Kaudasyndrom, wenn es zu einer Kompression der Nervenwurzeln der Cauda equina im unteren Wirbelkanal kommt.

Erfahrungs Berichte
Unter dem Kaudasyndrom versteht man ein, aufgrund von einer Einengung der Nervenwurzeln entstehendes Querschnittssyndrom der Cauda equina. Es kommt zu einer Schädigung der Nervenfasern der unteren Rückenmarkssegmente (L4-S3). Die Cauda equina bezeichnet hierbei die am Ende des Rückenmarks austretenden Nervenwurzeln.
Ja, es kommt bei nicht rechtzeitiger Behandlung neben Lähmungen auch zu Störungen der Defäkation, Miktion und Sexualfunktion bis hin zur Inkontinenz und somit zu starken Einschränkungen des alltäglichen Lebens.
Wenn ein Kaudasyndrom festgestellt wird, muss umgehend operiert werden.
Die Cauda equina (Pferdeschweif) ist ein Nervenfaserbündel am unteren Ende des Rückenmarks, das aus den lumbalen, sakralen und coccygealen Nervenwurzeln besteht.
Die Cauda equina versorgt unter anderem Beine, Beckenorgane sowie Blase und Darm mit Nervenimpulsen.
Das Kauda-Syndrom gilt als neurologischer Notfall, dem eine sofortige Operation Entlastung bringen muss.
Bei rechtzeitiger Operation können sich entstandene Symptome zurückbilden, da die Cauda equina robuster als das Rückenmark, sowie regenerationsfähig ist.
Die Cauda equina befindet sich im unteren Abschnitt des Wirbelkanals und beginnt etwa auf Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbels (L1–L2), wo das Rückenmark als Conus medullaris endet.
Von dort verlaufen die Nervenwurzeln innerhalb des Spinalkanals nach unten bis zu den unteren Lenden-, Kreuzbein- und Steißbeinsegmenten.
Bei angeborenen Fehlbildungen des Rückens oder Rückenmarks, wie z.B. bei Spina bifida können auch Kinder betroffen sein.
Prinzipiell kann ein Bandscheibenvorfall auch Kinder betreffen, auch wenn das extrem selten ist und dann meist auf eine Bindegewebsschwäche zurückzuführen ist.
Während der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Belastung des Rückens, sodass es durchaus zu Bandscheibenvorfällen kommen kann, die zu einer Einengung des Spinalkanals führen.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
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