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pfeilWas ist das?

Ist die schützende Schleimhaut des Magens gereizt oder geschädigt, kann sich diese entzünden (Gastritis). Meistens sind Bakterien oder die Einnahme von Schmerzmitteln die Ursache. Man unterscheidet eine Akute von einer chronischen Gastritis. Während erstere Beschwerden auslöst, die oftmals schnell abklingen, bleibt letztere häufig lange unbemerkt.

pfeilIst das gefährlich?

In der Mehrzahl der Fälle ist eine Magenschleimhautentzündung ungefährlich und heilt folgenlos aus.

Ist die Magenschleimhaut jedoch dauerhaft gereizt, kann es zu chronischen Schleimhautschädigungen und der Entwicklung von Magengeschwüren kommen.

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pfeilWann zum Arzt?

Einen Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologe) solltest Du aufsuchen, wenn eine Magenschleimhautentzündung nicht von alleine verschwindet, bzw. die Umstellung der Lebensgewohnheiten zu keiner Besserung der Symptome führt.

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Anatomie

Die Magenschleimhaut bildet die Magensäure und Stoffe, die an der Verdauung beteiligt sind. Zudem bedeckt die Magenschleimhaut den Magen mit einer dicken Schleimschicht.

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Einteilung & Formen

Unterscheidung nach Dauer:

  • chronischer Magenschleimhautentzündung
  • akuter Magenschleimhautentzündung

Unterscheidung nach Ursachen:

  • Typ-A-Magenschleimhautentzündung (5%): automimmunbedingt
  • Typ-B-Magenschleimhautentzündung (85%): bakteriell bedingt
  • Typ-C-Magenschleimhautentzündung: chemisch bedingt/ Medikamente
  • Typ-D-Magenschleimhautentzündung: Sonderfolmen
  • Typ-R-Magenschleimhautentzündung: Refluxösophagitis
  • Stauungsgastritis: Gastritis bei Rechtsherzinsuffizienz
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Ursachen Magenschleimhaut- entzündung

  • Übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin
  • Häufiger Konsum von Kaffee und scharfen Gewürzen
  • Häufige, hochdosierte Einnahme von Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) oder Cortison
  • Seelischer Stress
  • Lebensmittelvergiftung durch Bakterien (Staphylokokken, Salmonellen) (Gastritis ist dann ansteckend!)
  • Mechanische Reizung (Fremdkörper, Magensonde)
  • Verätzungen durch Säuren oder Laugen
  • Körperlicher Stress wie bei Langzeit-Beatmungen, großen Operationen, Schädel-Hirn-Trauma
  • Leistungssport
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Symptome Magenschleimhaut- entzündung

  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • Aufstoßen
  • Appetitlosigkeit
  • Blähbauch
  • Bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung sind häufig keine oder nur leichte Beschwerden spürbar
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Diagnose Magenschleimhaut- entzündung

  • Anamnese (Erfragen der typischen Symptome) durch den Arzt
  • Ultraschalluntersuchung, um andere Ursachen neben einer Magenschleimhautentzündung auszuschließen
  • Diagnosesicherung durch Magenspiegelung (Gastroskopie) beim Gastroenterologen mit Gewebeentnahme der Magenschleimhaut
  • Helicobacter-Infektion kann durch Gewebeprobe, Atemtest oder Stuhltest nachgewiesen werden
  • Bei Verdacht auf A-Gastritis (Autoimmungastritis) muss eine Blutabnahme zur Bestimmung von Antikörpern erfolgen
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Behandlung Magenschleimhaut- entzündung

  • Abhängig von Stärke der Magenschleimhautentzündung, Beschwerden und Ursachen
  • Nicht-medikamentöse Behandlung
    • Alkohol- und Nikontinverzicht
    • Schonkost
    • Kaffee und scharfe Speisen meiden
    • 1–2 Tage nichts oder nur kleine Portionen essen
    • Wenn Stress die Ursache ist, bieten sich Maßnahmen zur Stressreduktion an
  • Medikamentöse Behandlung
    • Bei anhaltenden Beschwerden oder starken Schmerzen werden Säurehemmer gegeben
      • Antazida (Aluminium- / Magnesiumhydroxid) neutralisieren Magensäure
      • Protonenpumpenhemmer (Omeprazol/Pantoprazol) hemmen die Bildung von Magensäure
      • H2-Rezeptor-Antagonisten (Famotidin) hemmen die Bildung von Magensäure
    • Bei Gastritis durch Helicobacter-Infektion: Kombination Protonenpumpenhemmer mit 2-3 Antibiotika für 1-2 Wochen
    • Sind Schmerzmittel die Ursache, können diese nach Absprache mit dem Arzt umgestellt werden oder ein säurehemmendes Medikament dazugegeben werden
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Medikamente

  • Protonenpumpenhemmer blockieren die Säurebildung
  • Antihistaminika drosseln die Magensäureproduktion.
  • Antazida. Diese puffern die Magensäure ab.
  • Prokinetika reduzieren die Übelkeit
  • Des Weiteren kommen krampflösende und verdauungsfördernde Medikamente zum Einsatz.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Prognose

  • Eine akute Magenschleimhautentzündung (Gastritis) hat eine gute Prognose und heilt meist vollständig aus
  • Selten treten bedrohliche Blutungen auf oder es kommt zu einem Magengeschwür
  • Eine chronische Gastritis kann meist gut behandelt werden, die Prognose ist schlechter, wenn sie nicht behandelt wird, da so das Risiko für Magenkrebs erhöht ist
  • Normale Lebenserwartung
  • Bei chronischer Gastritis sollte alle 3 Jahre eine Magenspiegelung erfolgen
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Komplikationen

  • Aufgrund einer Magenschleimhautentzündung kann sich ein Magengeschwür entwickeln.
  • Bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung kann sich eine Blutarmut entwickeln.
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Dauer

Die Dauer einer Magenschleimhautentzündung lässt sich nur schwer vorhersagen. Die Dauer schwankt zwischen wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.
Die akute Form der Magenschleimhautentzündung klingt meist nach ein bis zwei Tagen von alleine ab.

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Vorbeugung

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Scharfe Speisen meiden
  • Stressabbau
  • Rauchverzicht
  • Alkoholgenuss nur in Maßen
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Ansteckung & Übertragung

Im Normalfall ist die Magenschleimhautentzündung nicht ansteckend. Sie entsteht meist durch reizende Substanzen oder auch Stress.

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Zahlen & Statistiken

  • Ca. jeder 5. bekommt im Laufe seines Lebens eine ärztlich indizierte Magenschleimhautentzündung.
  • Die Zahl der real Betroffenen liegt deutlich höher.
  • Älter Menschen sind häufiger betroffen.
  • Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Epidemiologische FaktenHäufigkeitoft
Alters FaktenAlter~ 45 - 60
Geschlecht FaktenGeschlechtw < m
aktualisiert: 02.12.2024
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