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pfeilWas ist das?

Dengue-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen vorkommt und von der tagaktiven Tigermücke übertragen wird. In Deutschland spielt die Erkrankung nur bei Reiserückkehrern eine Rolle. Es zeigen sich grippeähnliche Symptome mit Fieber. Gefürchtet ist vor allem der zweiphasige Verlauf oder eine Reinfektion, bei der es häufiger zu einem schweren Verlauf kommt. Eine kausale Therapie gibt es nicht.

Zusammenfassung Dengue-Fieber

  • Dengue-Fieber wird durch eine Virusinfektion ausgelöst.
  • Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken.
  • Oft kommt es zu einem Verlauf ohne Anzeichen.
  • Bei schweren Verläufen kann jedoch eine intensivmedizinische Behandlung notwendig werden.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~600 - 800 p. A.
Alters FaktenAlterk. A.
Geschlecht FaktenGeschlechtk. A.
pfeilIst das gefährlich?

Dengue-Fieber verläuft zwar in der Mehrzahl der Fälle nur mild, jedoch kommt es in etwa 5 % der Fälle zu einem schweren Verlauf, bei der eine intensivmedizinische Behandlung notwendig wird.

Bei ausbleibender Behandlung droht in diesem Fall ein tödlicher Verlauf.

pfeilWann zum Arzt?

Treten bei Dir während oder nach einer Reise in Risikogebiet Anzeichen von Fieber aus, solltest Du unabhängig der Ursache immer einen Arzt zur Klärung der Ursache aufsuchen.

Vergiss nicht, den Arzt über den Aufenthalt im Ausland zu informieren.

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Ursachen Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber ist eine häufige Ursache für Fieber bei Reiserückkehrern aus tropischen Gebieten (Tropenkrankheit).

  • Erreger – Tagaktive Tigermücke (Aedes aegypti).
  • Vorkommen – Asien, Mittel- und Südamerika, Afrika.

Beachte! Vor einer Reise in Risikogebiete des Dengue-Fiebers solltest Du Dich auf jeden Fall bzgl. einer Vorbeugung informieren. mehr erfahren

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Symptome Dengue-Fieber

Der Verlauf von Dengue-Fieber ist individuell sehr verschieden und variiert sind sehr leichten bis hin zu sehr schweren Anzeichen.

  • Ohne Anzeichen – Meist asymptomatischer Verlauf. In etwa bei 3 von 4 Betroffenen kommt es zu keinen Anzeichen.
  • Verschiedene Stadienverläufe
  • Grippeähnliche Symptome
  • Druck hinter den Augen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Blutungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Bis hin zu Organversagen
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Diagnose Dengue-Fieber

  • Reiseanamnese – Erfragen der Symptome im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Risikogebieten.
  • Direkter Erregernachweis
    • PCR-Test
    • Antigen-Test
  • Weitere Diagnostik – Untersuchung auf weitere typische Reise-assoziierte Erkrankungen.
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Behandlung Dengue-Fieber

  • Keine Kausaltherapie – Es besteht keine Möglichkeit einer ursächlichen Therapie. Es besteht lediglich die Möglichkeit zur Behandlung der Anzeichen.
  • Ruhe – Betroffene müssen sich schonen und strikte Bettruhe einhalten.
  • Schmerzmittel – Paracetamol
    • kein ASS oder NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac), da bereits erhöhte Blutungsneigung.
  • Fiebersenkende Mitteln
  • Flüssigkeitszufuhr
  • Krankenhauseinweisung – bei Komplikationen
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Prognose

  • Im Normalfall besteht bei einem Dengue-Fieber eine gute Prognose.
  • Die Sterblichkeit liegt bei adäquater Behandlung unter 1%.
  • Unbehandelt erhöhte erhöht sich die Sterblichkeit jedoch bis zu  20%.
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Komplikationen

  • Schweres Dengue-Fieber (hämorrhagisches Denguefieber) - In schweren Verläufen kommt es zu Blutungen. Der Beginn ist etwa eine Woche nach dem Abklingen des Fiebers.
    • Kaltschweiß
    • Herzrasen
    • Störung der Blutgerinnung - Abfall des Blutdrucks mit schweren Symptomen an Lunge, Nieren, Leber, Darm und Herz bis hin zu einem Dengue-Schock-Syndrom mit Kreislaufversagen.

Achtung! Betroffen sind vor allem Kinder und junge Erwachsene. Ohne eine Behandlung kommt es zu Versterben des Patienten. Bei intensivmedizinischer Betreuung beträgt die Überlebenschance jedoch 99%.

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Dauer

Bei der Mehrzahl der Betroffenen kommt es bereits nach zwei Tagen bis zu einer Woche zu einer Besserung der Symptome.

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Vorbeugung

Der Schutz vor Dengue-Fieber umfasst alle Maßnahmen zum Schutz vor Mückenstichen.

  • Kleidung – Klamotten, die den ganzen Körper bedecken. Die Kleidung zudem mit Mückenschutz imprägnieren.
  • Mittel gegen Mücken.
  • Eindämmung der Brutplätze der Tigermücke.
  • Moskitoschutz – Moskitonetze und Repellentien.
  • Impfung – in Endemiegebieten.

Hinweis! Die Mücken, die Dengue-Fieber übertragen, sind tagaktiv!

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Ansteckung & Übertragung

Die Übertragung des Dengue-Fiebers erfolgt durch den Stich einer Stechmücke (Gattung Aedes).

Trägt der Mensch das Virus in sich, ist ebenso eine Übertragung durch den Stich auf die Mücke möglich.

Nach einer durchgemachten Infektion besteht gegen den Virus eine lebenslange Immunität. Es existieren jedoch verschiedene Unterformen des Virus.
Achtung! Nach einer durchgemachten Infektion besteht bei einer erneuten Infektion mit einer anderen Untergruppe des Virus eine erhöhte Gefahr für einen schweren Verlauf.

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen dem Stich der Mücke und den ersten Anzeichen) beträgt bei Dengue-Fieber in etwa 4 bis 10 Tage.

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Lokalisation

Der Dengue-Virus kommt vor allem in den tropischen Gebieten (Asiens, Lateinamerikas und Afrikas) vor.

pfeilImpfung

Es existiert die Möglichkeit einer Impfung gegen das Dengue-Fieber.

Du solltest Dich im Vorfeld einer Reise in Risikogebiete über eine Impfung bei Deinem Hausarzt informieren.

pfeilIn der Schwangerschaft

Eine Übertragung des Virus in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind ist zwar möglich, jedoch äußerst selten.

Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.

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Zahlen & Statistiken

  • Häufigkeit – Ca. 600 bis 800 Fälle des Dengue-Fiebers treten jährlich in Deutschland auf. Es handelt sich dabei immer um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Schwere Fälle sind kaum bekannt.
aktualisiert: 02.12.2024
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