Gebärmutterentzündung, wenn es zu einer Entzündung der Schleimhaut der Gebärmutter kommt.
Bei einer Gebärmutterentzündung handelt es sich um eine Entzündung des Schleimhautgewebes der Gebärmutter, ausgelöst zum Beispiel durch eine Infektion mit Gonokokken oder Chlamydien. Eine Gebärmutterentzündung wird in der medizinischen Fachsprache als Endometritis bezeichnet. Sehr häufig findet sich die Entzündung nicht nur in der Gebärmutterschleimhaut wieder, sondern betrifft ebenfalls den Gebärmutterhals sowie die Eierstöcke beziehungsweise Eileiter.
Eine Entzündung der Gebärmutter wird in der Regel von einem Frauenarzt (Facharzt für Gynäkologie) diagnostiziert und behandelt.
Die Symptome einer Gebärmutterentzündung können sehr schwerwiegend sein, weshalb die Weiter- oder auch Erstbehandlung häufig in einer gynäkologischen Abteilung einer Klinik erfolgen muss.
Treten bei Dir starke Schmerzen im Unterbauch auf, solltest Du unabhängig der Ursache immer zeitnah Deinen Frauenärzt:in aufsuchen
Eine Gebärmutterentzündung kann unterschiedlich starke Symptome hervorrufen.
Einige merken nur leichte oder sehr milde Symptome, wohingegen andere Betroffene sehr schwerwiegende Beschwerden aufweisen, die unter gewissen Umständen auch lebensbedrohlich sein beziehungsweise verlaufen können.
Beim Auftreten der genannten Symptome ist es unbedingt ratsam, diese beim Gynäkologen abklären zu lassen, um eine Entzündung zeitnah aufzudecken und behandeln zu können und somit einem schweren Verlauf oder Komplikation vorzubeugen.
Differentialdiagnostisch kommen einige Krankheitsbilder in Betracht, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können.
Dazu zählen:
Ebenso kann es bei einer geplatzten Zyste (Eierstockzyste) an den Eierstöcken oder einer bestehenden Eileiterschwangerschaft zu ähnlichen Symptomen kommen.
Auch chronische Darmentzündungen, starke Verstopfungen oder Hernien müssen differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden.
Eine Gebärmutterentzündung kann unter Umständen einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Aufgrund dessen sollte bei einem bestehenden Verdacht immer der behandelnde Frauenarzt oder auch eine Ambulanz, sofern ganz akut Beschwerden auftreten, aufgesucht werden.
Zur Behandlung der Entzündung in der Gebärmutter gelten Antibiotika als Mittel der Wahl.
Unterstützend zur antibiotischen Therapie können Hausmittel verwendet werden. Dazu zählen:
Die Gebärmutterentzündung heilt unter einer medikamentösen Therapie in der Regel gut ab.
Ein Wiederauftreten ist allerdings im allgemeinen möglich.
Um eine Reinfektion zu verhindern, sollte bei einer Entzündung, die durch Chlamydien oder Gonokokken verursacht wurde, eine medikamentöse Mitbehandlung des Partners der Betroffenen erfolgen.
Eine ausbleibende Behandlung oder eine Ausweitung der Entzündung auf andere Organsysteme, wie den Eierstöcken (→ Eierstockentzündung) oder Eileitern (→ Eileiterentzündung) kann zu einer Unfruchtbarkeit der Betroffenen, die in der medizinischen Fachsprache als Sterilität bezeichnet wird, führen.
Mit einer passenden medikamentösen Behandlung kann eine Gebärmutterentzündung in der Regel gut behandelt werden.
Bei einer fehlenden antibiotischen Behandlungen oder einem sehr späten Behandlungsbeginn kann es zu schweren Komplikationen kommen, dazu gehört mitunter eine Unfruchtbarkeit.
Eine Gebärmutterentzündung hat, sofern sie zeitnah mit Antibiotika therapiert wird, gute Heilungschancen.
Bei unerkannten Entzündungen oder einem verzögerten Behandlungsbeginn besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung auf weitere Bereiche wie etwa die Eileiter (→ Eileiterentzündung) oder die Eierstöcke (→ Eierstockentzündung) ausweitet.
In wenigen Fällen kann eine Entzündung zu einem chronischen Geschehen werden, welches im schlimmsten Fall zu einer Unfruchtbarkeit der Betroffenen führen kann.
Bei einer Gebärmutterentzündung, die schnell erkannt und antibiotisch behandelt wird, kann es den Betroffenen bereits innerhalb weniger Tage besser gehen.
Bis zur vollständigen Ausheilung sollte aber noch auf eine ausreichende körperliche Schonung geachtet werden.
Wichtig ist es weiterhin, bis zum Ausheilen der Entzündung auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.
Bei Entzündungen, die zum Beispiel durch Chlamydien oder Gonokokken (Tripper) verursacht wurden, sollte der Partner/in zudem mitbehandelt werden, um eine erneute Infektion beziehungsweise eine Wiederinfektion zu verhindern.
Eine Gebärmutterentzündung wird häufig durch Erreger wie Chlamydien oder Gonokokken verursacht.
Diese gehören zu den Erreger, die durch sexuelle Kontakte beziehungsweise Geschlechtsverkehr übertragen werden. (→ siehe Geschlechtskrankheiten)
Aufklärung und der Gebrauch von Kondomen sind daher die sinnvollsten Maßnahmen, um einer Entzündung der Gebärmutter vorzubeugen.
Zu Intimpflege werden oftmals spezielle Waschlotionen oder auch -gels verwendet.
Der Gebrauch beziehungsweise übermäßige Gebrauch von Waschlotionen kann die natürliche Schutzbarriere der Scheide aber irritieren und damit eine Infektion begünstigen.
Eine Gebärmutterentzündung kann unter anderem durch Erreger, wie zum Beispiel Gonokokken oder Chlamydien verursacht werden.
Die auslösenden Erreger können durch ungeschützten Geschlechtsverkehr auf den Sexualpartner übertragen werden.
Bei bestehenden oder auch anhaltenden Beschwerden ist es daher ratsam, eine Abklärung beim Arzt vornehmen zu lassen und damit einer möglichen Übertragung vorzubeugen beziehungsweise entgegenzuwirken.
Eine Gebärmutterentzündung in der Schwangerschaft sollte unbedingt behandelt werden, um jegliche Art von Komplikationen zu vermeiden.
Es wird umgehend eine antibiotische Therapie eingeleitet, um der Entzündung entgegenzuwirken.
In der Regel erfolgt die Behandlung bei Schwangeren, auch wenn sie eine eher „milde Symptomatik“ zeigen, immer stationär.
Die Behandlung im Krankenhaus dient dem Schutz der Mutter und des Neugeborenen, beziehungsweise dem Zweck, bei einer Verschlechterung des Allgemein- oder Krankheitszustandes sofort eingreifen zu können.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.