Feigwarzen (Genitalwarzen), wenn es zu kleinen, warzenartigen Wucherungen im Genitalbereich / Analbereich kommt.

Feigwarzen, auch als „Condylomata accuminata“ bezeichnet, sind Wucherungen der Haut im Genitalbereich. Diese Wucherungen (Warzen) sind gutartig und werden durch Viren ausgelöst. Sie gehören zu den Geschlechtskrankheiten.
Feigwarzen sind nicht gefährlich und stellen gutartige Veränderungen dar.
Feigwarzen können aber neben kosmetischen Belastungen auch zu unangenehmen Symptomen führen.
Die Feigwarzen sind meist sehr auffällig, sodass sich Betroffene mit Hautwucherungen vorstellen.
Wenn es zu unerklärlichen Juckreiz oder Brennen im Anogenitalbereich (Anus und Genitalien) kommt, besonders wenn auch Hautveränderungen auftreten, sollte man zum Arzt (Gynäkologe, Urologe) gehen und die Ursache abklären lassen, woher die Symptome kommen.
Wenn solche Symptome auftreten, sollte man darüber hinaus erst einmal auf Geschlechtsverkehr bis zur Abklärung verzichten oder Kondome zur Verhütung verwenden.
Wenn eine Immunsuppression (Immunschwäche) vorliegt, ist der Befall meist stärker ausgeprägt.
Die Feigwarzen breiten sich schneller aus und betreffen mehr Stellen. Die Feigwarzen können in diesem Fall auch zu einem großen Konglomerat (Condylomata gigantea) zusammenwachsen, das wie ein Tumor aussehen kann.
Diese großen Wucherungen können dann durch einen unangenehmen Geruch auffallen, da Bakterien sich "darauf setzen" können und anfangen, das Gewebe zu zersetzen.
Die Behandlung der Feigwarzen erfolgt individuell und wird dem Ausmaß der Feigwarzen angepasst.
Weitere Maßnahmen, die man zusätzlich und unabhängig von der Art der Therapie durchführt:
Die Prognose bei Feigwarzen ist gut.
Die Therapien sind sehr wirksam und die Warzen entarten nicht.
Sie lösen auch nicht Gebärmutterhalskrebs aus - diese Krebsart wird durch andere Serotypen des HP-Virus ausgelöst.
Eine erneute Ansteckung ist möglich, wenn man nicht richtig oder nicht ausreichend therapiert.
Es dauert teils unterschiedlich lang, bis die Feigwarzen geheilt sind.
Besonders wenn nicht konsequent und frühzeitig therapiert wird, kann es mehrere Monate dauern, bis die Hautveränderungen vollständig abgeheilt sind.
Die effektivste Vorbeugung gegen Feigwarzen stellen Kondome und die Impfung gegen HPV dar.
Feigwarzen sind hoch ansteckend.
Da die HP-Viren sehr weit verbreitet sind, infizieren sich fast alle sexuell aktiven Menschen mind. einmal im Leben mit dem HP-Virus.
In der deutlichen Mehrzahl der Fälle erkennt das Immunsystem den Erreger und bekämpft ihn erfolgreich, sodass die Ansteckung unbemerkt verläuft.
Nach durchgemachter Infektion besitzt mein keinen Schutz, man kann sich also mehrfach anstecken.
Da Feigwarzen vor allem durch Hautkontakt / Schleimhautkontakt übertragen werden, schützen Kondome nur in einem geringen Maße.
Die Übertragung erfolgt auch über engen Hautkontakt.
Nicht jeder, der sich mit dem Virus (HP-Viren vom Typ 6 und 11) infiziert hat, entwickelt infolgedessen Feigwarzen.
Dennoch kann ein Infizierter andere Menschen infizieren.
Bei Männern ist vor allem die Eichel (die Spitze des Penis - Glans penis) befallen.
Bei Frauen sind vor allem Vulva und die Vagina betroffen.
Wenn es ein sehr ausgeprägter Befall ist, kann auch der Gebärmutterhals (Cervix) betroffen sein.
Weiterhin kann die Harnröhre befallen sein und die Feigwarzen können sich auf den Analbereich ausbreiten.
Es kann auch passieren, dass sie die Rektalschleimhaut befallen, also sich vom Analbereich nach innen ins Rektums ausbreiten können.
Auffällig ist außerdem die „Ausbreitungsart“ der Condylome - sie treten häufig „beetartig“ auf.