Myelitis, wenn es aufgrund einer Autoimmunerkrankung oder im Rahmen einer Infektion zu einer Entzündung des Rückenmarks kommt.


Erfahrungs Berichte
Unter einer Myelitis versteht man die Entzündung des Rückenmarks. Ist das Knochenmark (Mark innerhalb des Knochens) entzündet, spricht man von einer Osteomyelitis. Teils tritt eine solche Entzündung nur einmalig oder in manchen Fällen auch mehrfach auf. Generell ist diese Erkrankung jedoch eher selten. Es gibt 2 Häufigkeitsgipfel: zwischen 10 und 19 Jahren und zwischen 30 und 49 Jahren. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig von einer Myelitis betroffen.
Rasche Verschlechterung der Symptome
Ob und inwieweit eine Myelitis gefährlich ist, hängt von der Ursache, der Ausbreitung und dem Zeitpunkt der Therapie ab.
Die mögliche Bandbreite reicht von vollständig ausheilend bis hin zu dauerhaften Lähmungen.
Möglich sind:
Eine unbehandelte schwere Myelitis kann bleibende Schäden verursachen.
Wenn eines dieser Symptome plötzlich oder rasch zunehmend auftritt:
Eine Myelitis ist immer abklärungsbedürftig und meist ein neurologischer Notfall.
Durch eine Myelitis werden Nervenbahnen im Rückenmark geschädigt.
Diese leiten Signale zwischen Gehirn und Körper weiter, z. B. für:
Wenn diese Bahnen gestört sind, entstehen neurologische Ausfälle in dem jeweiligem Bereich.
Eine Myelitis lässt sich je nach Auslöser einteilen in:
Eine weitere Einteilung erfolgt nach Lokalisation:
Die Symptome einer Myelitis können sehr unterschiedlich ausfallen und können, müssen aber nicht mit dem betroffenen Segment zusammenhängen.
Sind mehrere Rückenmarkssegmente oder -abschnitte betroffen, kann sich die Symptomatik bis hin zu einem Querschnittssyndrom, auch als Querschnittslähmung bekannt, ausweiten.
Die Behandlung einer Myelitis richtet sich nach der Ursache und erfordert eine individuelle Einschätzung.
Therapiemöglichkeiten sind:
Die Prognose einer Myelitis ist abhängig von mehreren Faktoren und ist je nach Ursache und Zeitpunkt des Therapiebeginns verschieden.
Wenn die Erkrankung schnell voranschreitet, kann das ein Hinweis für eine schlechtere Prognose sein.
Bei der schnell verlaufenden infektiösen Form (z.B. durch Viren) der Myelitis erreichen ein Drittel der Patienten die Heilung, ein Drittel verbleiben mit Einschränkungen im Alltag und ein Drittel werden pflegebedürftig bei Bettlägerigkeit.
Generelle Prognose (Je nach Ursache variierend):
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