Ellenbogenarthrose (Cubitalarthrose), wenn es zu einer stetigen Abnutzung des Knorpels im Ellenbogengelenk kommt.

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Die Arthrose allgemein, und somit auch die Ellenbogenarthrose, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die hauptsächlich den Knorpel betrifft. Eine Ellenbogenarthrose beschreibt dabei eine nicht-entzündliche, degenerative Veränderung des Knorpels. Der Knorpel (Cartilago) umgibt den Knochen an den Reibungsstellen in den Gelenken und sorgt dadurch für eine bessere Gleitfähigkeit bei der Bewegung. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Verschleißerscheinungen, die durch Risikofaktoren wie Gelenkfehlstellungen verstärkt werden können. Die Patienten klagen über Schmerzen im Ellenbogen, die sich im Verlauf der Erkrankung zunehmend verschlechtern. Die Therapie beruht auf verschiedenen Maßnahmen und ist abhängig von dem Ausmaß der Beschwerden und dem Grad der Arthrose. Es können physikalische und medikamentöse Maßnahmen ergriffen werden. Die letzte Möglichkeit stellt ein operativer Therapieansatz dar.
Die Ellenbogenarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die im Laufe der Zeit den Knorpel im Ellenbogengelenk abnutzt.
Ob die Ellenbogenarthrose als „gefährlich“ betrachtet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Schweregrad der Erkrankung, die Auswirkungen auf die Lebensqualität, die Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten und wie gut die Erkrankung kontrolliert werden kann.
Im Allgemeinen wird die Ellenbogenarthrose nicht als lebensbedrohliche Krankheit angesehen, wie es bei einigen anderen medizinischen Zuständen der Fall sein kann.
Dennoch kann die Ellenbogenarthrose erhebliche Schmerzen, Einschränkungen der Beweglichkeit und Beeinträchtigungen der Lebensqualität verursachen.
Eine fortgeschrittene Arthrose kann dazu führen, dass das Ellenbogengelenk stark geschädigt wird, was zu erheblichen Funktionsverlusten führen kann.
Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn bereits die ersten Anzeichen einer Ellenbogenarthrose bemerkt oder vermutet werden.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Symptome zu lindern.
Hier sind einige Anzeichen, bei denen ein Arztbesuch ratsam ist:
Hinweis! Bei einer Ellenbogenarthrose sollte man einen Orthopäden, einen Facharzt für Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, aufsuchen.
Das Ellenbogengelenk (Articulatio cubiti) besteht aus 3 Teilen und stellt die Verbindung von Oberarmknochen (Humerus) [1] und den beiden Unterarmknochen Speiche [6] und Elle [9] (Radius und Ulna) dar.
Der Ellenbogen ermöglicht uns Menschen das Beugen und Strecken des Unterarms gegen den Oberarm, sowie die Drehung des Unterarms.
Im Gelenk treffen die Knochenstrukturen aufeinander. Aus diesem Grund besitzt der Knochen dort eine Art Schutzschicht, den sog. Knorpel (Gelenkknorpel).
Aufgrund von Verschleiß kann es jedoch dazu kommen, dass sich der Gelenkknorpel allmählich verringert.
In diesem Fall spricht man dann von einer Arthrose.
1. Einteilung nach Ursache der Entstehung
2. Einteilung nach Lokalisation der Arthrose
Die Ellenbogenarthrose entsteht tatsächliche eher selten durch degenerative Veränderungen (primäre Arthrose).
In der Regel handelt es sich um eine sekundäre Arthrose.
Ursächlich hierfür sind andere Erkrankungen, die sekundär zur Arthrose führen.
Zu diesen Erkrankungen zählen die rheumatoide Arthritis, die Bluterkrankheit (Hämophilie) oder angeborene Fehlbildungen.
Aber auch Knochenbrüche oder Auskugelungen des Ellenbogengelenks können zu einer Schädigung des Knorpels führen und so zu einer Arthrose führen.
Eine Überbelastung des Ellenbogengelenks ist beruflich bei Handwerkern und Bauarbeitern möglich. Aber auch bei übermäßigen Handballspielen und Golfen kann das Ellenbogengelenk in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ein Risikofaktor einer Ellenbogenarthrose ist eine Fehlbelastung. Aber auch frühere Knochenbrüchen oder Auskugelungen, die nicht richtig ausgeheilt sind, stellen einen Risikofaktor dar.
Beachte! Man unterscheidet zwischen einer (seltenen) „primären“ verschleißbedingten von einer „sekundären“ Form als Folge einer Erkrankung/ Verletzung.
Die Anzeichen einer Ellenbogenarthrose variieren je nach Stadium der Erkrankung.
Hinweis! Die Schmerzen unterscheiden sich nach Stadium und werden im Verlauf immer schlimmer.
Wo genau befinden sich die Schmerzen?
Die Schmerzen sind oft hinten oder seitlich im Gelenk, meist tief sitzend, großflächig.
Seit wann bestehen die Beschwerden?
Monate bis Jahre bestehende, allmählich und langsam, stetig zunehmende Schmerzen.
Sind die Schmerzen belastungsabhängig?
Schmerzen vor allem bei Bewegung, Ruhe oft beschwerdefrei. Im Verlauf (Stadium 4) auch Ruheschmerzen.
Treten Anlaufschmerzen / Morgensteifigkeit auf?
Oft leichte Steifigkeit / Schmerz in ersten Bewegungen, nach 5–10 Minuten Besserung.
Ist die Beweglichkeit eingeschränkt?
Einschränkung v. a. beim Strecken oder Beugen, evtl. 10–20° Blockade.
Geräusche im Gelenk bei Bewegung?
Leises Knirschen oder Knacken bei Bewegung oft hör und spürbar.
Kraftverlust im Arm?
Leichter bis mäßiger Kraftverlust, v. a. bei Greif- oder Druckbewegungen.
Gab es frühere Verletzungen / OP am Ellenbogen?
Evtl. alte Brüche oder Luxation, oft Jahrzehnte zurückliegend.
Gab es überbelastende Tätigkeiten?
Dauerbelastung beschleunigt Knorpelverschleiß (Tennis, Golf, Handwerk).





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Bei einer Arthose im Ellenbogen kann es unter Umständen zu einer Schwellung und Rötung im Bereich des Ellenbogens kommen.

Du möchtest wissen, wie eine Ellenbogenarthrose aussieht?
Hier klicken!Es gibt eine Reihe von verschiedenen Erkrankungen, die zu Gelenkschmerzen führen können. Meist betreffen sie verschiedene Gelenke und können genauso gut das Ellenbogengelenk betreffen.
Die wichtigsten Differentialdiagnosen sind:
Die Behandlung variiert je nach Schweregrad der Ellenbogenarthrose und kann konservative (nicht-operative) oder chirurgische Maßnahmen umfassen.
Die Behandlung einer Ellenbogenarthrose beruht auf mehreren Prinzipien.
Es können allgemeine Maßnahmen, wie dosierte Belastungs- und Entlastungsphasen, eingehalten werden.
Ein gezielter Muskelaufbau durch Krankengymnastik kann ebenfalls Abhilfe verschaffen.
Ferner kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die Arthrose positiv beeinflussen.
Eine weitere therapeutische Option ist die Anwendung von physikalischen Maßnahmen - vor allem Wärme kann Schmerzen reduzieren.
Diese kann in Form von Salben, Pflaster und Rotlicht angewendet werden.
Eine Ausnahme stellt allerdings die aktivierte Arthrose dar. Hierbei handelt es sich um ein Entzündungsschub. Die Wärme ist in diesem Fall kontraindiziert. Vielmehr sollte der Ellenbogen gekühlt werden.
Medikamentös können Analgetika (lat. Schmerzmittel) verabreicht werden, um die Schmerzen zu reduzieren.
Um die Entzündungsreaktion im Gelenk einzudämmen, können antientzündliche Substanzen zur Anwendung kommen.
Bei einem Versagen dieser Maßnahmen kann zunächst eine Gelenkspiegelung (lat. Arthroskopie) angewendet werden.
Das Ellenbogengelenk kann von innen beurteilt werden und freie Knorpelteile können entfernt werden.
Falls dies jedoch ebenfalls keine Linderung der Schmerzen verschafft, muss ein künstliches Gelenk implantiert werden.
Die meisten Patienten sind danach beschwerdefrei.
Die medikamentöse Behandlung der Ellenbogenarthrose zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu verbessern.
Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehören:
Die Prognose bei Ellenbogenarthrose hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:
Es ist wichtig zu beachten, dass die Ellenbogenarthrose eine chronisch fortschreitende Erkrankung ist.
Die Symptome können zwar durch geeignete Behandlung kontrolliert und gelindert werden, doch kann eine vollständige Wiederherstellung des Gelenks nicht immer erreicht werden.
Ein multidisziplinäres Behandlungsteam, bestehend aus Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Fachleuten, kann die Patienten dabei unterstützen, die bestmögliche Prognose und Lebensqualität zu erreichen.
Gute Nachricht! Du kannst die Prognose bei einer Ellenbogenarthrose oft selbst mit beeinflussen.
Eine Ellenbogenarthrose verläuft progredient, das bedeutet, die Erkrankung schreitet immer weiter fort.
Im Anfangsstadium hat man kaum Symptome.
Lediglich in einem Röntgenbild kann man die Abnahme der Knorpeldicke feststellen.
Mit der Zeit treten Schmerzen bei leichter Belastung auf.
Diese Schmerzen werden aber immer schlimmer und treten irgendwann auch in Ruhe und in der Nacht auf.
Zusätzlich können im Verlauf einer Ellenbogenarthrose Bewegungseinschränkungen auftreten.
Die Dauer bzw. der Verlauf einer Ellenbogenarthrose kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Schweregrads der Erkrankung, der Art der Behandlung, der Einhaltung des empfohlenen Behandlungsplans und des individuellen Gesundheitszustands.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Ellenbogenarthrose eine chronische Erkrankung ist.
Während eine Ellenbogenarthrose möglicherweise nicht vollständig geheilt werden kann, können viele Menschen mit einer angemessenen Behandlung und einem gesunden Lebensstil eine gute Lebensqualität aufrechterhalten.
Je nach Ursache gestaltet sich eine Vorbeugung in einigen Fällen schwierig.
Es gibt einige Maßnahmen, die ergriffen werden können, um das Risiko einer Ellenbogenarthrose zu verringern oder das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Dazu gehören:
Hinweis! Du kannst selbst einigen tun, um die Entstehung und den Verlauf zu beeinflussen.
Einteilung einer Ellenbogenarthrose nach Schweregrad (Grad der Arthrose)
Bei einer Ellenbogenarthose handel es sich um eine fortschreitende Erkrankung.
Der Verlauf lässt sich günstig beeinflussen, eine Heilung ist hingegen nicht möglich.
Die Ellenbogenarthrose ist in der Regel eine Erkrankung, die mit dem Alter und dem Verschleiß der Gelenke in Verbindung gebracht wird.
Sie tritt normalerweise bei älteren Erwachsenen auf, die im Laufe der Zeit eine Abnutzung des Gelenkknorpels erfahren.
Bei Kindern ist die Arthrose im Ellenbogengelenk äußerst selten.
Die Empfehlungen für Schwangere unterscheiden sich nicht von anderen Patientengruppen.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Ellbogengelenk, Articulatio cubiti |
| Differentialdiagnose | Arthritis, Bursitis, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Mausarm, Osteochondritis dissecans, Frakturen, Gicht |
| Medikamente | Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Glucosamin, Chondroitinsulfat, Kortikosteroide |
| Epidemiologie | Prävalenz 2% |
| Prognose | unheilbar |
| Verlauf | stetig progressives Fortschreiten |
| Pathophysiologie | Gelenkknorpelverschleiß |
| Komplikation | Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Gelenkinnenhautentzündung, Arthrofibrose, Gelenkversteifung |
| Behandlung | Physiotherapie, Schmerzmittel, Stoßwellentherapie, TENS, Kälte, Wärme, Hyaluronsäureinjektion, Kortisoninjektionen, Eigenblutbehandlung, Arthrolyse, Gelenkersatz |
| Primärvorbeugung | Überbelastungsvermeidung, Gelenkmobilisation, Muskelaufbau, Ernährung, Körperhaltung, Ergonomie |
| Sekundärvorbeugung | nicht möglich |
| Risikofaktoren | Alter, männliches Geschlecht, ehemalige Verletzungen, Luxaktionen, chronische Überbelastung, chronische Fehlbelastung, Rheumatoide Arthritis, Stoffwechselerkrankungen, Bindegewebsschwäche |
| Anzeichen | Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Steifheit, Gelenkgeräusche, Knacken, Kraftverlust |
| Stadien | Stadium 1 (leicht), Stadium 2 (mittel), Stadium 3 (fortgeschritten), Stadium 4 (Endstadium) |
| Diagnostik | Cozen Test, Grip and Grind Test, Röntgen, Magnetresonanztomographie, Computertomographie |