Blasenentzündung, wenn Erreger die Harnröhre aufsteigen und eine Entzündung der Harnblase auslösen. Auch nicht-infektiöse Auslöser sind denkbar.

Bei einer Blasenentzündung ist, wie der Name schon sagt, die Harnblase entzündet. Häufig sind Frauen betroffen, da aufgrund der Anatomie die Harnröhre kürzer ist und Bakterien dadurch leichter und schneller in die Blase aufsteigen können.
Eine Blasenentzündung ist oftmals harmlos.
In seltenen Fällen kann eine Blasenentzündung jedoch einen gefährlichen Verlauf nehmen.
Vor allem ältere Patienten können schwer betroffen sein und ggf. eine Sepsis („Blutvergiftung“) entwickeln, da sie nicht immer die klassischen Symptome der Blasenentzündung zeigen, oder diese schlichtweg einfach nicht erkannt wird (leider oft in Pflegeheimen ein Problem).
Somit kann durch eine Blasenentzündung unter Umständen eine lebensbedrohliche Situation entstehen, die umgehender stationärer Behandlung bedarf.
Oftmals sind die Betroffenen eher verwirrt, aggressiv und vergesslich.
Da die meisten eher dehydriert sind, müssen sie auch oftmals nicht vermehrt auf die Toilette.
Auch bei anderen Risikogruppen, wie z. B. Schwangeren kann es durchaus zu Komplikationen, wie z.B. Frühgeburten kommen.
Unter folgenden Umständen solltest Du mit einer Blasenentzündung einen Arzt aufsuchen.
Bei länger bestehenden Beschwerden sollte ein Arzt (Hausarzt) aufgesucht werden.
Nicht jede Blasenentzündung ist symptomatisch und wird von den Betroffenen gemerkt. Die Beschwerden können aber sehr unangenehm sein.
Teils ist auch eine antibiotische Behandlung erforderlich, vor allem bei komplizierten Harnwegsinfekten/Blasenentzündungen ist dies wichtig. Für mehr Information siehe Einteilung.
Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann man nach unterschiedlichen Kriterien einteilen.
1. Einteilung nach zeitlichen Auftreten:
2. Einteilung nach dem Auslöser:
3. Einteilung nach Kofaktoren – Die Unterscheidung ist besonders wichtig, da es diagnostische und therapeutische Konsequenzen gibt.
4. Nach Ausmaß / Lokalisation:
5. Sonderformen einer Blasenentzündung
Risikofaktoren
Es gibt Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Entstehung einer Blasenentzündung erhöhen. Hierzu zählen:

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Von außen sieht man nichts, da sich die Entzündung in der Harnblase abspielt.
Oftmals riecht der Urin allerdings komisch.
Die Prognose einer Blasenentzündung ist in der Regel sehr gut, richtet sich aber nach der Ursache und den individuellen Kofaktoren.
Die Prognose lässt sich nicht pauschalisieren.
Oft heilt die Blasenentzündung ohne Folgen aus, kann aber immer wieder und das teilweise sehr häufig auftreten.
In einigen, jedoch seltenen Fällen kommt es zu teils lebensbedrohlichen Komplikationen, die notfallmäßige ärztliche Behandlung erfordern.
Komplizierter vs. unkomplizierter Verlauf
Der Verlauf lässt sich in unkompliziert und kompliziert einteilen.
Somit richtet er sich nach der Ursache und den individuellen Risikofaktoren.
Nicht jede Blasenentzündung muss antibiotisch behandelt werden.
Gerade junge Frauen, die kaum Symptome haben, brauchen kein Antibiotikum. Teilweise merken manche nicht einmal, dass sie eine Blasenentzündung haben.
Bei Risikogruppen, wie zum Beispiel Schwangeren, kann es jedoch zu Komplikationen und auch Frühgeburten kommen.
Auch ältere Personen sind gefährdet und können besonders, wenn der Harnwegsinfekt bzw. die Blasenentzündung nicht erkannt wird, eine Sepsis (Blutvergiftung) erleiden, die einen Notfall darstellt und umgehend behandelt werden muss.
In der Regel lassen sich Blasenentzündungen aber gut antibiotisch behandeln.
Bei einer Blasenentzündung können in seltenen Fällen verschiedene Komplikationen auftreten.
Hierzu zählen unter anderem:
In der Regel legen sich die Beschwerden innerhalb von ein paar Tagen.
Besonders nach Antibiotikagabe sollten die Symptome innerhalb von etwa 72 Stunden verschwinden.
Falls nach dieser Zeit keine Besserung der Symptome auftritt, sollte eine erneute ärztliche Vorstellung erfolgen.
Nicht jede Blasenentzündung lässt sich vorbeugen.
Es existieren jedoch einige Maßnahmen für einen bestmöglichen Schutz.
Eine Blasenentzündung, die durch Bakterien verursacht wird, kann in seltenen Fällen ansteckend sein.
Der häufigste direkte Übertragungsweg ist hierbei Geschlechtsverkehr.
Die Blasenentzündung kann nur die Schleimhaut der Blase betreffen, also der innersten Schicht zum Lumen gerichtet (auch Urothel genannt), oder aber die gesamte Wand der Harnblase
Hier besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung weiter ausbreitet.
Betroffen sind vor allem Frauen.
Jedes Alter ist möglich, in der Regel sind aber vor allem Frauen über dem 50. Lebensjahr betroffen.
Bei ca. 25% der Frauen treten Blasenentzündungen immer wieder im Leben auf.
Männer sind eher selten betroffen, dann vor allem während der Geschlechtsreife oder bei Vorerkrankungen, wie z. B. einer Prostatahyperplasie (diese drückt auf die Harnröhre und stellt eine Abflussbehinderung dar).
Kinder können durchaus von Blasenentzündungen betroffen sein.
Harnwegsinfekte zählen zu den häufigsten Infektionen im Kindesalter.
Die Symptome sind etwas anders als bei Erwachsenen. Kinder zeigen je nach Alter bei einer Blasenentzündung folgendes:
Säuglinge (0–1 Jahre):
Bei Säuglingen wird häufig Zahnen als Grund für die Symptomatik angesehen.
Man sollte aber immer einmal den Urin untersuchen, um eine mögliche Blasenentzündung auszuschließen.
Kleinkinder (1-5 Jahre):
Schulkinder:
Auch bei Kindern sind Mädchen häufiger betroffen als Jungen.
Besonders in der Schwangerschaft sind Frauen anfälliger für Blasenentzündungen.
Durch hormonelle Umstellungen erweitert sich die Harnröhre, sodass Bakterien und andere Keime leichter aufsteigen und in der Blase zu einer Entzündung führen können.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.