Humane Papillomviren (HPV), eine Gruppe von Viren (etwa 200), die zu einem abnormen Zellwachstum (Krebs) führen können.

Hinter HPV versteckt sich das humane Papillomavirus. Das Virus verursacht unter anderem sexuell übertragbare Infektionen und sorgt für eine Reihe neuer Krebserkrankungen jedes Jahr (deswegen zählt es zu den „Onkoviren“). Weltweit zählen sie zu den häufigsten Erregern von STDs (sexuell übertragbare Erkrankungen).
Die Erstinfektion mit dem humanen Papillomavirus wird in der Regel nicht bemerkt.
Die Folgeerkrankungen sind, je nach auslösendem Typ, sehr schwer und lebensverändernd.
Oftmals stellen sich die Betroffenen bei HPV erst mit Symptomen der Folgeerkrankungen beim Arzt vor.
Da die durch HPV ausgelösten Erkrankungen sehr vielfältig sind, gibt es nicht „das eine Symptom", was für eine HPV Infektion oder Folgeerkrankung typisch ist.
Es kann zu verschiedenen Krebserkrankungen im Genital- und Oralbereich kommen, sodass dann die jeweilig typischen Symptome der Krebserkrankungen im Vordergrund stehen.
Bei den humanen Papillomaviren (HPV) unterscheidet man 2 Typen.
Einerseits die sogenannten „Low-Risk“ und andererseits die „High-Risk“ Typen.
Man teilt sie nach ihrem Risiko ein, Krebserkrankungen auszulösen (sogenanntes onkogenes Potential).
Des Weiteren kann man die schon ca. 170 bekannten humanen Papillomaviren in 5 Klassen (Genera) einteilen:
Über 200 weitere warten aktuell noch auf ihre Analyse.
Die Einteilung anhand des „krebsauslösenden Potentials“ ist aber relevanter.
Da es verschiedene HPV Typen gibt, bilden sich dann auch verschiedene Erkrankungen aus.
Bei den Low-Risk Typen kommt es meistens zur Ausbildung von Genitalwarzen (Feigwarzen).
Den High-Risk Typen hingegen gelingt es, ihre DNA in die Wirtszelle zu integrieren. Es kommt zu einer vermehrten Aktivierung von Genen, die Tumorwachstum begünstigen („Onkogene“) und zu einem Abschalten derer, die es verhindern („Tumorsuppressorgene“).
Dieses Prinzip sorgt für eine abnormale Zellvermehrung, die erst zu Präkanzerosen („Dysplasien“) und letztendlich bei fehlender Therapie über Jahre zur Entwicklung von Krebs führt.
Die Erstinfektion mit dem humanen Papillomavirus bleibt oft unbemerkt, da ein funktionierendes Immunsystem den Erreger bekämpft und es so zu keinen Symptomen kommt.
Meist dauert es ca. 1 Jahr, bis die Infektion ausgeheilt ist.
Das Problem an der Sache: Betroffene wissen nicht, dass sie infiziert sind, können aber andere anstecken.
Es gibt nicht wirklich Symptome, die typisch für HPV Infektionen sind. Folgende Erkrankungen werden durch HPV ausgelöst.
Ausbildung verschiedener Krebserkrankungen möglich
Die Prognose ist von der ausgelösten Erkrankung abhängig.
Weiterhin spielen individuelle Faktoren eine Rolle.
Es lässt sich keine pauschale Aussage über die Prognose treffen.
Es dauert meist Monate oder Jahre zwischen der Infektion und dem Auftreten der Symptome der Folgeerkrankungen – falls überhaupt welche auftreten (besonders bei Gebärmutterhalskrebs treten eher spät Symptome auf).
Die Übertragung des Virus findet fast immer durch direkten Geschlechtsverkehr statt. Durch Haut- oder Schleimhautkontakt dringt der Virus in den Körper ein.
Im Normalfall bekämpft das Immunsystem den Erreger vollständig.
Man kann sich im Laufe des Lebens jedoch erneut anstecken.
Über Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Sperma) wird das Virus hingegen nicht übertragen.
Selten kommt es zu einer Ansteckung durch „verschmutzte“ Gegenstände, wie gemeinsam genutzte Seifen, Handtücher oder Toiletten (Schmierinfektion).
Die Ansteckung mit dem Virus kann schon beim ersten Sexualkontakt erfolgen und dabei ist es egal, ob dieser über Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr erfolgt.
Der Virus ist nämlich bei jedem intimen Hautkontakt vorhanden.
Weiterhin kann sich das Virus während der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen, allerdings passiert das eher selten.
Es gibt einige Risikofaktoren, die die Ansteckung wahrscheinlicher machen. Hierzu zählen:
In seltenen Fällen kann es zu einer Übertragung des Virus von Mutter auf das Kind während der Geburt kommen.
Oftmals bleibt diese Übertragung aber folgenlos.
Außerdem werden die Schwangeren im Rahmen der Vorsorge auf vaginalen HPV Befall getestet.
Bei Frauen, die HPV positiv sind, steigt allerdings das Risiko einer Frühgeburt.
Auch eine aktive HPV Infektion in der Schwangerschaft kann therapiert werden. Hier ist die Entscheidung jedoch sehr individuell und abhängig von den klinischen Symptomen.
Weiterhin kann die HPV Infektion Einfluss auf die Fertilität der Frau und des Mannes haben.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.