Myelopathie, wenn aufgund unterschiedlicher Ursachen zu einer Schädigung des Rückenmarks kommt. (Myelo=Rückenmark, Pathie=Erkrankung).

Erfahrungs Berichte
Unter einer Myelopathie versteht man eine Schädigung des Rückenmarks, bei der es aus unterschiedlichen Gründen zu einer Einengung dessen kommt. Ausfallerscheinungen sind dann die Folge. Meist sind eher ältere Patienten betroffen. Die häufigste Myelopathie ist die zervikale Myelopathie und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit der über 55-Jährigen.
Eine dauerhafte Schädigung des Rückenmarks ist möglich, sodass in jedem Fall eine schnelle Abklärung der Ursache und anschließende Behandlung nötig sind.
Folgen können sonst Lähmungen bis hin zum Querschnittsyndrom sein.
Bei akuten Lähmungserscheinungen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Auch Missempfindungen gehören abgeklärt.
Das Rückenmark (Medulla spinalis) ist ein etwa 40–45 cm langer, zylindrischer Teil des zentralen Nervensystems, der im Wirbelkanal verläuft und das Gehirn mit dem Körper verbindet.
Das Rückenmark reicht vom Hirnstamm bis etwa zur Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbels (L1–L2) und geht dort in den Conus medullaris über, von dem die Cauda equina (Kaudasyndrom) abzweigt.
Anatomisch besteht das Rückenmark aus grauer Substanz (Nervenzellkörper) im Inneren und weißer Substanz (Nervenfasern) außen, die sensorische Informationen zum Gehirn leiten und motorische Befehle zu Muskeln weitergeben.
Bei einer Myelopathie kommt es zu einer Schädigung dieser Strukturen, z. B. durch Druck auf die weißen oder grauen Substanzbahnen, Durchblutungsstörungen oder Entzündungen.
Das erklärt typische Symptome wie Gangstörungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche oder Reflexveränderungen, da die Informationsübertragung zwischen Gehirn und Körper gestört ist.
Eine Myelopathie lässt sich einteilen:
Die Symptome einer Myelopathie sind abhängig von der Höhe der Schädigung und ob die Bahnsysteme oder Wurzeln der Nerven betroffen sind.
Bei Schädigungen aufgrund einer Durchblutungsstörung hängen die Ausfälle vom betroffenen Gefäß ab.
(Schädigung des Rückenmarks auf Höhe des Halsbereichs)
(Schädigung des Rückenmarks auf Höhe des Brustkorbs)
Die Prognose einer Myelopathie ist abhängig von der Grunderkrankung.
Grundsätzlich gilt: Je länger die Engstelle beziehungsweise die Schädigung besteht, desto geringer sind die Rückbildungschancen.
Bei einer akuten Schädigung, durch einen Bandscheibenvorfall z.B. die rasch behandelt wird, besteht die Chance auf vollständige Erholung des Rückenmarks.
Auch Kinder können von einer Myelopathie betroffen sein, zum Beispiel im Rahmen von Unfällen oder Gefäßmissbildungen.
Allgemein sind Myelopathien aber eher Erkrankungen des höheren Alters (vor allem weil degenerative Veränderungen, also Abnutzung, eine große Rolle spielen).
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