Bei einem Muskelbündelriss kommt es zum Einriss oder kompletten Riss des betroffenen Muskelbündels, welches sich häufig an Waden- oder Oberschenkelmuskulatur befindet. Von Außen lässt sich die Zerstörung des Muskelfaserbündels durch Einblutungen erkennen. Ab einem Riss von über 5 mm spricht man nicht mehr vom Muskelfaserriss, sondern vom Muskelbündelriss.

Die Muskeldystrophien sind eine Gruppe von Muskelerkrankungen, welche vererbt werden, also durch genetische Mutation ausgelöst werden und meist zu Fehlern oder einem Mangel von bestimmten wichtigen Eiweißen in der Muskulatur führen. Dadurch entsteht eine Muskelschwäche und ein Muskelschwund.

Muskelfaserrisse gehören zu den häufigsten Sportverletzungen und treten am häufigsten an den Muskeln des Oberschenkels und der Wade auf. Vor allem bei schnellem Laufen oder Sprinten entstehen solche Verletzungen, wobei die Dauer und Schwere der Verletzung unterschiedlich sein können.

Bei einem Muskelfaserriss der „Hamstrings“ kommt es zu einem Riss innerhalb der Muskeln an der Hinterseite des Oberschenkels. Das ist sehr schmerzhaft und geht oft mit einer starken Bewegungseinschränkung einher. Es ist eine sehr häufige Sportverletzung, die Prognose ist aber meist gut.

Bei einem Muskelfaserriss des “Quadrizeps” kommt es zu einem Riss innerhalb der Muskeln an der Vorderseite des Oberschenkels. Das ist sehr schmerzhaft und geht oft mit einer Bewegungseinschränkung einher. Es ist eine sehr häufige Sportverletzung, die Prognose ist aber meist gut.

Bei einem Muskelfaserriss der Muskeln in der Wade kommt es zu einem Riss innerhalb der Muskeln an der Rückseite des Unterschenkels. Das ist sehr schmerzhaft und geht oft mit einer Bewegungseinschränkung einher. Es ist eine sehr häufige Sportverletzung, die Prognose ist aber fast immer gut.

Bei einem Muskelkater kommt es, meist einen Tag nach starker sportlicher Betätigung, zum Riss von Eiweißfäden in den einzelnen Muskelfasern und folglich zu Entzündungen im betroffenen Gebiet. Diese Entzündungen sind für die typischen Beschwerden beim Muskelkater verantwortlich. Je nach Schwere des Muskelkaters kann es zu starken Schmerzen im betroffenem Muskel kommen.

Unter einem Muskelkrampf versteht man eine willkürliche, meist kurz andauernde Muskelzuckung. Diese ist meist schmerzhaft und kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

Wird ein Muskel, meist infolge einer ruckartigen Bewegung, überdehnt, kann es zu einer Muskelzerrung kommen. In den kleinsten Einheiten der Muskelfasern, den sogenannten Myofibrillen, entstehen kleine Verletzungen. Reißt eine ganze Muskelfaser, spricht man vom Muskelfaserriss, reißt sogar ein Muskelbündel, spricht man vom Muskelbündelriss. Die Muskelzerrung ist also die leichteste Form der Muskelverletzung. Wie auch bei einem Muskelfaserriss sind am häufigsten Oberschenkel und Waden von einer Muskelzerrung betroffen.

Unter einem Myofaszialem Schmerzsyndrom, kurz MMS versteht man eine chronische Schmerzstörung des Körpers mit anhaltenden, lokalisierten Schmerzen des Bewegungsapparates, ohne dass eine rheumatische, neurologische oder entzündliche Ursache zugrunde liegt. Besonders betroffen sind Menschen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Es ist die häufigste Ursache von lokal begrenzten Muskelbeschwerden.

Bei der Polymyositis handelt es sich um eine Erkrankung der Skelettmuskulatur, bei der sich diese chronisch entzündet. Um die Gefäße herum setzen sich Lymphozyten, also weiße Blutkörperchen ab. Zusätzlich kann von der Erkrankung auch die Haut betroffen sein, dann spricht man von einer Dermatomyositis.

Die Spinale Muskelatrophie ist eine Erkrankung der Motoneurone (Nervenzellen), also eine Erkrankung der Nervenzellen, welche für die Innervierung der willkürlich steuerbaren Muskulatur verantwortlich ist. Hierbei werden häufig bestimmte Veränderungen auf Chromosom 5 gefunden. (spinal=Rückenmarkszugehörigkeit, atrophie=Gewebeschwund)
