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pfeilWas ist das?

Syphilis, auch als Lues bezeichnet, ist eine durch ein Bakterium ausgelöste Geschlechtskrankheit. Syphilis wird von Mensch zu Mensch übertragen und verläuft in verschiedenen Stadien. Nicht jede Infektion mit Syphilis führt auch automatisch zu Symptomen – nur etwa 50 % der Betroffenen entwickeln Symptome. Die Inkubationszeit beträgt 10 Tage bis 3 Monate. Bei etwa 30 % der Betroffenen würde es innerhalb von Jahren zu einer Spontanheilung kommen, wenn man nicht therapiert. 

Zusammenfassung Syphilis

  • Syphilis ist sehr ansteckend und wird durch Bakterien verursacht.
  • Syphilis verläuft in mehreren Stadien mit unterschiedlichen Symptomen. Oft wird die Syphilis daher nicht erkannt.
  • Ohne eine Behandlung mit Antibiotika kann Syphilis einen schweren Verlauf mit teils tödlichen Ausgang nehmen.
pfeilIst das gefährlich?

Syphilis zeigt sehr viele verschiedene Symptome, die teils nicht richtig erkannt werden.

Die Folgen und mögliche Komplikationen von Syphilis sind ernst zu nehmen.

Je nachdem, kann die Infektion sehr gefährlich werden.

Eine schnelle und richtige Behandlung ist ausschlaggebend für eine gute Prognose.

pfeilWann zum Arzt?

Syphilis verursacht sehr viele verschiedene Symptome.

Wenn man jedoch eine kleine rote Papel (Hauterhebung) entdeckt oder eine offene Wunde, besonders nachdem man ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem (neuen) Partner hatte, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Auch wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber, Hautausschlag und eine Schwellung der Lymphknoten bestehen, sollte man immer unabhängig der Ursache einen Arzt aufsuchen.

Der erste Ansprechpartner bei Syphilis ist der Hautarzt, bzw. Urologe oder Gynäkologie.

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Ursachen Syphilis

  • Bakterium (Treponema pallidum) – Auslöser der Geschlechtskrankheit Syphilis ist das gramnegative Bakterium „Treponema pallidum“.
    Das Bakterium ist ca. 5–30 Mikrometer lang und hat eine spiralige Form.
    Es zählt deswegen zu den „Spirochäten“.
    Außer dem Menschen sind keine weiteren Wirte bekannt.
    Das Bakterium kommt weltweit vor.
  • Übertragung – über Geschlechtsverkehr → siehe Abschnitt Ansteckung
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Symptome Syphilis

Die Symptome von Syphilis variieren je nach Stadium:

  1. Stadium – primäre Syphilis
  2. Stadium – sekundäre Syphilis
  3. Stadium – tertiäre Syphilis
  4. Stadium – Neurosyphilis

Primäre Syphilis (Stadium 1)

  • Ca. 3 Wochen nach Inkubationszeit Bildung eines rötliches, kleines Knötchen → Primäraffekt (sehr leicht zu übersehen)
  • Ulcus durum – Entwicklung daraus zu einem Ulcus durum (typisch für das Primärstadium):
    • schmerzloses Geschwür
    • ca. 2 cm groß
    • harter Rand 
    • heilt innerhalb von 3–7 Wochen ab, aber unter Narbenbildung
    • sehr ansteckend, da sich viele Bakterien in dem Geschwür befinden
    • Hauptlokalisation Männer: Eichel (Glans Penis) oder kurz unterhalb der Eichel,
    • Hauptlokalisation Frauen: Labien
  • Geschwollene Lymphknoten – nach dem Ulcus kommt es zu einem Anschwellen der regionalen Lymphknoten, diese bleiben auch nach Abheilen des Ulcus vergrößert. 

Sekundäre Syphilis (Stadium 2)

  • ca. 4–10 Wochen nach dem Primärstadium
  • Allgemeinsymptome – Ausbreitung der Erreger über Blut- und Lymphbahnen →
  • Ausschlag (Exanthem)
    • kleinfleckig, nässend (ansteckend!) vor allem am Körperstamm und den Händen und Füßen, nach ein paar Tagen dann schuppend 
    • kein Juckreiz 
    • häufig Rezidive in den Folgejahren
  • Enanthem (Ausschlag an den Schleimhäuten) – rötliche Erhabungen (Papeln), teils Ulzera 
  • Rachenentzündung
  • Eitrige Mandelentzündung
  • Condylomata lata: beetartige, flach erhabene Hautveränderungen, die nässen (ansteckend!), meist in Körperfalten auftretend
  • Haarausfall
  • Nachtschweiß
  • Augenbeteiligung (z. B. Uveitis – Entzündung der mittleren Augenhaut)

Das Stadium heilt meist innerhalb von 3 Wochen auch ohne Therapie ab.
Letztendlich sollte man aber aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr immer therapieren. 

Dieses Stadium kann in eine „Latenzphase“ übergehen.
Hierbei bleibt der Erreger im Körper, macht aber keine Symptome. Nach der Abheilung des Ulcus durum (Stadium 1) kann man 2 Latenzstadien unterscheiden.

  1. Frühlatenz – Einmal die Frühlatenz, bei der erst innerhalb der ersten 4 Jahre nach Abheilung des Ulcus nicht zu Symptomen kommen, der Patient aber als ansteckend (Kontagiös) gilt.
  2. Spätlatenz – Oder aber die Spätlatenz, die sich zeitlich der Frühlatenz anschließt. Hier ist der Betroffene nicht mehr ansteckend, allerdings kann die Syphilis über Blutprodukte oder aber über die Plazenta aufs ungeborene Kind übertragen werden.

Bei Menschen, die immunsupprimiert (immungeschwächt) sind, ist mit schweren Verläufen im Stadium 2 zu rechnen. Hierbei ist vor allem die Haut schwer betroffen. Es kommt zu großflächigen Ulzerationen (offenen Wunden) und auch ein Absterben der Haut ist möglich. 

Tertiäre Syphilis (Stadium 3)

Das Stadium 3 der Syphilis beginnt mit dem Durchbruch der Latenzphase. Hierbei kommt es dann zu verschiedenen Symptomen:

  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Erweiterung der Aorta (Aortenaneurysma)
  • Hodenentzündung (Orchitis)
  • Endarteritis obliterans
  • Syphilitische Mesoaortitis (entzündliche Wandveränderungen der Aorta)
  • Gummen, vor allem an Haut, Knochen und Leber (Granulome - bestimmte Gewebsveränderungen)

Neurolues (Stadium 4)

Das letzte Stadium stellt die Neurosyphilis dar.
Hierbei treten die Gummen nun auch im ZNS (Gehirn und Rückenmark) auf.
Es kommt zu Lähmungen und sogenannten „Tabes dorsalis“. Es handelt sich um verschiedene Symptome, die aufgrund der Demyelinisierung der Nerven auftreten.

Es kommt zu lanzenstichartigen Schmerzen, Sehstörungen bis zur Erblindung, Gelenkverformungen der Knie- und Sprunggelenke ohne Schmerzen, Gangstörungen und Störungen des Lage-, Bewegungs- und Vibrationssinns.

Manchmal kann es auch zu einem Notfall, dem sogenannten „akuten Abdomen“ kommen.
Hier stellen sich Betroffene mit einem schmerzhaften, Brett hartem Bauch vor und es gilt schnell herauszufinden, warum.  

Angeborene Syphilis

Weiterhin ist von den genannten Stadien eine angeborene Syphilis, auch Lues connata genannt, zu unterscheiden.
Es kann eine Übertragung des Erregers ab der 12. Schwangerschaftswoche stattfinden. Wenn die Schwangere vor der 12. Woche behandelt wird, kann eine Übertragung meist verhindert werden.
Kommt es jedoch zu einer Ansteckung, endet die Schwangerschaft meist in einer Fehl- oder Totgeburt. Wenn das Kind aber überlebt, sieht man meist Symptome innerhalb des ersten Lebensjahres. Hierzu zählen:

  • Rhinitis (Nasennebenhöhlenentzündung) – mit eitrigem, schnarchendem Schnupfen
  • Leberentzündung (Hepatitis) – mit Leber- und Milzvergrößerung
  • Hautbläschen – an den Handinnenflächen und Fußsohlen, manchmal an der ganzen Extremität 
  • Lymphknoten – Schwellung und Verhärtung der Lymphknoten und -bahnen 
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Diagnose Syphilis

  • Anamnese (Arzt-Patienten-Gespräch)
    • Welche Symptome?
    • Seit wann bestehen die Symptome?
    • Wechselnde Sexualpartner? Sexualpraktiken?
  • Körperliche Untersuchung 
    • Bei Verdacht auf Syphilis niemals ohne Handschuhe!
    • Haut begutachten, Schleimhaut untersuchen 
  • Blutabnahme (Blutuntersuchung)
    • Screening - TTPA oder TPHA - Test → wird ca. 2 Wochen nach Infektion positiv 
    • Wenn dieser Suchtest positiv ist, dann wird der FTA-Abs-Test angeschlossen →  Diagnosebestätigung
    • Nach durchgeführter Therapie: VDRL-Test  
    • Bei Verdacht auf Neurolues: 
      • Bestimmten des ITPA-Index → Beziehung der Titer der Antikörper im Serum zu denen im Liquor (Hirnwasser)
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Differenzialdiagnose

Syphilis ist für viele Erkrankung differentialdiagnostisch in Erwägung zu ziehen.

Da es so viele verschiedene Symptome verursachen kann und ein buntes klinisches Bild verursacht, sollte man besonders, wenn keine andere Ursache gefunden werden kann oder die Therapien nicht wirken, an eine Syphilis denken.

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Behandlung Syphilis

Auch die Behandlung einer Syphilis richtet sich nach den Stadien.

  • Antibiotika – Wobei die Erkrankung durch die Gabe von Antibiotika erfolgreich geheilt werden kann.
    • Penicillin – Mittel der Wahl ist hier Penicillin, welches man über ca. 2 Wochen hochdosiert verabreicht
    • VDRL Test – Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Therapieerfolgs mittels VDRL Test – einem Test, mit dem man den Erreger indirekt nachweisen kann.
      Zu beachten ist aber, dass der Test erst nach ca. 5–6 Wochen nach der Infektion positiv wird. Während der Therapie sollten die Werte sinken und nach abgeschlossener Behandlung sollte der Test letztendlich negativ ausfallen.
      Auch die Titerbestimmung der Antikörper dient der Verlaufskontrolle. 

Jarisch-Herxheimer-Reaktion

Eine Sache, die aber vor der Behandlung beachtet werden muss, ist, dass die zerfallenden Erreger eine sogenannte Jarisch-Herxheimer-Reaktion auslösen können.
Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohliche immunologische Reaktion des Körpers auf die durch das Antibiotikum zerstörten Erreger, genauer gesagt, auf die aus dem Bakterieninneren freigesetzten Endotoxine.

Das sind Giftstoffe, die die Bakterien ausschütten, die für sämtliche Krankheitssymptome verantwortlich sind.
Kommt es jetzt aber durch die Bekämpfung des Erregers durch die Therapie zu einer massiven, auf einmal erfolgenden Freisetzung dieser Giftstoffe, ist der Körper damit „überfordert“ und es kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.

Symptome sind zum Beispiel Blutdruckanstieg, Fieber, Schmerzen am ganzen Körper und Übelkeit.
Um dem vorzubeugen, gibt man ein hochdosiertes Glukokortikoid ca. 30 bis 60 Minuten vor der Gabe des Antibiotikums, was eine solche Reaktion verhindern soll.  

Allgemein gilt, dass die entsprechende Dosis und Dauer dem Stadium angepasst wird.
Wenn das zentrale Nervensystem beteiligt ist, sind höhere Dosen nötig. Wenn die Betroffenen HIV positiv sind, muss stationär behandelt werden. 

Auch die Behandlung der Partner spielt eine Rolle, solange der Betroffenen im 1. oder 2. Stadium oder aber in einer frühen Latenzphase diagnostiziert wurde.
Sexuelle Kontakte der letzten 90 Tage werden hierbei mitbehandelt.

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Prognose

Die Prognose von Syphilis richtet sich nach dem Krankheitsstadium und individuellen Faktoren.

Eine Immunschwäche, sowie das Vorliegen weiterer (Geschlechts-) Krankheiten wirkt sich eher negativ auf den Verlauf aus, wobei die Prognose insgesamt gut ist.

Dank der Antibiotikatherapien lässt sich Syphilis gut behandeln.  

Unbehandelt erleidet jedoch jeder 4. Patient lebenslang anhaltende Schäden und jeder 10. stirbt tatsächlich an der Infektion.

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Komplikationen

  • Befall der inneren Organe (z. B. Entzündung der Nieren)
  • Befall des Auges
  • Lymphknotenschwellungen
  • Ansteckung weiterer Personen
  • Nervenschädigungen – mit Schmerzen, Lähmungen und Demenz als Folge möglich
  • Schädigung der Knochen und Gelenke 
  • unbehandelt: Tod
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Vorbeugung

  • Geschützter Geschlechtsverkehr → Kondome verwenden
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Ansteckung & Übertragung

Syphilis ist ansteckend – allerdings nicht in jedem Stadium gleich ansteckend.

In den Stadien I und II ist die Erkrankung deutlich ansteckender als in den anderen Stadien.

Es wird durch engen Körperkontakt, Geschlechtsverkehr, Oralverkehr und Küssen übertragen.

Dabei sucht sich der Erreger kleinste Verletzungen (Läsionen) in der Mund-, Vaginal- oder Analschleimhaut, um in den Körper zu gelangen. 

Weiterhin kann der Erreger über kontaminierte Blutprodukte und benutzte Kanülen übertragen werden. 

Eine Übertragung während der Schwangerschaft ist ab der 12. Schwangerschaftswoche möglich.
Allerdings ist das in Deutschland, dank der Vorsorgeuntersuchung, sehr selten.

Der Nachweis der Erkrankung ist meldepflichtig. 

Letztendlich begünstigt jede Geschlechtskrankheit das Auftreten von und die Ansteckung mit weiteren Geschlechtskrankheiten.

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Stadien

Klinisch kann man Syphilis in 4 Stadien einteilen.

Hierbei wird auch nochmal zwischen Früh- und Spätsyphilis unterschieden.
Ohne eine Behandlung würden die Stadien ineinander übergehen.

Frühsyphilis

  • Primäre Syphilis (Stadium 1)
  • Sekundäre Syphilis (Stadium 2) – bis 1 Jahr nach der Erstinfektion 

Spätsyphilis

  • Tertiäre Syphilis (Stadium 3)
  • Neurolues (Stadium 4)
  • Latente Syphilis (Dauer unbekannt)
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Zeiltiches Auftreten

Prinzipiell kann sich jeder mit Syphilis anstecken, der sexuell aktiv ist oder es kann während der Geburt und auch schon in der Schwangerschaft von Mutter auf Kind übertragen werden.

Am häufigsten sind aber MSM („men who have sex with men“) in Großstädten betroffen.

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Bei Kindern

Wenn Kinder Syphilis bekommen, liegt das meist an einer Übertragung während der Geburt.

Die Syphilisinfektion kann dann auch angeboren sein, wenn die Ansteckung schon im Mutterleib passiert.

Wenn ältere Kinder aber eine Syphilis entwickeln, muss immer an einen sexuellen Missbrauch gedacht werden.

pfeilIn der Schwangerschaft

Syphilis kann entweder während bereits während der Geburt oder aber schon im Mutterleib, ab der 12. Schwangerschaftswoche, auf das Ungeborene übertragen werden. 

Es kann zu Fehlgeburten und Totgeburten oder aber Frühgeburten kommen.
Man unterscheidet außerdem eine frühe angeborene Syphilis (Lues connata präcox) von einer späten angeborenen Syphilis (Lues connata tarda).
Diese Einteilung bezieht sich auf das Auftreten der Symptome. 

Lues connata präcox

Bei der frühen Syphilis treten diese innerhalb der ersten drei Lebensmonate auf, auf jeden Fall aber vor Vollendung des 1. Lebensjahres.
Es kommt zu Hautveränderungen der Handinnenflächen und Fußsohlen, Ausschlag (kupferfarben, mit großen Blasen), die Mundwinkel sind trocken und rissig, es kann zu eitrigem Sekretaustritt aus der Nase kommen und die Kinder können in ihrem Wachstum gestört sein.
Weiterhin sind Lebern, Milz und Lymphknoten vergrößert.
In eher seltenen Fällen kommt es zu einer Entzündung der Augen oder des Gehirns, was sich durch Krampfanfälle präsentieren kann. Durch eine Entzündung der Knochen wird das Längenwachstum eingeschränkt und Bewegungen erschwert. 

Lues connata tarda

Im Gegensatz dazu starten die Symptome der späten Syphilis nach ca. 2 bis 4 Jahren auf.
Es kommt dann zu Wachstumsstörungen, besonders der Nase (Sattelnase) und des Schienbeins (Säbelscheibentibia).
Außerdem treten Veränderungen der Mundwinkel auf, welche als Parrot-Fruchen bezeichnet werden.

Durch Schädigung der Nerven kann es zu Schmerzen, Lähmungen sowie Missempfindungen und Probleme bei der Orientierung im Raum bezogen auf die eigene Bewegung und Körperhaltung geben (Tabes dorsalis).
Eine in den Lehrbüchern für Lues typische Trias ist die sogenannte Hutchinson-Trias, die allerdings eher selten auftritt.
Hierbei kommt es zu Tonnenzähnen (Fehlbildung der Zähne), Innenohrschwerhörigkeit und einer sogenannten Keratitis parenchymatosa, bei der es durch Hornhautveränderungen zur Erblindung kommen kann. 

Die Infektion wird durch einen Bluttest diagnostiziert und auch bei Neugeborenen mit Antibiotika behandelt. Auch hier wird mittels verschiedenen Tests der Therapieerfolg kontrolliert. Je früher behandelt wird, desto besser ist die Prognose. 

Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.

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Zahlen & Statistiken

  • 8305 Syphilisfälle wurde im Jahr 2022 in Deutschland registriert.
  • 1 / 10.000 Fälle betrug die Inzidenz (Neuerkrankungen pro Jahr) im Jahr 2022.
  • 30% beträgt in etwa das Risko, sich bei einer Erkrankten Person anzustecken.
aktualisiert: 04.03.2025
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