Verstopfter Tränenkanal, wenn es zu einer Einengung oder vollständigem Verschluss der Tränenwege kommt.
Der Tränenkanal mündet in zwei kleine Öffnungen an der inneren Kante des Ober- und Unterlids der Augen und lässt Tränenflüssigkeit, die über das zur normalen Befeuchtung der Augen benötigte Maß hinausgeht, abfließen. Insbesondere bei Babys kann dieser Tränenkanal verstopft sein, sodass die Augen übermäßig tränen.
Ein verstopfter Tränenkanal ist in der Regel nicht gefährlich, kann sich aber entzünden und zu einer schmerzhaften Schwellung des inneren Augenwinkels (→ geschwollene Augen) und/oder entzündeten Ausfluss der Augen führen.
Verletzung/Trauma im Gesichtsbereich
Verstopfung durch kleine Steine oder Tumore
Polypen oder Tumore in der Nase
Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn über einen längeren Zeitraum übermäßig tränende Augen, Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen auftreten.
ein Notarzt sollte bei einem verstopften Tränenkanal in der Regel nicht kontaktiert werden müssen, es sei denn, es treten Begleiterscheinungen wie starke Schmerzen, Sehverlust, Fieber oder andere akute Symptome auf.
Es kann zwischen angeborenen und erworbenen Verstopfungen des Tränenkanals unterschieden werden.
Typische Merkmale eines verstopften Tränenkanals sind übermäßig tränende Augen, verschwommene Sicht, juckende Augen und gerötete Augen sowie eine Anfälligkeit für eine Entzündung des Tränensacks (Daktyrozystitis) mit Schwellungen und Schmerzen im Bereich des inneren Augenwinkels.
Die Behandlung hängt davon ab, was die Ursache der Verstopfung des Tränenkanals ist und wie alt der Betroffene ist.
Abschwellende oder befeuchtende Augentropfen können zusätzlich die Symptome lindern, beseitigen jedoch nicht die eigentliche Verengung.
Beachte! Es ist jedoch nicht empfehlenswert, einen verstopften Tränenkanal selbstständig nur mit Hausmitteln zu behandeln, sondern sollten anhaltende Probleme augenärztlich abgeklärt werden.
Bei angemessener Therapie können sich die Symptome eines verstopften Tränenkanals meist innerhalb weniger Tage zurückbilden.
Erworbene Tränenwegsstenosen können nur zum Teil durch Vermeidung von Verletzungen und Auslösern von Augenentzündungen oder durch Entfernung von Nasenpolypen und Tumoren in der Nase verhindert werden.