Schleimbeutenentzündung im Ellenbogen (Bursitis olecrani), wenn sich die knöcherne Spitze des Ellenbogens entzündet.


Als Bursitis olecrani wird die Entzündung des Schleimbeutels über dem Olecranon bezeichnet. Er wird auch häufig “student’s elbow” (Studentenellenbogen) genannt, da das Abstützen des Ellenbogens am Schreibtisch längerfristig auch die Ursache für eine Schleimbeutelentzündung sein kann.
Eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen (Bursitis olecrani) ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch auf Dauer zu Schäden am Ellenbogen führen und somit die Lebensqualität negativ beeinflussen.
Vor allem im Falle einer chronischen Entzündung kann es zu Problemen kommen, wenn diese nicht frühzeitig diagnostiziert und angemessen therapiert wird.
Es kann zur dauerhaften Schädigung und damit auch Bewegungseinschränkung des Gelenks kommen.
Zudem besteht bei einer bakteriellen Entzündung die Gefahr, dass die Erreger ins Blut gelangen und in seltenen Fällen eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen.
Viele Fälle der Bursitis olecrani lassen sich allein mit konservativen Behandlungsmethoden wie Kühlen, Schmerzmittelgabe und Schonen therapieren.
Schwieriger wird es bei einem bakteriellen Infekt.
Auch hier gilt, wie bei vielen anderen Erkrankungen, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen, um längerfristige Folgen zu vermeiden.
Das Ellenbogengelenk (Articulatio cubiti) besteht aus 3 Teilen und ist die Verbindung von Oberarmknochen (Humerus) und den zwei Unterarmknochen Speiche und Elle.
Der Ellenbogen ermöglicht uns Menschen das Beugen und Strecken des Unterarms gegen den Oberarm, sowie die Drehung des Unterarms.
Der Schleimbeutel des Ellenbogens ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Gewebebeutel und wirkt wie eine Art Polster bei Bewegungen.
Eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen kann folgendermaßen eingeteilt werden:
Generell sollte man bei jeder Schleimbeutelentzündung zunächst ausschließen, ob es sich um eine bakterielle Entzündung handelt.
Beachte! Eine Schleimbeutelentzündung des Ellenbogens wird nur in sehr seltenen Fällen durch Bakterien verursacht.
Hinweis! Je früher die Diagnose, desto einfacher gestaltet sich die Behandlung und besser die Prognose.




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Bei einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen kommt es oftmals zu einer äußerlich sichtbaren Rötung und Schwellung des Ellenbogens.
Die Behandlung der Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen richtet sich nach der Ursache. Handelt es sich um eine bakterielle Entzündung, muss mit Antibiotika behandelt werden.
Behandlung je nach Art der Schleimbeutelentzündung
Die Prognose der Bursitis ist bei frühzeitiger Diagnose relativ gut, jedoch hängt diese von verschiedenen Faktoren wie:
Insgesamt ist davon auszugehen, dass bei einem chronischen Verlauf eine längere Behandlung erfolgt. Wenn keine bakterielle Infektion vorliegt, ist diese auch allein mit konservativen Methoden gut zu behandeln.
Die Dauer einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen hängt von Faktoren wie der Ursache, der Schwere der Erkrankung und der gewählten Behandlungsmethode ab.
Wenn es zu einer Bursektomie, also einem Entfernen des Schleimbeutels, kommt, sollte der Ellenbogen für einige Wochen geschont werden. Der Körper bildet einen neuen Schleimbeutel.
In einigen Fällen lässt sich die Schleimbeutelentzündung schwer vorbeugen, wenn es sich beispielsweise um einen Unfall oder eine bakterielle Entzündung handelt.
Dennoch kann man bei einer chronischen Entzündung auf einige Dinge achten
Eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen tritt vor allem an der knöchernen Spitze des Ellenbogens (Olecranon) auf.
Eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen (Bursitis olecrani) kann man in verschiedene Phasen einteilen.
Kinder sind nur sehr selten von einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen betroffen.
Eine lokale Entzündung ist für das Kind nicht gefährlich. Komplizierter wird es bei einer bakteriellen Infektion, die in seltenen Fällen zu einer Sepsis geführt hat.
Eine Schleimbeutelentzündung des Ellenbogens beschränkt sich auf die betroffene Region und gefährdet in der Regel weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes. Sollte sich die Entzündungsreaktion aber systematisch im Körper ausbreiten oder der Entzündung eine andere Erkrankung zugrunde liegen, kann dies sehr wohl gefährlich für das Ungeborene werden.
Daher sollte in jedem Fall eine Untersuchung der Beschwerden und eine Ursachenabklärung beim Arzt erfolgen.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Bursa olecrani (Schleimbeutel über dem Olekranon), Ellenbogengelenk, Gelenkkapsel, umliegende Muskulatur und Sehnen |
| Differentialdiagnose | Ellenbogenluxation, Fraktur, Tendinitis, Epicondylitis, Infektiöse Arthritis, Gicht |
| Medikamente | NSAR, Analgetika, Kortikosteroidinjektionen bei nicht-infektiöser Bursitis, Antibiotika bei bakterieller Infektion |
| Epidemiologie | häufig bei Erwachsenen, Männer etwas häufiger; oft berufs- oder sportbedingt durch Druck oder Trauma auf den Ellenbogen |
| Prognose | gut bei frühzeitiger konservativer Therapie; akute infektiöse Bursitis kann eine längere Behandlung erfordern |
| Verlauf | akut: Schwellung, Schmerz, Rötung → subakut: Rückbildung der Schwellung, reduzierte Beweglichkeit → chronisch: wiederkehrende Beschwerden bei Druckbelastung |
| Pathophysiologie | Entzündung der Bursa olecrani durch Mikrotraumen, Druck, Infektion oder systemische Erkrankungen (z. B. Gicht, Rheuma) |
| Komplikation | chronische Bursitis, Infektion (septisch), Verkalkung, Bewegungseinschränkung, selten Fistelbildung |
| Behandlung | Ruhigstellung, Druckentlastung, Kühlung, NSAR, Physiotherapie, Punktion oder operative Entfernung bei chronischer oder septischer Bursitis, Antibiotika bei Infektion |
| Primärvorbeugung | Druckentlastung, Schutzpolster bei Sport oder Beruf, Vermeidung wiederholter Mikrotraumen |
| Sekundärvorbeugung | Frühe Behandlung bei ersten Beschwerden, kontinuierliche Schutzmaßnahmen, ergonomische Anpassungen |
| Risikofaktoren | Repetitive Druckbelastung auf den Ellenbogen, Trauma, Infektionen, rheumatische Erkrankungen |
| Anzeichen | Schwellung über dem Olekranon, Schmerz bei Druck, Rötung, Wärmegefühl, Bewegungseinschränkung, evtl. Eiter bei Infektion |
| Stadien | Akut: Schmerz und Schwellung → Subakut: Rückbildung der Symptome → Chronisch: wiederkehrende Beschwerden, evtl. Verkalkung oder Fistelbildung |
| Diagnostik | Klinische Untersuchung, Ultraschall, Röntgen (zur Ausschlussdiagnose), Labor (bei Infektion: CRP, BSG, Leukozyten), ggf. Punktion zur mikrobiologischen Abklärung |