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pfeilEinleitung

Ein zuckendes Auge, auch bekannt als okuläre Myokymie, ist ein häufiges Phänomen und beschreibt unfreiwilliges »Krampfen« der Augenlidmuskulatur. Meist ist ein zuckendes Augenlid harmlos und nur selten handelt es sich dabei um ein Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung.

ArrowDownIst das gefährlich?

Gelegentliches Augenzucken ist meist völlig harmlos, wenn es aber gehäuft und mit weiteren Symptomen auftritt, kann es in seltenen Fällen auch auf eine ernsthafte Grunderkrankung wie eine Multiple Sklerose (MS) oder z. B. eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen.

In diesen Fällen kommt es jedoch fast immer zu weiteren Symptomen der Grunderkrankung.
Bei dem Vorliegen einer ernsten Grunderkrankung ist daher fast nie ein Augenzucken das erste Symptom. 

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Ursachen

Koffeinkonsum

Übermüdung

Alkoholkonsum

Lichtempfindlichkeit

Augenreizung

Einnahme von Antiepileptika

Bindehautentzündung

Stress, Nervosität

Trockene Augen

Magnesiummangel

Grunderkrankungen

Grunderkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose (MS) oder Schilddrüsenüberfunktion

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Wann zum Arzt?

  • kurzzeitiges Augenzucken, das nicht ständig anhält, erfordert normalerweise keinen Arztbesuch.
  • dauert das Augenzucken allerdings über einen längeren Zeitraum an oder sind die Beschwerden sehr stark ausgeprägt, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen
  • Ärztlich abklären lassen solltest du es also, wenn:
    • das Zucken wochenlang anhält
    • sich andere Gesichtsmuskeln mitbewegen
    • Sehstörungen, Schmerzen oder Lähmungen auftreten
    • das Auge gerötet oder entzündet ist

Mit welchen Anzeichen Notarzt verständigen?

  • in der Regel sollte kein Notarzteinsatz bei Augenzucken notwendig sein, es sei denn, das Zucken tritt plötzlich und stark auf und wird von schweren Schmerzen, Sehstörungen oder anderen akuten Symptomen begleitet.
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Verlauf des Symptoms

  • Ein Augenzucken tritt in der Regel spontan auf und vergeht nach wenigen Sekunden bis Minuten selbstständig.
  • Meist handelt es sich um ein gelegentlich auftretendes, harmloses Symptom.
  • In seltenen Fällen ist ein zuckendes Auge auf eine ernste Grunderkrankung wie eine Nervenschädigung oder eine Augenerkrankung zurückzuführen und entwickelt sich in seinem Verlauf entsprechend dem Therapieerfolg dieser.
arrow downBegleitende Symptome

Weitere Symptome neben einem zuckenden Auge sind häufig:

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Diagnose Zuckendes Auge

  • Anamnese – Erhebung der Krankengeschichte durch das Arzt-Patient-Gespräch.
  • Körperliche Untersuchung – klinische Untersuchungen der Augen.
  • Blutuntersuchung – eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über einen möglichen Magnesiummangel oder eine Überfunktion der Schilddrüse geben.
  • Neurologische Untersuchungen – bei Verdacht auf einen Gehirntumor oder Multiple Sklerose (MS) erfolgen spezifische neurologische Untersuchungen auf Nervenschäden und bildgebende Maßnahmen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT).
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Behandlung Zuckendes Auge

  • Selbstlimitierend – In der Mehrzahl der Fälle ist ein Augenzucken harmlos und verschwindet anz von alleine.
  • Erholung – Psychisch bedingtes Augenzucken kann meist schon durch Entspannungsübungen oder sanfte Massagen des Augenlids gelindert werden.
    • Des Weiteren können auch beruhigende Mittel wie Baldrian oder Schüssler Salze helfen.
    • Augenentspannung
    • Bildschirmarbeit reduzieren
  • Mangelausgleich (selten) – Ausgleichen eines Magnesiummangels, falls vorhanden
  • Grunderkrankung behandeln (sehr selten) – ist das Augenzucken auf eine andere Erkrankung, beispielsweise einen Gehirntumor oder Multiple Sklerose, zurückzuführen, wird versucht, die Grunderkrankung möglichst gut zu behandeln.
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Medikamente

In einigen, seltenen Fällen können kurzfristig beruhigende Medikamente oder Magnesiumpräparate verschrieben werden.

arrow downHausmittel Zuckendes Auge
  • Oftmals können eine sanfte Massage der Augenpartie und aktive Entspannungsmaßnahmen schon zu einer Besserung führen.
  • Darüber hinaus sollte auch für eine ausreichende Erholung und eine Minderung des Alkohol- und Koffeinkonsums gesorgt werden.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
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Prognose

Grundsätzlich herrscht eine gute Prognose, da das Zucken fast immer harmlos ist und von selbst verschwindet.

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Komplikationen

  • Mögliche Komplikationen bei einem Augenzucken treten meist nur durch eine zugrunde liegende Erkrankung auf. Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall.
  • Durch ein stark ausgeprägtes und anhaltendes Augenzucken kann es zu herabhängenden Augenbrauen oder Oberlidern und zu einer Behinderung des Sehvermögens kommen.
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Dauer

  • Gelegentliches Augenzucken ist völlig harmlos und dauert nicht länger als wenige Minuten an.
  • Sollte das Augenzucken auf eine Schädigung im Gehirn zurückzuführen sein, bleibt es in manchen Fällen über einen längeren Zeitraum (Tage bis Wochen) bestehen.
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Vorbeugung

  • Gesunder Lebensstil – Um einem zuckenden Auge vorzubeugen, können ausreichender Schlaf, Stressabbau und eine gesunde und ausgewogene Ernährung meist schon genügen.
  • Erholung & Stressabbau – Zudem kann einer Überanstrengung der Augen vorgebeugt werden durch regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit oder durch das Tragen einer Brille mit Blaulichtfilter.
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Bei Kindern

Augenzucken bei Kindern ist ebenfalls meist harmlos und sollte jedoch bei einer auffälligen Häufigkeit oder extremer Ausprägung ärztlich abgeklärt werden.

aktualisiert: 16.12.2025
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Dr. med. Benedikt Buchner
Assistenzarzt
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Benedikt verfasste und korrigierte bereits zur Studienzeit medizinische Fachartikel.

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