Definition -
Zunächst einmal sollte versucht werden, eine Operation zu vermeiden. Eine Operation wird nur in sehr seltenen Fällen bei einer Achillessehnenentzündung notwendig. Erst wenn alle nicht-operativen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum erfolglos bleiben, und die Entzündung dauerhaft-chronisch verläuft, kann über eine Operation nachgedacht werden. Ziel der Operation ist in diesem Fall die Vermeidung einer weiteren Schädigung der Achillessehne.
Die Behandlung einer Achillessehnenentzündung gehört in die Hand des Orthopäden. (Orthopädie & Unfallchirurgie)
Die Operation sollte von einem Orthopäden durchgeführt werden, der sich auf die chirurgische Behandlung der Achillessehne spezialisiert hat, z. B. auf Achillessehnenrisse.
Die Indikation, also die Notwendigkeit einer Operation, wird nur in Ausnahmefällen gestellt.
Zu den möglichen Indikationen zählen:
Ziel der Operation ist es, ein weiteres Fortschreiten der Entzündung zu vermeiden, um somit die Gefahr eines Achillessehnenrisses vorzubeugen.
Hinweis! Vor einer Operation ist es durchaus ratsam, sich eine Zweitmeinung einzuholen.
Es gibt einige allgemeine Kontraindikationen, die gegen eine Operation sprechen. (mehr dazu unter allgemeiner Operation)
Speziell sollte von einer Operation bei einer Achillessehnenentzündung abgesehen werden, wenn …
Generell sind zwei Arten der Operation bei einer Achillessehnenentzündung denkbar.
Die Operation zur Behandlung einer Achillessehnenentzündung dauert in der Regel nur 30 - 45 Minuten und findet entweder unter allgemeiner Narkose oder einer örtlichen Betäubung statt.
In den meisten Fällen wird die Operation ambulant durchgeführt, das bedeutet, der Patient kann das Krankenhaus nach der Operation wieder verlassen. Aber auch ein stationärer Aufenthalt von etwa 1–2 Tagen kann unter Umständen notwendig werden.
Die Operation selbst wird in den meisten Fällen minimal-invasiv mit nur einem kleinen Hautschnitt durchgeführt. In sehr schweren Fällen kann auch ein größerer Hautschnitt notwendig werden.
Hinweis! Bei der Operation wird das Sehnengleitgewebe gespaltet!
Im Anschluss an die Operation folgt eine unmittelbare Physiotherapie mit einem Stufenplan zu progressiven (allmählichen) Steigerung der Belastung der Sehne.
Für etwa 2–4 Wochen muss die Achillessehne mit einem Spezialstiefel entlastet werden. In diesem Zeitraum ist der Patient in der Regel arbeitsunfähig.
Nach etwa 12 Wochen kann mit lockeren Sporteinheiten begonnen werden. Wichtig ist dabei die stetige Steigerung der Belastung.
Die gesamte Rehabilitationsdauer umfasst einen Zeitraum für etwa 6 Monate.
Zur Behandlung der postoperativen Schmerzen können in der Regel NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt werden, unmittelbar wird meist Heparin angewandt.
Die Erfolgsaussichten nach einer Operation sind sehr gut. In der Mehrzahl der Fälle kommt es zu einer vollständigen Wiedererlangung der Belastbarkeit der Achillessehne.