Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur), wenn die Achillessehne starken Zugkräften nicht widerstehen kann und reißt.


Als Achillessehnenriss bzw. Achillessehnenruptur bezeichnet man den Riss der Achillessehne (Tendo calcanei), welche die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein verbindet. Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers und mit einer hohen Reiß- und Belastungsfähigkeit ausgestattet. Der Riss entsteht meist plötzlich als Folge einer Verletzung.
Ein Achillessehnenriss ist zwar im Allgemeinen nicht gefährlich, jedoch mit starken Schmerzen verbunden.
Bei Leistungssportlern kann es dazu kommen, dass die Achillessehne auch nach Abschluss der Heilung nicht mehr die volle Funktionsfähigkeit erlangt.
Bei Verdacht auf eine Achillessehnenruptur sollte man so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.
Ein plötzlicher einstechender Schmerz in der Wade und Achillessehne und lauter Knall sind Anzeichen für einen Riss der Achillessehne.
Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind von großer Bedeutung für eine schnellstmögliche und erfolgreiche Genesung.
Die Achillessehne stellt das Verbindungsstück zwischen dem Wadenmuskel und dem knöchernen Fersenbein dar.
Sie gewährleistet, dass die Muskelkraft der Wade auf den Fuß übertragen werden kann und setzt dadurch die Bewegung, nämlich das Ausstrecken der Fußspitze (Plantarflexion), um.
Als stärkste Sehne des menschlichen Körpers hat die Achillessehne nicht nur eine kurzfristige Maximaltragkraft von bis zu einer Tonne, sondern ist auch an jedem Schritt, den wir täglich gehen, beteiligt.
Nicht umsonst wird die „Achillesferse“ sprichwörtlich als der Schwachpunkt eines Menschen bezeichnet: reißt die Sehne nämlich, setzt ein augenblicklicher Funktionsverlust und zusätzlich ein starker Schmerz ein.
Die Achillessehne kann vollständig oder teilweise rupturieren (reißen), am häufigsten geschieht dies an der sogenannten „Achillessehentaille“. Diese Stelle befindet sich 2-6cm oberhalb des Fersenbeins und ist im Vergleich zu anderen Sehnenbereichen am schlechtesten versorgt.
Deshalb besitzt die Achillessehnentaille auch die schlechteste Regenerationsfähigkeit und ist am häufigsten vorgeschädigt.
Die Achillessehne (Tendo calcaneus) ist die stärkste Sehne des Menschen und hat eine Länge von ca. 10 cm.
Die Achillessehne setzt am Fersenbein an und ist die Sehne der Wadenmuskulatur [1] (Musculus gastrocnemius, Musculus soleus).
Die Aufgabe der Achillessehne besteht in einer Kraftübertragung der Wadenmuskulatur auf die Ferse (Beugung des Fußes).
Z. B. beim Stellen auf die Zehenspitzen wird die Wadenmuskulatur mit Achillessehne beansprucht.
Eine Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) kann anhand verschiedener Kriterien eingeteilt werden:
Ein Achillessehnenriss kann durch verschiedene Umstände verursacht werden.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Die Ursache einer Achillessehnenruptur ist mehrheitlich eine akute, indirekte Krafteinwirkung, das heißt ein Trauma z. B. beim Sport durch Absprung, Aufkommen nach Sprung, abruptes Stoppen beim Sprint usw. Typische Sportarten für ein solches Ereignis sind Tennis, Squash, Turnen oder Volleyball.
Ein direktes Trauma (Schlag oder Schnitt) ist die absolute Ausnahme.
Risikofaktoren sind u. a. die altersbedingte Degeneration oder ein mangelnder Trainingszustand, oft kombiniert mit schlechtem Schuhwerk, Fußdeformitäten oder Fehlstellungen der Fußachse.
Akute oder chronische Überlastung können die Sehne vorschädigen.
So entstehen Mikroverletzungen, die wegen zu kurzen Ruhepausen kaum zur Regeneration kommen. Eine derart beanspruchte Sehne tendiert schneller zur Ruptur.
Zuletzt sind medikamentöse Vorschädigungen zu nennen, die durch lokale Cortison-Injektionen (bspw. bei Schmerzsyndrom der Achillessehne) oder auch die systemische Cortisontherapie (Tabletten/Infusion) entstehen können.
Auch eine bestimmte Antibiotikaklasse, nämlich die Chinolone (Bsp. Ciprofloxacin), stehen im Verdacht, Muskeln und Sehnen zu schädigen und können daher für eine Ruptur prädisponieren.
Ein lauter, peitschenartiger Schlag, begleitet von sofort einschießenden, starken Schmerzen dumpfer oder stechender Art sind bereits zwei Kardinalsymptome der Achillessehnenruptur.
Außerdem folgt ein unmittelbarer Funktionsverlust der Wadenmuskulatur: Eine Plantarflexion ist nicht mehr möglich, sprich der Zehenstand kann auf der betroffenen Seite nicht mehr ausgeführt werden.

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Ein Riss der Achillessehne ist von außen erkennbar.
Im Bereich der Sehne kommt es zu einer Schwellung und Rötung. Auch die Bildung von einem Hämatom (Einblutung ins Gewebe) ist möglich.
Zu den Verletzungen, mit ähnlichen Anzeichen, zählen:
Schmerzen im Bereich der Achillessehne sind sehr häufig und können verschiedene Ursachen haben. Allgemein bezeichnet man „Achillodynie“ als das Schmerzsyndrom der Achillessehne.
Ausgelöst werden kann es bspw. durch eine Sehnenentzündung oder eine Insertionstendinopathie, was eine Reizung des Sehnenansatzes am Knochen beschreibt.
Auch muskuläre Verletzung des dreibäuchigen Wadenmuskels, wie ein Muskelfaserriss, können derartige Schmerzen auslösen.
Alternativ zur Sehne kann auch der knöcherne Ansatz des Fersenbeins Leidtragender sein.
Die sog. Entenschnabelfraktur bezeichnet den knöchernen Ausriss der Achillessehne, bei der die Sehne an sich intakt bleibt, allerdings das gleiche Symptombild erzeugt wird.
Es gibt zwei Behandlungsansätze für die Achillessehnenruptur. Erstens ein konservativ funktioneller Ansatz, das heißt keine OP, und zweitens ein operativer Ansatz.
Die konservative Therapie ist vor allem für Patienten über 50 Jahre oder Patienten mit relativ wenig sportlicher Aktivität relevant, da die Sehne am Ende nicht so belastbar wird, wie nach OP. Voraussetzung für die konservative Therapie ist, dass die Sehnenenden sich in Spitzfußstellung berühren, damit sie von allein wieder zusammenwachsen können.
Eine OP muss immer durchgeführt werden, wenn es sich um eine offene Ruptur handelt, d. h. wenn eine offene Wunde besteht, z. B. nach tiefer Schnittverletzung.
Außerdem muss operiert werden, wenn die gerissenen Sehnenenden so weit voneinander entfernt liegen, dass sie auch in Spitzfußstellung nicht aneinander ragen.
Die OP ist jungen, sportlichen Patienten mit hohem Leistungsanspruch auch allgemein empfohlen, da dadurch eine bessere Funktionsfähigkeit nach Abheilung erzielt werden kann.
Die Prognose ist vor allem bei frischen Rupturen grundsätzlich gut, wobei sie stark abhängig von der Therapie ist.
Die ursprüngliche Funktion und Beweglichkeit ist in der Regel bei fachgerechter und konsequenter Behandlung fast immer vollständig wiederherstellbar.
Eine Ausnahme bilden hier Leistungssportler(innen), die durch die Ruptur der Sehne nicht immer an ihre vorherige Belastungsfähigkeit herankommen.
Es dauert etwa drei bis vier Monate, bis die Sehne vollständig geheilt ist.
Komplikationen sind bei und nach einem Riss der Achillessehne eher selten. Nach einem Riss der Achillessehne wird diese jedoch nicht mehr so stabil sein, wie vor dem Riss.
In den meisten Fällen kommt es zu einer vollständigen Heilung.
Die Heilungsdauer bei einer Achillessehnenruptur hängt von verschiedenen Faktoren wie der Schwere der Verletzung und der Behandlungsmethode ab.
Die Antwort auf diese Frage lässt sich schwer verallgemeinern, schließlich kommt es ganz darauf an, welcher Arbeit der Patient nachgeht, ob es eine sitzende, stehende oder aktive Tätigkeit ist oder sich die Arbeit ggf. sogar aus dem Homeoffice verrichten lässt.
Als Folge eines traumatischen Ereignisses gestaltet sich die Vorbeugung vor einem Achillessehnenriss als schwierig.
Es gibt jedoch einige Faktoren, die Du bei einer Verletzungsprophylaxe beachten solltest:
In den meisten Fällen reißt die Achillessehne im mittleren Bereich der Sehne.
Rissen am Knochenansatz oder dem Ansatz am Muskel sind eher seltener.
Ein Achillessehnenriss kann man je nach Schwere der Ruptur einteilen in:
Ein Achillessehnenriss kann für die betroffene Person unangenehm sein, beschränkt sich aber auf die Schulter und beeinflusst weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
Zur Entlastung des betroffenen Beins sind zunächst Unterarmgehstützen notwendig.
Solange das Bein nicht belastet werden darf (während der Gipsphase), benötigen die Patienten Krücken zum Gehen.
Mit der Schuhorthese ist auch ein Gehen ohne Krücken möglich.
Die Gewichtsgrenzen der Teilbelastung sollten aber unbedingt eingehalten werden.
Wenn die Absatzhöhe der Orthese schrittweise angepasst wird, kann es hilfreich sein, die Krücken vorübergehend nochmal zur Hilfe zur nehmen, um das Gehen mit der veränderten Fersenhöhe neu zu erlernen.
Tatsächlich ist die Achillessehnenruptur die häufigste Ruptur einer Sehne beim Menschen
Sie trifft etwa einen von 10.000 Menschen pro Jahr und ist damit aber immer noch ein eher seltenes Verletzungsmuster.
Männer sind etwa fünfmal häufiger betroffen, am wahrscheinlichsten in der Altersgruppe 30–50 Jahre.
Das liegt vor allem darin begründet, dass der Achillessehnenriss typischerweise eine Sportverletzung ist.
Tapen (Kinesiotape) kann gut zur Vorbeugung einer Achillessehnenruptur eingesetzt werden, wenn schon eine Strapazierung bekannt ist.
Ebenso möglich ist das Tapen zur Stabilisierung, wenn das Training wieder aufgenommen wird.
Allerdings stellt es keine kausale Therapie dar und kann alleinig nicht zur Heilung eingesetzt werden.
Für die Bandage gelten die gleichen Ansätze wie für das Tapen.
Sie kann vor einer Ruptur vorbeugend oder nach der Ruptur unterstützend wirken.
Vor allem bei chronischen Beschwerden und Entzündung der Achillessehne sind Bandagen hilfreich und können bspw. durch Schockabsorption verhindern, dass es überhaupt zur Ruptur kommt.
Nach Ruptur ist besonders der permanente Massage-Effekt nützlich, denn durch Anregung der Durchblutung können Schwellungen schneller abgebaut werden.
Auch die Bandage allein ist aber keine ausreichende Therapie.
Nein, Massagen allein können beim Achillessehnenriss leider nichts ausrichten.
Im Rahmen der Physio- und Bewegungstherapie können sie aber als angenehm empfunden werden und helfen dabei, mögliche Wassereinlagerungen abzutransportieren.
Die Achillessehne stellt das Verbindungsstück zwischen dem Wadenmuskel und dem knöchernen Fersenbein dar.
Sie gewährleistet, dass die Muskelkraft der Wade auf den Fuß übertragen werden kann und setzt dadurch die Bewegung, nämlich das Ausstrecken der Fußspitze (Plantarflexion), um.
Als stärkste Sehne des menschlichen Körpers hat die Achillessehne nicht nur eine kurzfristige Maximaltragkraft von bis zu einer Tonne, sondern ist auch an jedem Schritt, den wir täglich gehen, beteiligt.
Nicht umsonst wird die „Achillesferse“ sprichwörtlich als der Schwachpunkt eines Menschen bezeichnet: reißt die Sehne nämlich, setzt ein augenblicklicher Funktionsverlust und zusätzlich ein starker Schmerz ein.
Die Achillessehne kann vollständig oder teilweise rupturieren (reißen), am häufigsten geschieht dies an der sogenannten „Achillessehentaille“. Diese Stelle befindet sich 2-6cm oberhalb des Fersenbeins und ist im Vergleich zu anderen Sehnenbereichen am schlechtesten versorgt.
Deshalb besitzt die Achillessehnentaille auch die schlechteste Regenerationsfähigkeit und ist am häufigsten vorgeschädigt.