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pfeilWas ist das?

Dem Schwarz-Bartter-Syndrom liegt eine Überproduktion des Hormons ADH (antidiuretisches Hormon, Vasopressin) zugrunde. Das ADH wird im Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) produziert, im Hinterlappen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gespeichert und von dort ins Blut abgegeben. ADH wirkt primär auf die Nieren und greift in den Wasser- und Elektrolythaushalt ein, indem es die Wasserausscheidung verringert und so den Harn konzentriert.

Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 1/800.000 p.A.
Alters FaktenAlterab Kind
Geschlecht FaktenGeschlechtk. A.
pfeilIst das gefährlich?

Das Schwartz-Bartter-Syndrom ist gefährlich. Vor allem, wenn es im Zusammenhang mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom auftritt.

Sind Medikamente die Auslöser, kommt es meist nach dem Absetzen zu einer Besserung der Symptomatik

pfeilWann zum Arzt?

Anhaltende Übelkeit und Erbrechen sowie dauerhafte Kopfschmerzen solltest Du unabhängig der Ursache immer ärztlich abklären lassen.

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Ursachen Schwarz-Bartter-Syndrom

  • Kleinzelligen Bronchialkarzinom – in über 80 % der Fälle ist das Schwartz-Bartter-Syndrom (auch Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion genannt) mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom vergesellschaftet. 
  • Übermäßige Produktion von ADH – in seltenen Fällen liegt dem Krankheitsbild eine eigenständige übermäßige Produktion von ADH im Hypophysenhinterlappen zugrunde.
    • Störungen im zentralen Nervensystem – z. B. Zustand nach Schlaganfall.
    • Infektionen – z. B. Hirnhautentzündung, Lungenentzündung durch bestimmte Erreger.
    • Medikamente – Einnahme gewisser Medikamente (z. B. trizyklische Antidepressiva) zurückzuführen ist.

 

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Symptome Schwarz-Bartter-Syndrom

In aller Regel führt das Schwartz-Bartter-Syndrom zu unspezifischen Beschwerden, wie zum Beispiel: 

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Diagnose Schwarz-Bartter-Syndrom

  • Anamnese – Patientengespräch zur Erfragung von Symptomen, Krankengeschichte, Medikamenteneinnahme usw.
  • Laboruntersuchungen – hierbei sind eine erniedrigte Natriumkonzentration im Blut (man spricht von einer Hyponatriämie) und ein konzentrierter, hypertoner Urin (dies bezeichnet man in der medizinischen Fachsprache als erhöhte Harnosmolalität) wegweisend
    • Der Spiegel von antidiuretischem Hormon (ADH) im Blut kann entweder normal oder erhöht sein, jedoch nicht erniedrigt. Eine niedrige ADH-Konzentration würde eher für das Vorliegen einer anderen Störung sprechen.
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Behandlung Schwarz-Bartter-Syndrom

Eine Heilung kann alleine durch die Behandlung des zugrunde liegenden Leidens erzielt werden. 
Zu den Therapieoptionen, die eine Kontrolle der Symptome als Ziel haben, gehören:

  • Flüssigkeitsrestriktion – weniger Trinken.
  • Medikamentös: Gabe von sogenannten Vasopressin-Antagonisten (z.B. Tolvaptan), die eine Hemmung der Zielrezeptoren von ADH in der Niere bewirken.
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Prognose

  • Die Prognose ist maßgeblich von der Ursache des Schwarz-Bartter-Syndroms abhängig.
  • Liegt dem Syndrom ein kleinzelliges Lungenkarzinom zugrunde, so muss eine ausführliche Diagnostik erfolgen, um so schnell wie möglich eine stadiengerechte Therapie einzuleiten. In frühen Stadien stehen kurative (also auf die Heilung abzielende) Behandlungskonzepte zur Verfügung, in fortgeschrittenen Stadien kommt jedoch nur noch ein palliatives Vorgehen infrage.
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Vorbeugung

Maßnahmen, um dem Schwarz-Bartter-Syndrom vorzubeugen, zielen primär auf eine Prophylaxe der möglichen grundlegenden Erkrankungen ab. 
Im Falle des kleinzelligen Lungenkarzinoms wären folgende Maßnahmen denkbar: 

  • Nikotinverzicht
  • Schutz vor beruflichen Karzinogenen – Stoffe, welche die Krebsentstehung fördern können: z. B. Metalle wie Arsen, Chrom, Nickel, Uran
  • Schutz vor umweltbedingten Faktoren – z. B. Feinstaub, Passivrauchen, Asbest
aktualisiert: 17.03.2025
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