Morbus Panner, wenn es zu einem Absterben von Knochenteilen des Ellenbogens kommt. (Hans Jessen Panner, 1870 – 1930)

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Beim Morbus Panner handelt es sich um eine schmerzhafte Erkrankung des Ellenbogens, bei der es durch meist ungeklärte Ursachen zu einem Absterben von Knochenbereichen des Ellenbogens kommt. Es kommt zu Beschwerden und Bewegungseinschränkungen.
Bei einem Morbus Panner handelt es sich zwar nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, es kann jedoch zu Spätfolgen kommen, weswegen man die Erkrankung nicht auf die leichte Schulter nehmen und auf jeden Fall ordentlich therapieren sollte.
Einen Orthopäden solltest Du aufsuchen, wenn:
Hinweis! Beim Morbus Panner ist eine Durchblutungsstörung der Wachstumsfuge erkennbar.



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Bei einem Morbus Panner lässt sich oftmals eine Schwellung oder Rötung im Bereich des Ellenbogens feststellen.
Mit frühzeitiger Diagnose und Therapie ist die Prognose bei einem Morbus Panner gut.
Mit einer Belastungspause ist eine vollständige Regeneration des Knochens möglich.
Je länger man jedoch bis zur Diagnose braucht, desto höher ist das Risiko für eine Chronifizierung der Schmerzen, wodurch es zu Komplikationen (Deformationen des Ellenbogengelenks, Verwachsungen von Faszien, eingeschränkter Bewegungsradius etc.) kommen kann.
Der Morbus Panner ist eine Erkrankung mit chronischem Verlauf, die sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken kann.
Zu Komplikationen kann es kommen, wenn die Diagnose Morbus Panner sehr spät gestellt wird.
Beachte! Als Folge einer Komplikation können chronische Schmerzen im Ellenbogen auftreten.
Die Dauer der Heilung ist stark abhängig vom Stadium der Knochennekrose. Die Belastungspause und Regeneration des Knochens dauert in der Regel mehrere Monate.
Bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Schonung des Ellenbogens kann eine Heilung bereits früher eintreten.
Bei später Diagnose kann eine Heilung durchaus mehr als ein Jahr betragen.
Da die genaue auslösende Ursache beim Morbus Panner (noch) nicht bekannt ist, gibt es leider auch keine wirksamen Vorbeugungsmaßnahmen.
Morbus Panner lässt sich in 4 Stadien einteilen.
Der Morbus Panner tritt in den meisten Fällen bei Kindern und jungen Heranwachsenden auf.
Die Empfehlungen zur Behandlung eines Morbus Panner unterscheiden sich für Schwangere nicht von anderen Patientengruppen.
Der Morbus Panner ist für die betroffene Person schmerzhaft und unangenehm, beeinflusst aber weder die Schwangerschaft, noch die Entwicklung des Kindes.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Kapitulum humeri (lateraler Teil des Humerus), Gelenkknorpel, Wachstumsfuge bei Kindern, Gelenkkapsel und umliegende Muskulatur |
| Differentialdiagnose | Osteochondritis dissecans, Ellenbogenarthrose, Epikondylitis, Frakturen, Infektiöse Arthritis |
| Medikamente | NSAR, Analgetika, ggf. Eis-/Kältebehandlung; operative Medikamente selten notwendig |
| Epidemiologie | häufig bei Jungen zwischen 5–10 Jahren; meist einseitig betroffen; seltener Mädchen |
| Prognose | meist gut; selbstlimitierend mit vollständiger Heilung nach Ruhigstellung; selten bleibende Bewegungseinschränkung |
| Verlauf | Schmerz bei Belastung, v. a. Wurf- oder Schlagbewegungen; Schwellung möglich; spontan rückläufig nach 6–12 Monaten |
| Pathophysiologie | Durchblutungsstörung der Epiphyse des Kapitulums führt zu aseptischer Nekrose; Mikrotraumen durch repetitive Belastung fördern Erkrankung |
| Komplikation | selten bleibende Gelenkdeformität, Bewegungseinschränkung, sekundäre Osteochondritis dissecans |
| Behandlung | Belastungsreduktion, Schonung, Physiotherapie nach Schmerzfreiheit, gelegentlich kurzzeitige Ruhigstellung; operative Therapie selten erforderlich |
| Primärvorbeugung | Vermeidung übermäßiger wiederholter Belastung bei Kindern, Trainingstechniken anpassen, Pausen einhalten |
| Sekundärvorbeugung | Früherkennung von Belastungsschmerzen, rechtzeitige Trainingsanpassung, kontinuierliche Beobachtung der Beweglichkeit |
| Risikofaktoren | Jungen 5–10 Jahre, intensive Sportarten mit Wurfbewegungen (Baseball, Handball, Tennis), Mikrotraumen, rasches Wachstum |
| Anzeichen | Schmerz über dem lateralen Ellenbogen, Einschränkung der Beugung/Streckung, evtl. Schwellung, Druckschmerz am Kapitulum |
| Stadien | Frühstadium: belastungsabhängiger Schmerz → Mittleres Stadium: Schwellung, eingeschränkte Beweglichkeit → Spätstadium: Rückbildung der Epiphyse, Heilung |
| Diagnostik | Klinische Untersuchung, Röntgen (Epiphysenveränderungen, Verdichtung, Fragmentierung), ggf. MRT zur Beurteilung von Knorpel und Epiphyse |