen sollte man auf eine ausreichende stoßdämpfende Eigenschaft achten. 

Zudem können physiotherapeutische Übungen und Massagen durchgeführt werden - Fehlbelastungen des Fußes können so vermieden werden.

Eine weitere wichtige Rolle spielt das konsequente Dehnen des Unterschenkels bzw. der Achillessehne.
Dies beeinflusst den Krankheitsverlauf positiv. 

Falls die oben genannten Therapieoptionen keine Linderung verschaffen, kann eine extrakorporale Stoßwellentherapie durchgeführt werden.
Hierbei handelt es sich um energiereiche Wellen, welche gebündelt und auf ein Zielgebiet gerichtet werden. Die Stoßwellen regen die Durchblutung an und fördern somit die Regeneration.
In der Regel benötigt man 5 Sitzungen, die in einem wöchentlichen Abstand erfolgen.

Schonen

Wenn die Sehne entzündet ist, bzw. besser gesagt, wenn an der Sehne zerstörtes (degeneriertes) Gewebe vorliegt (Achillessehnenentzündung) muss die Sehne zunächst geschont und ggf. entlastet werden.

Schonen heißt jedoch in dem Fall nicht, dass die Sehne wie bei einem Riss vollständig ruhiggestellt werden muss, sondern „lediglich“ die Überbelastung der Sehne muss vermieden werden.
Verzichten musst Du daher auf …

  • Sportliche Belastung aller Laufdisziplinen (Sprinten, Joggen, Fußball, Tennis, Handball … auch wenn es für Sportler oft sehr schwer ist)
  • Dehnübungen (Damit sind Dehnübungen der Sehne mehr als 30 Sekunden gemeint)

Eine Alltagsbelastungen (Gehen, Treppensteigen …) sind weiterhin möglich. Auch locker Übungen (z. B. Zehenstand an der Treppenstufe) sind möglich.

Achtung! Kommt es bei Dir bereits bei Alltagsbewegungen oder gar in Ruhe permanent zu Schmerzen in der Achillessehne, musst Du dringend einen Arzt (Orthopäden) aufsuchen.

Lockere Übungen

Der Fuß sollte weiterhin bewegt werden. Mobilisierungsübungen und lockere muskuläre Belastung ist hilfreich, um die Regeneration zu unterstützen.

  • Balance Pad – Stabilisierungsübungen auf einem wackeligen Untergrund.
  • Kontraktion der Wadenmuskulatur – Zehenstand auf der Treppenstufe. Die Bewegung sollte jedoch nicht zu Schmerzen führen.
  • Fußkreisen – Den Fuß aktiv in kreisenden Bewegungen mobilisieren.

Trainingstherapie

Zum Thema Behandlung einer Achillessehnenentzündung haben wir ein Trainings-therapeutisches Konzept entwickelt.

Mehr dazu erfährst Du auf der Seite Achillessehnenentzündung unter dem Abschnitt Übungen.

Fersenkeil

Ein Fersenkeil, bzw. die Erhöhung der Ferse mittels einer orthopädischen Einlage mit Fersenerhöhung sorgt für eine Entlastung der Achillessehne beim Gehen.

Ob und wieweit eine Fersenerhöhung sinnvoll oder notwendig ist, muss im Individualfall mit einem Orthopäden besprochen werden.

Vor allem bei Menschen, die beruflich überwiegend stehen oder gehen, können maßgeblich von einer Erhöhung der Ferse profitieren.

Hinweis! Vor allem das Tragen von Schuhen mit einem Absatz führt bei Betroffenen zu einer Besserung der Beschwerden. Analog funktioniert eine Fernerhöhung.

Schmerzmittel (Medikamente)

Schmerzmittel der ersten Wahl bei einer Achillessehnenentzündung sind sog. NSAR (nichtsteroidale-Anti-Rheumatika). Medikamente aus dieser Gruppe besitzen eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung.

Dazu zählen u. A.

Die Wirkstoffe können als Salbe (lokal) oder als Tablette (systemisch) angewandt werden.

Zunächst empfiehlt sich jedoch eine Anwendung in Form von Salben.

Achtung! Schmerzmittel wirken symptomatisch und bekämpfen nicht die Ursache. Auf keinen Fall sollten Medikamente eingesetzt werden, um beschwerdefrei weiter trainieren zu können.

 

 

Achillessehnenbandage

Bandagen für die Achillessehne können den Heilungsprozess unterstützen und die Schmerzen in der Achillessehne reduzieren.

Die Bandagen können prinzipiell den ganzen Tag getragen werden, jedoch empfehlen wir den Einsatz ähnlich wie bei einem Fersenkeil zur Vermeidung einer Überbelastung der Achillessehne bei hoher Alltagsbeanspruchung.

Die Bandagen werden in der Regel vom Arzt verschrieben.

Siehe auch:

 

Hausmittel

Es existieren einige Hausmittel, die bei einer entzündeten Achillessehne angewandt werden können:

  • PECH (Pause, Eis, Compression, Hochlagern)
  • Quarkwickel
  • Kältebehandlung/ Wärmebehandlung
  • Rizinusöl
  • Capsaicin
  • Äterische Öle

Hinweis! Da Hausmittel quasi nebenwirkungsfrei sind, ist der Einsatz super, jedoch haben Hausmittel oft auch Grenzen in der Wirksamkeit. Bei anhaltenden Beschwerden richte dich immer an deinen Arzt.

Tapeverband

Die Anwendung eines Tapeverbandes ist oftmals zu Beginn oder bei leichten Beschwerden sinnvoll.

Die Wirkung basiert auf der Aktivierung sensomotorischer Rezeptoren auf der Haut und des Bindegewebes.

Vor allem am Ende der Regenerationsphase und beim Wiedereinstieg in den Sport macht ein unterstützender Einsatz des Kinesiotapes Sinn.

Beachte! Bei starken Schmerzen ist der Einsatz eines Kinesiotapes eher nicht geeignet. 

Stoßwellentherapie

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Andreas Hofmann
Arzt
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Zu den Schwerpunkten von Andreas zählen Texte aus dem Bereich der Orthopädie. Andreas verfasste bereits während seiner Studienzeit medizinische Texte. Die besondere Qualifikation von Andreas besteht darin, komplexe medizinische Sachverhalte einfach und verständlich darzustellen.

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