Fingerbruch (Fingerfraktur), wenn es aufgrund einer Gewalteinwirkung gegen den Finger zu einem Bruch des Knochens im Finger kommt


Bei einem gebrochenen Finger besteht ein Bruch in einem oder mehreren Knochen der Finger. Der Bruch kann einfach oder mehrfach (Trümmerbruch), verschoben (disloziert) oder stabil sein.
Ein gebrochener Finger ist an sich erst einmal nicht gefährlich, kann aber zu erheblichen Schmerzen führen.
Je nach Ausmaß des Traumas können auch Nerven oder Blutgefäße verletzt sein, sodass es möglicherweise zu bleibenden Schäden kommen kann.
Dies ist jedoch nur in seltenen Fällen der Fall.
Bei Verdacht auf einen gebrochenen Finger, sollte man immer einen Arzt aufsuchen.
Zwar muss nicht jeder Bruch (im Sinne einer Operation) behandelt werden, sollte aber immer röntgenologisch untersucht werden, um genau zu untersuchen, ob die Fragmente des Knochens gut zueinander stehen und so wieder zusammen wachsen können.
Bei bestehenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nach einem Unfall (Trauma) jeglicher Art sollte man generell immer einen Arzt aufsuchen.
Teilweise werden die Finger dick und blau.
Man teilt Knochenbrüche (Fingerbruch) generell folgendermaßen ein:

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In jedem Fall muss ein Röntgenbild angefertigt werden, in dem man dann die Bruchlinie und die einzelnen Fragmente des Knochens sehen kann.
Anhand dessen und anhand der klinischen Symptome wird eine Therapieentscheidung getroffen.
Da ein Bruch oftmals einem Unfall angeschlossen ist oder irgendeiner Form von Trauma, gibt es nicht viele Differenzialdiagnosen.
Auch der typische Untersuchungsbefund lässt nicht viel Spielraum.
Eine mögliche Differentialdiagnose ist:
Ziel der Operation ist es, die Stellung des Fingers wieder zu korrigieren und die Fragmente möglichst nah aneinander zu bringen, damit der Finger gut heilen kann.
Die Fragmente des Knochens können miteinander verschraubt oder über eine Platte befestigt werden.
Auch Drähte werden manchmal zur Stabilisierung eingesetzt.
Die Art des Operationsverfahrens richtet sich nach Art des Bruches, Alter des Betroffenen, Gesundheitszustand des Betroffenen und dem im Krankenhaus üblichen Verfahren.
Nach der Operation erfolgt die Ruhigstellung in einem Gips oder einer Schiene.
Das Material wird oft entfernt, wenn der Bruch vollständig ausgeheilt ist.
Die Prognose eines gebrochenen Fingers richtet sich nach dem Ausmaß des Bruches.
Ein einfacher Bruch, bei dem die Fragmente gut zueinander stehen, heilt in der Regel problemlos aus.
Wenn allerdings Gelenke betroffen sind, kann es zu Gelenkschäden wie z. B. frühzeitiger Fingerarthrose oder Bewegungseinschränkungen kommen.
Bei Kindern können die Wachstumsfugen betroffen sein, was dann zur Folge hat, dass der betroffene Finger nicht richtig wächst.
Besonders wenn der Bruch offen ist und es zu Weichteilverletzungen kommt, können Nerven geschädigt werden, was zum einen die Bewegung und zum anderen das Empfinden beeinträchtigen kann.
Manchmal wachsen die Knochen nicht richtig zusammen, sodass die Bewegung beeinträchtigt sein kann.
Der Verlauf der Heilung ist abhängig von der Art des Bruches und auch davon, wie sehr sich an Schonfristen gehalten wird.
Bei einem einfachen Bruch heilt der Bruch in der Regel ohne Probleme aus.
Nach dem Ruhig halten müssen die Muskeln wieder aufgebaut und die Bewegungen wieder geübt werden.
Wenn der Bruch kompliziert ist, dauert es in der Regel etwas länger, bis man das vollständige Bewegungsausmaß zurückerlangt.
In einigen Fällen kommt es zu bleibenden Schäden, wie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Missempfindungen.
In sehr seltenen Fällen kann es bei offenen Brüchen zu schweren Infektionen kommen, die eine Amputation nach sich ziehen können.
Dank antibiotischer Behandlung kann das Risiko aber minimiert werden.
Auch bei besonders komplizierten Brüchen kann es zu einer Amputation kommen, wenn die Gefäße nicht mehr richtig zusammenwachsen und der Finger nicht ausreichend mit Blut versorgt wird.
In der Regel versucht man erst den Finger wieder anzunähen und entscheidet im Verlauf dann, ob doch eine Amputation nötig ist.
Bei einem Fingerbruch können unter Umständen verschiedene Komplikationen auftreten.
In den meisten Fällen besteht bei einem gebrochenen Finger jedoch eine sehr gute Prognose und Komplikationen treten eher selten auf
Die Genesungsdauer eines Fingerbruchs hängt vom Ausmaß des Bruches ab.
In der Regel dauert es ca. 6 Wochen, bis die Knochen wieder zusammengewachsen sind.
Je nach Art kann es aber auch deutlich länger dauern, bis man den Finger wieder so nutzen kann, wie gewohnt.
Wenn die Schonfrist eingehalten wird und die anschließenden Physiotherapieübungen auch zu Hause geübt werden, ist der Finger schnell wieder fit.
Bei einem gebrochenen Finger kann jeder der Fingerknochen betroffen sein.
Die Finger bestehen aus 3 Knochen, die über die Gelenke miteinander verbunden sind.
Verschiedene Muskeln und Sehnen setzen an den Fingern an und ermöglichen die Bewegung.
Auch Gefäße und Nerven verlaufen an den Knochen und können bei einem Bruch mitbetroffen sein.
Je nach Art des Unfalls können auch mehrere Finger betroffen sein.
Bei Kindern ist es wichtig, bei sämtlichen Brüchen zu klären, ob sie die Wachstumsfuge betreffen oder nicht.
Dieser Bereich ermöglicht uns, dass die Knochen in die Länge wachsen können und wir somit dem Alter entsprechend wachsen.
Wenn die Wachstumsfuge beschädigt wird, kann es passieren, dass der Knochen nicht adäquat wachsen kann und somit im Verhältnis zu anderen Knochen zu klein bleibt.
Das hat neben kosmetischen Auswirkungen auch funktionelle: es kann zu Bewegungseinschränkungen kommen.
Mittels Röntgenbild lässt sich überprüfen, wo genau der Bruch liegt und somit eine Beteiligung untersuchen.
Grünholzfraktur
Eine besondere Art von Knochenbrüchen bei Kindern sind die sogenannten „Grünholzfrakturen“.
Da Kinder insgesamt eher weichere Knochen haben, kann es passieren, dass nur eine Seite vollständig durchbricht. Typisch ist dies vor allem für Unterarmfrakturen.
Die andere Seite des Knochens bleibt intakt.
Man kann das mit einem jungen Ast eines Baumes vergleichen. Die grünen neueren Äste lassen sich nur sehr schwer komplett brechen oder gar schon biegen.
Oftmals geht eine Seite kaputt, während die andere ganz bleibt.
Vergleicht man dies nun mit älteren, trockenen Ästen, die sofort in zwei brechen, erklärt sich auch der Name.
Diese Art von Bruch lässt sich, wenn die Fragmente gerade zueinander stehen, ebenfalls konservativ behandeln.
Wenn sie jedoch „verrutscht“ sind, muss operiert werden.
Die andere Seite des Knochens wird in der OP ebenfalls gebrochen, die Teile wieder in die richtige Position gebracht und anschließend in einem Gips ruhiggestellt.
Insgesamt sind Grünholzfrakturen an den Fingern aber eher selten.