Spinale Muskelatrophie (SMA), wenn es zu einem fortschreitendem Absterben der Nervenzellen im Rückenmark und Hirnstamm kommt.


Die Spinale Muskelatrophie ist eine Erkrankung der Motoneurone (Nervenzellen), also eine Erkrankung der Nervenzellen, welche für die Innervierung der willkürlich steuerbaren Muskulatur verantwortlich ist. Hierbei werden häufig bestimmte Veränderungen auf Chromosom 5 gefunden. (spinal=Rückenmarkszugehörigkeit, atrophie=Gewebeschwund)
Besonders Typ 1 und 2 der Spinalen Muskelatrophie sind sehr gefährliche Erkrankungen, da sie meist zum Tod führen.
Dadurch, dass bei vielen Betroffenen auch die Atemmuskulatur betroffen ist, sterben viele Betroffene an Atemversagen oder Lungenentzündungen.
Zeigt dein Kind einen unerklärlichen Muskelschwund oder bemerkst du eine Muskelschwäche, sodass bspw. das Halten des Kopfes nicht mehr möglich ist, solltest du dringend den Kinderarzt aufsuchen.
Häufig fällt dem Kinderarzt die Muskelschwäche bereits bei den Vorsorgeuntersuchungen auf.
Das Erstauftreten der Symptome bei einer spinale Muskelatrophie ist bereits im Kindesalter typisch.
Hinweis! Es existieren unterschiedliche Schweregrade, somit sind die Symptome je nach Schweregrad unterschiedlich ausgeprägt. Typ 1 ist mit einem sehr frühen Beginn und frühem Versterben des Betroffenen gekennzeichnet, Typ 3 weist einen später Beginn auf und ist häufig mit einer normalen Lebenserwartung verbunden.
Oftmals kommt es bei Verdacht einer spinalen Muskelatrophie kommt auf bei Untersuchung durch den Kinderarzt, Eltern berichten von Muskelschwäche ihrer Kinder.
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Je später Krankheit beginnt, desto besser ist Prognose.
Durch neuere Therapiemethoden ist Heilung denkbar, es gibt aber noch keine Langzeitbeobachtungen.
Da es sich bei der spinalen Muskelatrophie um eine genetische Erkrankung handelt, ist eine Vorbeugung nicht möglich.
Eine spinalen Muskelatrophie lässt sich in 4 Typen einteilen:
Zum derzeitigen Stand ist die spinale Muskelatrophie nicht heilbar.
Die Lebenserwartung bei einer spinalen Muskelatrophie ist abhängig vom TYP (Schweregrad) der Erkrankung.
Je jünger der Betroffene bei der Diagnose, desto ungünstiger ist die Lebenserwartung.
Je nach Typ der spinalen Muskelatrophie erfolgt die Diagnose meistens bereits im frühen Kindesalter.
Seit 2021 wird auch im Neugeborenen-Screening nach der Geburt direkt auf diese Erkrankung getestet.
Mütter von betroffenen Kindern verspüren während Schwangerschaft kaum oder deutlich weniger Kindsbewegungen im Mutterleib.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.