Unter einer Myelitis versteht man die Entzündung des Rückenmarks. Ist das Knochenmark (Mark innerhalb des Knochens) entzündet, spricht man von einer Osteomyelitis. Teils tritt eine solche Entzündung nur einmalig oder in manchen Fällen auch mehrfach auf. Generell ist diese Erkrankung jedoch eher selten. Es gibt 2 Häufigkeitsgipfel: zwischen 10 und 19 Jahren und zwischen 30 und 49 Jahren. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig von einer Myelitis betroffen.

Bei einer funikulären Myelose handelt es sich um eine langsam fortschreitende Rückenmarkserkrankung, aufgrund eines Vitamin B12 Mangels, bei der es zu einer Demyelinisierung der Nerven kommt. Die Symptome reichen von Missempfindungen bis hin zur Enzephalopathie (Krankheit oder Funktionsstörungen des Gehirns). Oftmals sind zuerst die unteren Extremitäten betroffen und später, wenn überhaupt, die oberen. Meist sind die Betroffenen über 50 Jahre alt.

Unter einer Gangstörung versteht man eine Bewegungsstörung, bei der das Gehen betroffen ist. Sie vermindert die Mobilität und führt gerade bei älteren Patienten zu einem erhöhten Sturzrisiko.

Unter dem Kaudasyndrom versteht man ein, aufgrund von einer Einengung der Nervenwurzeln entstehendes Querschnittssyndrom der Cauda equina. Es kommt zu einer Schädigung der Nervenfasern der unteren Rückenmarkssegmente (L4-S3). Die Cauda equina bezeichnet hierbei die am Ende des Rückenmarks austretenden Nervenwurzeln.

Unter einer Myelopathie versteht man eine Schädigung des Rückenmarks, bei der es aus unterschiedlichen Gründen zu einer Einengung dessen kommt. Ausfallerscheinungen sind dann die Folge. Meist sind eher ältere Patienten betroffen. Die häufigste Myelopathie ist die zervikale Myelopathie und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit der über 55-Jährigen.

Unter einer Reithosenanästhesie versteht man den Verlust der Sensibilität (Taubheitsgefühl) im Bereich des Genitals, Gesäß oder der Oberschenkelinnenseite. Der Name kommt daher, dass das Muster dem Polster einer Reithose ähnelt. Hierbei kommt es zu einer Schädigung der Nervenwurzeln in den Segmenten S2-S5 - den untersten Abschnitten der Rückenmarksnerven.

Bei einer Syringomyelie treten innerhalb des Rückenmarks mit Liquor (Nervenwasser) gefüllte Hohlräume auf, die auf umgebende Strukturen drücken. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, die angeboren (50-80%) oder erworben sein kann. Meist treten die ersten Symptome zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und am häufigsten in das Zervikal- oder Thorakalmark betroffen - das Lumbalmark eher selten. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Beim Tourette-Syndrom handelt es sich um eine neuropsychiatrische Erkrankung, die mit Störungen der Motorik und der Impulskontrolle einhergeht, besser bekannt als “Tics”. Die Krankheit beginnt meist im Kindesalter, zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr. Mit der Pubertät nehmen die Symptome meist zu und bleiben oftmals bestehen. Eine Vererbung ist möglich und Männer sind häufiger betroffen als Frauen
