Hüftluxation (ausgekugeltes Hüftgelenk), wenn aufgrund einer Gewalteinwirkung der Oberschenkelkopf aus der Hüftpfanne springt.

Erfahrungs Bericht
Von einer Hüftluxation spricht man, wenn der Hüftknochen, genauer gesagt der Hüftkopf, aus der Hüftgelenkspfanne heraustritt und somit das Gelenk nicht mehr so steht, wie normal. Da das Gelenk durch Bänder verstärkt wird, tritt eine solche Luxation („Auskugeln“) eher nach Unfällen mit großer Gewalt auf. Von einer Luxation sind entweder Menschen mittleren Alters aufgrund von Verkehrsunfällen betroffen, oder ältere Personen nach einem Ersatz des Gelenks. Menschen mit sogenannten Hypermobilitätssyndromen, wie zum Beispiel dem Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom nAnna Freundteigen generell zum Auskugeln von Gelenken.
An sich ist das Auskugeln eines Gelenks an sich nicht gefährlich im Sinne von lebensbedrohlich.
Je nach Ursache des Auskugelns kann ein Unfall zugrunde liegen, der je nach Art der Verletzungen durchaus gefährlich werden kann.
Außerdem wird bei jedem Auskugeln oder auch bei jedem Bruch der „physiologische“ (normale) Zustand des Gelenks und Knochens sowie der Bänder und Muskeln gestört, sodass es danach zu Funktionseinschränkungen und anhaltenden Schmerzen kommen kann.
Da am ehesten ein Unfall vorliegt und die Betroffenen meist nicht mehr laufen können, muss ein Rettungsdienst gerufen werden.
Wenn das Bein verkürzt und verdreht ist und es zu sehr starken Schmerzen in der Hüfte kommt, ist eine Luxation sehr wahrscheinlich.
Bei der angeborenen Form sollte man immer auf die Beinhaltung und Beweglichkeit der Kinder achten.
Wenn einem da etwas komisch vorkommt, die Kinder zum Beispiel das Bein nicht richtig bewegen können oder untröstlich sind, sollte man den Kinderarzt aufsuchen.
Man kann die Art der Hüftluxation („Auskugelns des Hüftgelenks“) anhand der Richtung, in die sich der Hüftknochen bewegt, einteilen.
Man unterscheidet:
Weiterhin kann man zwischen einer angeborenen Form und einer erworbenen (unfallbedingten) Hüftluxation unterscheiden.

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Man kann teilweise anhand der Fehlstellung des Beines die Richtung der Luxation erkennen.
Die Prognose bei einer Hüftluxation hängt von der Art der Verletzung und auch den Begleitverletzungen ab.
Je weniger Komplikationen, und wenn keine weiteren Verletzungen auftreten, ist die Prognose gut.
Die Prognose hängt auch vom Unfallhergang ab.
Wenn es die einzige Verletzung ist, ist die Prognose ganz gut, allerdings entwickeln viele Betroffene im Laufe des Lebens eine Arthrose im Hüftgelenk.
Ein Training (Muskelaufbau) der hüftstabilisierenden Muskulatur ist daher auf lange Sicht extrem wichtig.
Aufgrund der Vorschädigung kommt es nämlich schneller zu Verschleißerscheinungen im Hüftgelenk.
Letztendlich kann man Unfällen nicht wirklich vorbeugen, allerdings ist der wirksamste Schutz gegen solch eine Verletzung, sich anzuschnallen und die Beine niemals nach oben auf das Armaturenbrett des Autos zu legen.
Nach einem Einsatz von künstlichen Hüftgelenken sollte ein ausreichender Muskelaufbau angestrebt werden, um das Gelenk zu stabilisieren.
Das Hüftgelenk ist ein sehr bewegliches Gelenk, das durch viele Muskeln gestützt wird.
Generell empfehlt sich eine gute Muskulatur rund um das Hüftgelenk.