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Leitlinien - Tennisarm

in Zusammenarbeit mit den LUMEDIS - Orthopäden

Erstkontakt

Anamnese
  • Alter, Geschlecht?
  • Wo genau befindet sich der Schmerz?
  • Seit wann besteht der Schmerz?
  • Wie intensiv sind die Schmerzen (0–10)?
  • Belastung (Sport, Alltag, Beruf)?
  • Mögliche Auslöser (Belastung/ Belastungssteigerung)?
  • Vorerkrankungen, Verletzungen im Ellenbogen?
  • Allergien?
Klinische Untersuchung
  • Untersuchung auf Druckschmerzen am äußeren Ellenbogen.
  • Thompson-Test - Schmerzprovokation bei Dorsalextension (Widerstand gegen Handrücken).
  • Schmerzen bei der Drehung des Unterarms (v.a. beim Faustschluss)
Differentialdiagnosen
  • Schleimbeutelentzündung des Ellenbogens
  • Ellenbogenarthrose
  • Supinatortunnelsyndrom
  • Zervikalsyndrom
  • Tumor

Diagnostik (bildgebend)

Ultraschall
  • Erkennen einer echoarmen Formation.
Magnetresonanztomografie
  • Zur exakten Darstellung des Weichteilgewebes im Ellenbogen

Funktionelle Diagnostik

Elektromyografie
  • Streckmuskeln des Unterarms (M. extensor carpi radialis longus, M. extensor carpi radialis brevis, M. extensor carpi ulnaris)
  • Oberer Trapezmuskel (M. trapezius) - Um Schulterverspannungen als Auslöser auszuschließen

Therapie

Entlastung
  • Ruhigstellung
  • Schiene (Orthese)
  • Sportpause (Mit dem Sport kann begonnen werden, wenn im Alltag keine Beschwerden auftreten)
Kältebehandlung
  • Bei akuten Schmerzen.
  • Coolpack/ Eis, mehrmals täglich für 15 Minuten. Direkten Hautkontakt vermeiden.
Medikamente
  • Salben (Diclofenac, Ibuprofen)
  • Tabletten (Diclofenac, Ibuprofen)
Wärmebehandlung
  • Zur Förderung der Durchblutung nach dem Abklingen der akuten Schmerzen.
Querfriktionsmassage
  • Im rechten Winkel zum Muskel/ Sehne mit einem Finger/ Daumen die betroffene Stelle für einigen massieren.
  • Den Druck dabei stetig erhöhen (bis zur Schmerzgrenze)
Stoßwellentherapie
  • Zur Anregung der Selbstheilungskräfte.
  • Besserung oft nach 2–3 Sitzungen.
  • ca. 20 Minuten pro Sitzung.
Kinesiotape
  • Achtung! Die Wirksamkeit konnte klinisch bisher nicht nachgewiesen werden.
  • Jedoch oft positives Feedback von Betroffenen
Cortisoninjektion
  • Ggf. mit einem Anästhetikum.
  • Schnelle und sehr gute Wirksamkeit.
  • Achtung! Nebenwirkungen.
  • Behandlung nur in sehr hartnäckigen Fällen.

Trainingstherapie

Hinweis

Verlauf und Heilungsdauer sind oft individuell und abhängig von:

  • Ausmaß
  • Behandlungserfolg
  • Körperlicher Verfassung, Alter
  • Vorerkrankungen

Beachte! Oft benötigst Du einen individuellen Plan. Krafttraining/ Dehnung sollten erst angewandt werden, wenn im Alltag keine Beschwerden mehr auftreten.

Mobilisation
  • Streckung das Handgelenk, Pronation des Handgelenks
  • Treten im Alltag Schmerzen auf, bzw. sind die Schmerzen noch akut, sollte nur gegen keinen, bzw. sehr geringen Widerstand gearbeitet werden.
Dehnübungen
  • Unterarmstrecksehnen (Extensorengruppe)

Beachte! Die Dehnung darf keinen Schmerz auslösen.

Kräftigung
  • Muskelaufbau der Unterarmstreckmuskeln.

Beachte! Ein Muskelaufbau sollte erst stattfinden, wenn im Alltag keine Beschwerden auftreten.

Faszientraining
  • Faszienrollen mit einem kleinen Faszienball auf der Außenseite des Ellenbogens.
  • Nur über die Muskeln und Sehnen rollen.
  • Druck variieren und kontinuierlich erhöhen.

Mehr zur Trainingstherapie unter Übungen.

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pfeilWas ist das?

Als Tennisarm, auch Tennisellenbogen oder Epicondylitis humeri lateralis/radialis, bezeichnet man eine degenerative Veränderung der Sehne (Tendinopathie) der dorsalen Extensoren (Strecker) des Unterarms. Die Sehnenansätze auf der Außenseite sind dabei schmerzhaft überlastet und entzündet. Bei einer Entzündung auf der gegenüberliegenden Innenseite spricht man von einem sog. Golferellenbogen.

pfeilIst das gefährlich?

Ein Tennisarm ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität der Betroffenen einschränken und bei Handlungen im Alltag stören.

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pfeilWann zum Arzt?

Wenn die Schmerzen im Ellenbogen nicht nach einigen Tagen von alleine verschwinden und Deine Handlungen im Alltag eingeschränkt sind, solltest Du zeitnah einen Orthopäden aufsuchen.

Generell bei Schmerzen im Ellenbogen ist ein Arztbesuch ratsam, wenn …

  • es zu keiner Besserung der Beschwerden nach wenigen Tagen kommt, oder die Beschwerden sogar noch stärker werden.
  • die Schmerzen sehr stark sind und den Alltag beeinträchtigen.
  • eine Verletzung als Auslöser der Beschwerden vorliegt.

Je früher die Diagnose, desto einfacher die Behandlung und besser die Prognose.

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pfeil

Anatomie

Das Ellenbogengelenk (Articulatio cubiti) besteht aus 3 Teilen und ist die Verbindung von Oberarmknochen [1] (Humerus) und den zwei Unterarmknochen Speiche [6] (Radius) und Elle [9] (Ulna).

Der Ellenbogen ermöglicht uns Menschen das Beugen und Strecken des Unterarms gegen den Oberarm, sowie die Drehung des Unterarms.

Wenn sich die Sehnenansätze der Streckermuskeln des Unterarms (Außenseite des Ellenbogens/ äußerer Oberarmknochen) entzünden, spricht man von einem Tennisarm (Tennisellenbogen).

Betroffener Muskel

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Einteilung & Formen

Entzündungen an den Sehnen des Ellenbogens lassen sich einteilen in:

  • Tennisellenbogen – Wenn es zu einer Entzündung auf der Außenseite des Ellenbogens kommt. (Epicondylitis radialis humeri)
  • Golferellenbogen – Wenn es zu einer Entzündung auf der Innenseite des Ellenbogens kommt. (Epicondylitis ulnaris humeri)
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Ursachen Tennisarm

  • Mechanische Überbelastung – Wiederholte Bewegungen, bei denen der Unterarm überbeansprucht wird.
    • Überlastung der Muskeln und Sehnen ohne ausreichende Erholung.
    • Sport – Die Überbelastung kann beim Sport entstehen.
    • Alltag – In den meisten Fällen sind jedoch alltägliche Bewegungen die Ursache.
  • Schulterverspannungen – Auch Schulter und Nackenverspannungen begünstigen die Entstehung eines Tennisarms.
  • Falsche Technik – Fehler bei der Ausführung oder Haltung beim Sport oder ähnlichen Aktivitäten.
  • Aufwärmen – unzureichendes Dehnen und Aufwärmen vor dem Training.
  • Genetische Faktoren – Einige Menschen sind aufgrund ihrer genetischen Veranlagung anfälliger für Sehnenverletzungen.
  • Vorausgehende Verletzung (Trauma)

Risikofaktoren für die Entstehung eines Tennisarms

  • Alter – mit zunehmendem Alter steigt das Risiko aufgrund des Verlusts an Elastizität
  • Schwache Unterarmmuskulatur
  • Monotone Belastung der Unterarmmuskulatur
    • Rückschlagsportarten
    • Handwerkliche Tätigkeit (Schrauben etc.)
    • Spielen von Musikinstrumenten
    • Arbeit am Computer

Hinweis! Ein Tennisarm bekommt man vor allem, wenn man den Unterarm normalerweise nicht beansprucht, und dann plötzlich übermäßig stark belastest.

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Symptome Tennisarm

  • Schmerzen im Ellenbogen – (Druck-)Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens (siehe auch Schmerzen Ellenbogen außen).
    • Schmerzen vor allem bei Streckbewegung und Drehbewegungen.
    • Faustschluss aufgrund der Schmerzen schwer bzw. gar nicht möglich.
    • Schmerzausstrahlung – Ggf. können sich die Schmerzen auf den Ober- bzw. Unterarm ausstrahlen.
    • Der Ellenbogen ist berührungsempfindlich.
  • Schonhaltung – der Ellenbogen kann nicht gestreckt werden.
  • Bewegungseinschränkung – aufgrund der Schmerzen ist oft die Beweglichkeit des Ellenbogens stark eingeschränkt.
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Diagnose Tennisarm

  • Anamnese – Die Diagnose wird meist schon nach einem Anamnesegespräch und einer körperlichen Untersuchung gestellt.
  • Körperliche Untersuchung – Der Ellenbogen wird auf seine Funktionalität geprüft.
    • Drehen des Unterarms
    • Thomson-Test (Strecken des Handgelenks mit und ohne Widerstand)
    • Strecken des Mittelfingers gegen einen Widerstand.
  • Bildgebende Verfahren – werden meist zusätzlich zur Differentialdiagnose herangezogen.
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Behandlung Tennisarm

Bei der Behandlung eines Tennisarms kann zwischen konservativen (nicht-operativen) und operativen (sehr selten) Behandlungsmaßnahmen unterschieden werden.

Konservative Behandlung des Tennisarms

  • In den meisten Fällen ist eine konservative Therapie zur Behandlung des Tennisarms ausreichend.
  • Schonen – die auslösende Überbelastung muss vermeiden werden.
  • Medikamentöse Therapie – NSAR (Ibuprofen, Diclofenac), Kortikosteroid-Injektionen
  • Trainingstherapie – mit progressiver Belastung (steiger Zunahme der Belastung)
  • Taping, Bandagen und Orthesen
  • Kältebehandlung – Gegen akute Schmerzen hilft Kälte. Mehrmals täglich, nicht länger als 15 Minuten am Stück, einen direkten Hautkontakt vermeiden.
  • Stoßwellentherapie – ggf. extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Operative Behandlung des Tennisarms

  • Ein operativer Eingriff wird dann notwendig, wenn die Beschwerden nach mehr als 6 Monaten nicht zurückgehen und ein klinischer Befund vorliegt.
  • Debridement und Sehneneinkerbung der Extensoren (OP nach Nirschl)
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Übungen bei Tennisarm

Bevor Du trainierst!
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Bitte bespreche Übungen im Vorfeld immer mit Deinem Arzt oder Therapeuten!

Bei starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Ausfallerscheinungen solltest Du von Übungen absehen. Übungen sollten den Schmerz nie verschlimmern.

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Medikamente

  • Schmerzmittel – Gegen die Schmerzen können schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente/ NSAR (nicht-steroidale-Anti-rheumatika) wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt werden.
  • Salben – kühlende Salben, Gele und Cremes.
  • Kortison – Injektion von Glukokortikoiden in das Gelenk.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Prognose

Die Prognose bei einem Tennisarm ist in der Regel sehr gut, auch wenn es durchaus mehrere Monate dauern kann, bis die ursprüngliche Funktionalität wieder erreicht ist.

Eine frühzeitige Diagnose und angemessene Therapie sind wichtig, um einen chronischen Tennisarm zu verhindern.

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Dauer

Bis die ursprüngliche Funktionalität des Armes wieder erreicht ist, kann es mehrere Wochen bis Monate dauern. Die Dauer variiert je nach individueller Situation des Patienten und der Ausprägung der Erkrankung.

Dauer der Sportpause

Der Ellenbogen muss zunächst geschont werden. Auf Sportarten, die den Ellenbogen belasten (Wurfdisziplinen, Tennis, Badminton …), muss zunächst verzichtet werden. Ein guter Indikator für die Wiederaufnahme der sportfachlichen Belastung ist die Beschwerdefreiheit im Alltag.
Anschließend sollte die schmerzfreie Belastung allmählich wieder gesteigert werden.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung vor einem Tennisarm ist nicht immer möglich, es gibt jedoch einige Faktoren, die man beachten sollte.

  • Vermeiden von repetitiver (sich wiederholenden) Überbelastung beim Sport, auf der Arbeit und in der Freizeit.
  • Dehnen und Aufwärmen vor dem Training 
  • Kräftigung der Armmuskulatur
  • Ausreichend Pausen einlegen, um dem Körper eine Regeneration zu ermöglichen.
  • Bei Beschwerden frühzeitig einen Arzt aufsuchen, damit die Schmerzen nicht Chronifizieren.
pfeil

Lokalisation

Lokalisation Tennisarm
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Bei einem Tennisarm (Tennisellenbogen) kommt es zu einer Reizung der Muskelsehnen, die an der Außenseite des Ellenbogens ansetzen.

Es handelt sich dabei um die Muskeln, die für die Streckung des Handgelenks verantwortlich sind.

pfeil

Zahlen & Statistiken

  • Alter – In den meisten Fällen sind Menschen im Alter zwischen 35 und 50 betroffen.
  • Häufigkeit – Der Tennisarm ist die häufigste Sehnenerkrankung. Ca. 2% der Bevölkerung sind von einem Tennisarm betroffen.
  • Geschlecht – Männer und Frauen sind in etwa gleich oft betroffen.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 1-2%
Alters FaktenAlter~ 40 - 60
Geschlecht FaktenGeschlecht~ 1 : 1
aktualisiert: 07.01.2026
QuellenStudienKI-Training
  • Bergin, M. J.et al.: Experimentelles Modell für den Tennisellenbogen. Journal Club Schmerzmedizin (2016). 
  • Conrad, C.: RSI-Syndrom, Mausarm, Tennisarm (2009).
  • Khan, M. S. et al.: Outcome of modified open surgery in tennis elbow. Journal of Ayub Medical College (2007).
  • Vavken, P.: ​​​​​​Wenn ein Tennisarm kein Tennisarm ist… Differenzialdiagnosen des lateralen Ellbogenschmerzes (2017). 
  • 2013Effektivität von exzentrischem Training bei chronischer Epicondylitis lateralis
    Ergebnis - Exzentrisches Training hat sich nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig als wirksam erwiesen. Eine Studie von Mannhart und Moeller (2012) zeigte, dass durch exzentrisches Training die Muskelkraft deutlich verbessert wird.
  • 2013Kortison beim Tennisellenbogen: Mehr Schaden als Nutzen?
    Ergebnis - Kortikosteroid-Injektionen führten kurzfristig zu einer Besserung, waren jedoch mit einer höheren Rückfallrate innerhalb von 12 Monaten verbunden. Die Kombination mit Physiotherapie konnte diesen Effekt nicht ausgleichen.
  • 2018Tennis elbow treatments provide little to no benefit
    Ergebnis - Keine der 11 untersuchten nicht-operativen Behandlungen (einschließlich Physiotherapie, Akupunktur, orale Entzündungshemmer, lokale Botulinumtoxin-Injektionen, Ultraschall, Lasertherapie) zeigte eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo. Über 90 % der Patienten in der Placebogruppe berichteten nach 4 Wochen über Schmerzfreiheit.
  • 2019A comparative study of the efficacy of ultrasonics and extracorporeal shock wave in the treatment of tennis elbow: a meta-analysis of randomized controlled trials
    Ergebnis - ESWT zeigte eine signifikante Schmerzreduktion nach 1 und 3 Monaten im Vergleich zur Ultraschalltherapie. Die subjektive Wirksamkeit wurde in der ESWT-Gruppe höher bewertet, obwohl keine signifikanten Unterschiede in der Ellenbogenfunktion festgestellt wurden.
  • 2022Hyaluronic acid injections for chronic tennis elbow
    Ergebnis - Eine Studie untersuchte die Wirksamkeit von Hyaluronsäure-Injektionen bei chronischem Tennisellenbogen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Schmerzen und der Funktion im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Autoren schlussfolgerten, dass Hyaluronsäure eine sichere und effektive Behandlungsoption darstellen könnte.
  • 2023Exzentrisches Training bei der Epicondylitis humeri radialis: eine systematische Übersichtsarbeit
    Ergebnis - Exzentrisches Training, bei dem die Muskulatur unter Dehnung belastet wird, hat sich als wirksam bei der Behandlung des Tennisellenbogens erwiesen. In einer Studie von Stanish et al. (1986) berichteten 44 % der Patienten über vollständige Beschwerdefreiheit und weitere 43 % über deutliche Verbesserungen nach Anwendung exzentrischer Übungen.Eine weitere Studie von Mannhart und Moeller (2012) zeigte, dass exzentrisches Training die konzentrische, exzentrische und isometrische Kraft deutlich verbessert. Eine Studie zeigte, dass die Kombination von Physiotherapie mit radialer Stoßwellentherapie (RSWT) effektiver ist als Physiotherapie allein.
  • 2025Measuring the effectiveness of a novel treatment of chronic tennis elbow: the ArmLock sleeve
    Ergebnis - Eine Studie evaluierte die Wirksamkeit der ArmLock Sleeve, einer speziellen Orthese, bei der Behandlung von chronischem Tennisellenbogen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei den Teilnehmern, die die Orthese trugen, im Vergleich zur Kontrollgruppe.
EigenschaftWert
AnatomieLateraler Epicondylus des Humerus, Ansatzsehnen der Unterarmstrecker (Extensoren), Gelenkkapsel, Nervus radialis
DifferentialdiagnoseMedialer Epicondylitis, Nervenkompression (N. radialis, N. medianus), Gelenkpathologien, Bursitis, Osteoarthritis
MedikamenteNSAR, Analgetika, ggf. Kortikosteroidinjektionen, topische Schmerzmittel
Epidemiologiehäufig zwischen 35–55 Jahren, Männer und Frauen ähnlich betroffen, oft Sportler oder Berufstätige mit repetitiver Hand-/Armbewegung
Prognosemeist gut bei konservativer Therapie; Symptome können 6–12 Monate persistieren; operative Behandlung bei therapieresistenten Fällen
Verlaufchronisch-rezidivierend; initial Belastungsschmerz → Ruheschmerz selten; Verschlechterung bei wiederholter Belastung
PathophysiologieMikrotraumen und Überlastung der Extensorensehnen führen zu degenerativen Veränderungen (Tendinose), selten echte Entzündung
KomplikationChronische Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwäche der Handgelenksstreckung, selten Sehnenruptur
BehandlungPhysiotherapie, Dehn- und Kräftigungsübungen, Ergonomische Anpassung, Bandagen/Ellenbogenorthese, NSAR, Kortikosteroidinjektionen, Stoßwellentherapie, operative Sehnenfreilegung bei chronischen Fällen
PrimärvorbeugungVermeidung repetitiver Überlastung, Techniktraining im Sport, Kräftigung der Unterarmmuskulatur, ergonomische Anpassung am Arbeitsplatz
SekundärvorbeugungFrühzeitige Behandlung bei Schmerzen, Belastungsreduktion, regelmäßige Physiotherapie und Kräftigung
RisikofaktorenRepetitive Hand-/Armbewegungen, Tennis oder andere Schlag- und Wurfsportarten, Berufliche Überlastung (Handwerker, Büro), Alter 35–55
AnzeichenSchmerzen am lateralen Epicondylus, Druckschmerz, Schmerzen bei Faustschluss oder Handgelenksstreckung gegen Widerstand, evtl. Schwäche der Handgelenksstrecker
StadienFrühstadium: Belastungsschmerz → Chronisches Stadium: dauerhafte Schmerzen bei Belastung, selten Ruheschmerz, degenerative Tendinose
DiagnostikKlinische Untersuchung (Schmerzprovokation durch Extension gegen Widerstand), Ultraschall (Tendinosis, Mikrorupturen), MRT bei unklaren oder chronischen Fällen
Hinweis: Diese Tabelle dient der strukturierten Datenaufbereitung für KI-gestützte Informationsverarbeitung und Assistenzsysteme.
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