Gelenkerguss, wenn es aufgrund einer Überbelastung/ Verletzung, Entzündung oder Grunderkrankung zu einer Flüssigkeitsansammlung im Inneren des Gelenks kommt.

Erfahrungs Berichte
Unter einem Gelenkerguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung innerhalb eines Gelenks. Theoretisch kann davon jedes Gelenk betroffen sein. Der Erguss kann verschiedene Gründe haben und auch auf verschiedene Krankheiten hinweisen. Ein Gelenkerguss kann in jedem Alter auftreten.
An sich ist ein Gelenkerguss nicht gefährlich, führt aber teils zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und einem unangenehmen Gefühl bis hin zu Schmerzen.
Je nach Ursache kann ein Gelenkerguss in seltenen Fällen auf Krebserkrankungen hinweisen beziehungsweise ein Symptom davon sein.
In der Regel muss man sich aber bei einem Erguss keine Gedanken machen.
Wenn ein Gelenk dick (geschwollen) und schmerzhaft wird, dazu noch gerötet, sollte man ärztliches Personal aufsuchen.
Besonders wenn zusätzlich Fieber und allgemeines Unwohlsein bestehen, kann das ein Hinweis auf eine seltene „septische Gelenkentzündung“ (septische Arthritis) sein, die dringender Behandlung bedarf.
Hierbei handelt es sich um eine Gelenkentzündung, die durch Bakterien ausgelöst wird.
Die Bakterien können sich im Körper ausbreiten und im seltenen Fall zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung (Sepsis) führen.
Da es so viele Gründe für einen Gelenkerguss gibt, muss auch immer die Vorgeschichte mit Vorerkrankungen erfragt werden.
Ein Gelenkerguss kann eingeteilt werden in:
Es gibt viele verschiedene Gründe für die Entstehung eines Gelenkergusses. Folgende sind möglich:
Vorsicht! Wenn zusätzlich Fieber, Unwohlsein und Abgeschlagenheit bestehen, sollte man schnellstmöglich ärztliches Personal aufsuchen – besonders bei Kindern. Besonders eine zusätzliche Rötung zu der Schwellung spricht für eine Entzündung im Gelenk.
Wenn ein eitriger oder bakteriell bedingter Erguss vorliegt, handelt es sich um einen orthopädischen Notfall.
Wenn in seltenen Fällen eine Tumorerkrankung den Erguss ausgelöst hat, richtet sich die Behandlung nach der Art des Tumors.
Die Prognose ist zwar abhängig von der Ursache, in der Regel ist sie aber gut.
Der Erguss lässt sich gut behandeln und verschwindet wieder.
Wenn allerdings ein Tumor Auslöser des Ergusses ist, hängt die Prognose von der Art des Tumors und individuellen Faktoren ab, sodass sich die Prognose nicht pauschalisieren lässt.
Der Verlauf eines Gelenkergusses richtet sich nach der Ursache.
Es kann sein, dass der Erguss von allein auch ohne Behandlung verschwindet, oder dass er behandelt werden muss
In einigen Fällen ist er Ausdruck einer unzureichend eingestellten Grunderkrankung und ist Anlass zur Medikamentenumstellung oder zum Neuanfang mit einem Medikament, besonders bei rheumatischen Erkrankungen.
Ist die Grunderkrankung gut behandelt, geht der Erguss zurück und sollte auch nicht wieder auftreten, wenn die Grunderkrankung der Auslöser war.
Ein Gelenkerguss kann mehrfach auftreten.
Je nach Ansatz der Behandlung kann es ein paar Tage oder sogar Wochen dauern, bis der Erguss vollständig zurückgebildet ist.
Wenn das Gelenk punktiert wird, geht der Erguss schnell zurück, da die Flüssigkeit „abgesaugt“ wird.
Man entfernt auch hier nicht alles, aber es geht schneller mit dem Punktieren als ohne.
Allerdings besteht die Gefahr, dass sich nach kurzer Zeit erneut Flüssigkeit im Gelenk ansammelt.
Besonders wenn man ein entzündungshemmendes Medikament in das Gelenk gespritzt wird, geht es schneller bei auslösenden Entzündungen.
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