Mausarm (RSI-Syndrom oder Repetitive-Strain-Injury-Syndrom), wenn es durch einseitige, wiederholende Bewegung zu Schmerzen im Arm-Schulter-Nackenbereich kommt.


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Ja, den Mausarm, oder auch als Maushand bzw. Sekretärinnen-Krankheit bezeichnet gibt es wirklich. Beim Mausarm, auch RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury) genannt, handelt es sich um ein Beschwerdebild der Hand/ Arm- und Nackenregion. Hierbei können sowohl die Hand, als auch die Arm- und Schulterregion betroffen sein.
Der Mausarm ist ungefährlich, kann jedoch im Alltag und Berufsleben lästig werden.
Bei anhaltenden Beschwerden über mehr als eine Woche solltest Du einen Orthopäden zur Abklärung der Ursache und einer möglichen Therapieeinleitung aufsuchen.
Beachte! Das Wort Syndrom deutet darauf hin, dass es sich beim Mausarm um einen Symptomkomplex handelt.
Wo genau treten die Schmerzen / Beschwerden auf?
Oft im Unterarm, Handgelenk, äußere Ellenbogenregion, selten Schulter/Nacken.
Seit wann bestehen die Beschwerden?
Oftmals Wochen bis Monate, die Schmerzen sind meist langsam zunehmend.
Treten die Schmerzen vor allem bei Arbeit am Computer / Mausbenutzung auf?
Ja, verstärkt beim Tippen, Mausbewegung und längerem Arbeiten am Computer. Oft mehr als 4 Stunden.
Bessern sich die Schmerzen in Ruhe?
Es wird besser in Ruhe, evtl. kaum bis gar keine Schmerzen nachts.
Kommt es zu Sensibilitätsstörungen?
Manchmal ein Kribbeln, v. a. im Daumen, Zeige- oder Mittelfinger.
Ist die Beweglichkeit eingeschränkt?
In einigen Fällen, aber kein Totalausfall
Kommt es zu einem Kraftverlust?
Nicht selten ist die Kraft ein wenige bei Zufassen leicht eingeschränkt.




Der Mausarm entsteht in vielen Fällen durch die monotone Arbeit am Computer.
Achtung! Eine Chronifizierung der Schmerzen durch Ignorieren sollte auf jeden Fall vermieden werden.
Wie lang genau die Beschwerden bei einem Mausarm bestehen bleiben, ist pauschal schwer zu beantworten und hängen von mehreren Faktoren ab:
Es handelt sich um vermeidbare Beschwerden, durch richtiges und konsequentes Verhalten lässt sich ein Mausarm vermeiden.
Ein Mausarm ist für die betroffene Person schmerzhaft und unangenehm, beeinflusst aber weder die Schwangerschaft, noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Unterarmmuskulatur, Sehnenansätze am Epicondylus medialis/lateralis, Ellenbogengelenk, Hand- und Fingerbeuger/-strecker, Nerven (N. medianus, N. ulnaris, N. radialis) |
| Differentialdiagnose | Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Karpaltunnelsyndrom, Tendinitis, Bursitis, Nervenkompression, Arthrose |
| Medikamente | NSAR, Analgetika, ggf. topische Schmerzmittel, Muskelrelaxanzien |
| Epidemiologie | häufig bei Büroangestellten, IT-Profis, Gamern; oft Erwachsenen mittleren Alters; steigende Prävalenz durch intensive Computerarbeit |
| Prognose | gut bei frühzeitiger Intervention; chronische Beschwerden möglich bei dauerhafter Fehlbelastung oder fehlender Therapie |
| Verlauf | initial belastungsabhängiger Schmerz und Steifigkeit → chronisch: dauerhafte Schmerzen, Kribbeln, Kraftverlust, Bewegungseinschränkung |
| Pathophysiologie | Mikrotraumen durch repetitive Bewegungen, statische Belastung, Überlastung der Sehnenansätze und Muskeln; evtl. entzündliche Reaktion oder degenerative Veränderungen |
| Komplikation | Chronische Schmerzen, Sehnenentzündungen, Nervenirritationen (Kribbeln, Taubheit), Kraftverlust, Bewegungseinschränkung |
| Behandlung | Ergonomische Anpassung von Arbeitsplatz und Maus/Tastatur, regelmäßige Pausen, Dehn- und Kräftigungsübungen, Physiotherapie, NSAR, ggf. Orthesen, Stressreduktion |
| Primärvorbeugung | Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, richtige Sitz- und Armhaltung, regelmäßige Pausen, Kräftigung der Unterarm- und Schultermuskulatur |
| Sekundärvorbeugung | Frühzeitige Behandlung bei ersten Schmerzen, Anpassung der Arbeitsbelastung, kontinuierliche Dehn- und Kräftigungsübungen |
| Risikofaktoren | Repetitive Bewegungen, statische Haltung, Bildschirmarbeit, schlechte ergonomische Bedingungen, psychischer Stress, untrainierte Muskulatur |
| Anzeichen | Schmerzen im Ellenbogen, Unterarm oder Handgelenk, Steifigkeit, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Kraftverlust, Verschlechterung bei wiederholter Belastung |
| Stadien | Frühstadium: belastungsabhängiger Schmerz → Mittleres Stadium: Schmerzen auch bei leichten Tätigkeiten → Chronisches Stadium: dauerhafte Beschwerden, Kraftverlust, Bewegungseinschränkung |
| Diagnostik | Klinische Untersuchung, Funktions- und Krafttests, Ultraschall oder MRT bei unklaren Befunden, Ausschluss anderer Erkrankungen (Tennisellenbogen, Nervenkompression) |
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