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pfeilWas ist das?

Bei einer Scheidenentzündung (lateinisch Vaginitis oder Kolpitis) kommt es zu einer Entzündung der Schleimhaut der Vagina. Häufig sind die Schamlippen (Vulva) auch entzündet, sodass man von einer Vulvovaginitis spricht.

Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 5 / 100
Alters FaktenAlterjedes
Geschlecht FaktenGeschlechtw
pfeilIst das gefährlich?

Eine Scheidenentzündung ist nicht gefährlich.

Die Entzündung ist jedoch lästig und unangenehm, aber harmlos.

Je nach Auslöser kann eine Scheidenentzündung allerdings ansteckend sein, sodass eine Partnerbehandlung durchaus sinnvoll sein kann.

Gefährlichkeit - 1.1 /10
pfeilWann zum Arzt?

Oftmals quält ein starker Juckreiz die Betroffenen, sodass betroffene Frauen selbstständig Ärzte aufsuchen.

Bei eher unspezifischen Symptomen wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder immer wieder auftretenden brennenden Schmerzen beim Wasserlassen in Kombination mit einer geröteten Vulva oder Vaginalschleimhuat sollte man einmal ärztlich vorstellig werden, um dies abzuklären.

Da eine Vaginitis öfter auftreten kann, wissen Betroffene nach dem ersten Mal Bescheid, wie sich diese anfühlt und was dagegen hilft.

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Ursachen Scheidenentzündung

Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Scheidenentzündung.

  • Erreger – Meist sind Pilze oder Bakterien die Auslöser.
  • Geschlechtskrankheiten – Auch im Rahmen von Geschlechtskranken kann es zu einer Entzündung der Scheide kommen.
    Manchmal sind Viren bzw. Herpesviren für die Entzündung verantwortlich.
    Hierbei kommt es dann zusätzlich zu Bläschenbildung und Schmerzen auch während des Sitzens.
  • Nicht-infektiöse Entzündung – Eine andere Art der Scheidenentzündungen sind sogenannte nicht infektiöse Entzündungen.
    • Fremdkörper – Hierzu zählen zum Beispiel die, die durch Fremdkörper ausgelöst werden. Durch den Fremdkörper kommt es zu einer Reizung der Schleimhaut, die letztendlich auch zu einer Entzündungsreaktion führt.
    • Atrophische Vaginitis – Eine andere Art der nicht infektiösen Entzündungen ist die atrophische Vaginitis.
      Sie betrifft vor allem ältere Frauen in den Wechseljahren. Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich auch das Millieu der Vaginalschleimhaut. Sie wird trockener und „atrophischer“ (das heißt, sie bildet sich zu gewissen Teilen zurück).
      Das kann dann durch Reibung ebenfalls zu einem Entzündungsreiz führen.
    • Allergische Vaginitis – Auch eine allergische Vaginitis ist möglich.
      Hierbei können Allergien gegen Waschmittel, Hygieneprodukte oder andere Substanzen auftreten.
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Symptome Scheidenentzündung

  • Asymptomatisch – Nicht immer treten bei einer Scheidenentzündung Symptome auf.
  • Juckreiz (Leitsymptom) – Oftmals geht sie aber mit starkem Juckreiz einher.
  • Weitere Anzeichen – Folgende weitere Symptome können auftreten:
    • Rötung der Vaginalschleimhaut
    • Rötung der Schamlippen und des Perineums (dem Bereich zwischen Vagina und After)
    • Ausfluss aus der Scheide
    • anderer/unangenehmer Geruch
    • Brennen beim Wasserlassen / Schmerzen beim Wasserlassen
    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
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Diagnose Scheidenentzündung

  • Klinische Diagnose (anhand der Symptome) – Die Diagnose Scheidenentzündung wird in der Regel klinisch gestellt, da die Symptome sehr typisch sind.
    Der Leidensdruck ist sehr hoch und oftmals würde eine vaginale Untersuchung nur schwer toleriert werden, einfach weil es sehr unangenehm oder gar schmerzhaft ist.
  • Abstrich – In einigen Fällen kann ein Abstrich erfolgen, um den Erreger zu bestimmen.
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Bilder

Oftmals tritt eine Scheidenentzündung zusammen mit einer Entzündung der Schamlippen auf, sodass die gesamte Vulva gerötet ist und leicht geschwollen wirkt.

Manchmal findet sich auch ein weißlich- bröckeliger Ausfluss, der unangenehm riechen kann.

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Differenzialdiagnose

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Behandlung Scheidenentzündung

Die Behandlung einer Scheidenentzündung richtet sich nach der Ursache.

  • Antibiotika – wenn Bakterien Auslöser der Entzündung sind, werden Antibiotika gegeben.
  • Antimykotika – wenn Pilze die Auslöser sind, Antipilzmittel (Antimykotika)
    Oftmals werden die Antipilzmittel in Form von Zäpfchen zum Einführen in die Scheide und auch als Creme zur äußeren Anwendung gegeben.
  • Kein Verkehr – Weiterhin kann bzw. sollte während der Entzündung auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
  • Kälte (gegen Juckreiz) – Wenn es einem angenehm ist, kann man sich Kühlpacks in Form von Binden besorgen und diese tragen, um den Juckreiz zu lindern.
    In der Regel lassen die Beschwerden aber schon mit der ersten Einnahme des Antibiotikums oder Antipilzmittels nach. 
  • Östrogengabe (bei Scheidentrockenheit) – Wenn Scheidentrockenheit der Entzündung zugrunde liegt, kann man diese über lokale oder orale Östrogengabe behandeln.
    • Es gibt Gels und Cremes, die direkt auf die Scheide aufgetragen werden können.
    • Auch Vaginalzäpfchen sind eine Möglichkeit, um die Symptome zu behandeln. 
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Prognose

Die Prognose einer Scheidenentzündung ist sehr gut.

Die Entzündungen heilen in den meisten Fällen immer vollständig aus, können aber öfter als einmal auftreten.

Das Risiko für eine Scheidenentzündung steigt, wenn man schon mal eine hatte.
Das kann sehr unangenehm und quälend sein.

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Verlauf

Der Verlauf einer Scheidenentzündung stellt sich meist unkompliziert dar.

Mithilfe der Antibiotika oder Antipilzmittel in Form von vaginalen Zäpfchen lässt sich die Entzündung gut behandeln.

Die Entzündung kann allerdings mehrfach auftreten und sehr lästig sein.

Bei postmenopausalen Frauen (Frauen, die die Wechseljahre schon hinter sich haben) kommt es oft zur Scheidentrockenheit aufgrund der hormonellen Umstellungen, was einerseits eine durch Reibung/Reize ausgelöst Entzündung fördert und andererseits als Folge einer Entzündung entstehen kann.

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Komplikationen

  • Rezidiv – Wiederkehrende Infektionen
  • Aufsteigen der ErregerGebärmutterentzündung möglich oder gar noch höheres Aufsteigen und Entzündung der Eileiter (Eileiterentzündung) und Eierstöcke (Eierstockentzündung) möglich → im schlimmsten Fall Entwicklung einer Unfruchtbarkeit durch z. B. Verklebungen in den Eileitern wegen der Entzündung.
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Dauer

Es dauert in der Regel eine Woche, bis die Infektion vollständig bekämpft ist.

Allerdings lassen meist die Symptome schon nach der ersten Einnahme des Medikaments nach.

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Vorbeugung

  • Gute Hygiene beim Geschlechtsverkehr → auf Körperpflege achten, Kondome schützen vor möglichen Geschlechtskrankheiten.
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Ansteckung & Übertragung

Eine Scheidenentzündung kann ansteckend sein, wenn bestimmte Erreger, die auch Geschlechtskrankheiten auslösen, dahinter stecken.

Dazu zählen:

  • Gonokokken – Auslöser der Gonorrhoe oder Trichomonaden
  • Parasitäre Einzeller – die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden
pfeilIn der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann es zu einer Scheidenentzündung kommen.

Das bakterielle Milieu in der Scheide ändert sich während der Schwangerschaft, sodass Entzündungen teils leichter auftreten können.

Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.

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Zahlen & Statistiken

  • Alter – Von einer Scheidenentzündung können sowohl junge Mädchen als auch Frauen jedes Lebensalters betroffen sein.
aktualisiert: 12.02.2025
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