Tennisarm (Epicondylitis lateralis humeri), wenn sich die Sehne an der Ellenbogenaußenseite entzündet.




Verlauf und Heilungsdauer sind oft individuell und abhängig von:
Beachte! Oft benötigst Du einen individuellen Plan. Krafttraining/ Dehnung sollten erst angewandt werden, wenn im Alltag keine Beschwerden mehr auftreten.


Beachte! Die Dehnung darf keinen Schmerz auslösen.
Beachte! Ein Muskelaufbau sollte erst stattfinden, wenn im Alltag keine Beschwerden auftreten.
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Als Tennisarm, auch Tennisellenbogen oder Epicondylitis humeri lateralis/radialis, bezeichnet man eine degenerative Veränderung der Sehne (Tendinopathie) der dorsalen Extensoren (Strecker) des Unterarms. Die Sehnenansätze auf der Außenseite sind dabei schmerzhaft überlastet und entzündet. Bei einer Entzündung auf der gegenüberliegenden Innenseite spricht man von einem sog. Golferellenbogen.
Ein Tennisarm ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität der Betroffenen einschränken und bei Handlungen im Alltag stören.
Wenn die Schmerzen im Ellenbogen nicht nach einigen Tagen von alleine verschwinden und Deine Handlungen im Alltag eingeschränkt sind, solltest Du zeitnah einen Orthopäden aufsuchen.
Generell bei Schmerzen im Ellenbogen ist ein Arztbesuch ratsam, wenn …
Je früher die Diagnose, desto einfacher die Behandlung und besser die Prognose.
Das Ellenbogengelenk (Articulatio cubiti) besteht aus 3 Teilen und ist die Verbindung von Oberarmknochen [1] (Humerus) und den zwei Unterarmknochen Speiche [6] (Radius) und Elle [9] (Ulna).
Der Ellenbogen ermöglicht uns Menschen das Beugen und Strecken des Unterarms gegen den Oberarm, sowie die Drehung des Unterarms.
Wenn sich die Sehnenansätze der Streckermuskeln des Unterarms (Außenseite des Ellenbogens/ äußerer Oberarmknochen) entzünden, spricht man von einem Tennisarm (Tennisellenbogen).
Entzündungen an den Sehnen des Ellenbogens lassen sich einteilen in:
Hinweis! Ein Tennisarm bekommt man vor allem, wenn man den Unterarm normalerweise nicht beansprucht, und dann plötzlich übermäßig stark belastest.


Bei der Behandlung eines Tennisarms kann zwischen konservativen (nicht-operativen) und operativen (sehr selten) Behandlungsmaßnahmen unterschieden werden.
Die Prognose bei einem Tennisarm ist in der Regel sehr gut, auch wenn es durchaus mehrere Monate dauern kann, bis die ursprüngliche Funktionalität wieder erreicht ist.
Eine frühzeitige Diagnose und angemessene Therapie sind wichtig, um einen chronischen Tennisarm zu verhindern.
Bis die ursprüngliche Funktionalität des Armes wieder erreicht ist, kann es mehrere Wochen bis Monate dauern. Die Dauer variiert je nach individueller Situation des Patienten und der Ausprägung der Erkrankung.
Der Ellenbogen muss zunächst geschont werden. Auf Sportarten, die den Ellenbogen belasten (Wurfdisziplinen, Tennis, Badminton …), muss zunächst verzichtet werden. Ein guter Indikator für die Wiederaufnahme der sportfachlichen Belastung ist die Beschwerdefreiheit im Alltag.
Anschließend sollte die schmerzfreie Belastung allmählich wieder gesteigert werden.
Die Vorbeugung vor einem Tennisarm ist nicht immer möglich, es gibt jedoch einige Faktoren, die man beachten sollte.
Bei einem Tennisarm (Tennisellenbogen) kommt es zu einer Reizung der Muskelsehnen, die an der Außenseite des Ellenbogens ansetzen.
Es handelt sich dabei um die Muskeln, die für die Streckung des Handgelenks verantwortlich sind.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Anatomie | Lateraler Epicondylus des Humerus, Ansatzsehnen der Unterarmstrecker (Extensoren), Gelenkkapsel, Nervus radialis |
| Differentialdiagnose | Medialer Epicondylitis, Nervenkompression (N. radialis, N. medianus), Gelenkpathologien, Bursitis, Osteoarthritis |
| Medikamente | NSAR, Analgetika, ggf. Kortikosteroidinjektionen, topische Schmerzmittel |
| Epidemiologie | häufig zwischen 35–55 Jahren, Männer und Frauen ähnlich betroffen, oft Sportler oder Berufstätige mit repetitiver Hand-/Armbewegung |
| Prognose | meist gut bei konservativer Therapie; Symptome können 6–12 Monate persistieren; operative Behandlung bei therapieresistenten Fällen |
| Verlauf | chronisch-rezidivierend; initial Belastungsschmerz → Ruheschmerz selten; Verschlechterung bei wiederholter Belastung |
| Pathophysiologie | Mikrotraumen und Überlastung der Extensorensehnen führen zu degenerativen Veränderungen (Tendinose), selten echte Entzündung |
| Komplikation | Chronische Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwäche der Handgelenksstreckung, selten Sehnenruptur |
| Behandlung | Physiotherapie, Dehn- und Kräftigungsübungen, Ergonomische Anpassung, Bandagen/Ellenbogenorthese, NSAR, Kortikosteroidinjektionen, Stoßwellentherapie, operative Sehnenfreilegung bei chronischen Fällen |
| Primärvorbeugung | Vermeidung repetitiver Überlastung, Techniktraining im Sport, Kräftigung der Unterarmmuskulatur, ergonomische Anpassung am Arbeitsplatz |
| Sekundärvorbeugung | Frühzeitige Behandlung bei Schmerzen, Belastungsreduktion, regelmäßige Physiotherapie und Kräftigung |
| Risikofaktoren | Repetitive Hand-/Armbewegungen, Tennis oder andere Schlag- und Wurfsportarten, Berufliche Überlastung (Handwerker, Büro), Alter 35–55 |
| Anzeichen | Schmerzen am lateralen Epicondylus, Druckschmerz, Schmerzen bei Faustschluss oder Handgelenksstreckung gegen Widerstand, evtl. Schwäche der Handgelenksstrecker |
| Stadien | Frühstadium: Belastungsschmerz → Chronisches Stadium: dauerhafte Schmerzen bei Belastung, selten Ruheschmerz, degenerative Tendinose |
| Diagnostik | Klinische Untersuchung (Schmerzprovokation durch Extension gegen Widerstand), Ultraschall (Tendinosis, Mikrorupturen), MRT bei unklaren oder chronischen Fällen |
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