Chlamydien, wenn es zu einer Infektion mit dem Bakterieum aus der Familie der Chlamydiaceae kommt.

Erfahrungs Berichte
Unter dem Begriff „Chlamydien“ fasst man eine Gruppe von Bakterien zusammen, die verschiedene Krankheiten beim Menschen auslösen können. Umgangssprachlich spricht man bei Chlamydien aber von der Geschlechtskrankheit, unter Fachleuten auch als „Lymphogranuloma inguinale“ bezeichnet. Chlamydien sind gramnegative Bakterien, deren Spezies Chlamydia trachomatis Grund für die Entstehung der bekannten sexuell übertragbaren Krankheit ist. Vor allem die Serotypen D bis K sind dafür verantwortlich und sorgen dafür, dass ein Gonorrhoe-ähnliches Krankheitsbild entsteht. Die Serotypen A bis C hingegen können das Auge befallen und Grund für ein Trachom sein. Im Folgenden werden wir aber die Geschlechtskrankheit behandeln.
Wenn Chlamydien behandelt werden, sind sie meist nicht gefährlich.
Unbehandelt kann es jedoch je nach Erkrankung zu Unfruchtbarkeit, schweren Lungenentzündungen oder Erblindung kommen.
Je nach Erreger der Chlamydien präsentieren sich die jeweiligen Erkrankungen unterschiedlich.
Besonders Menschen, die in der Vogelzucht oder generell mit Vögeln zusammenarbeiten, sollten sich bei Husten und anderen grippeähnlichen Symptomen ärztlich vorstellen und dann auch erwähnen, dass sie mit Vögeln arbeiten.
Auch bei Lungenentzündungen, die lange andauern oder besonders schwer verlaufen, muss an Chlamydien gedacht werden.
Wenn nach dem Geschlechtsverkehr ein schmerzloser Knoten im Anogenitalbereich (Analbereich und Genitalberiech) besteht, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Nicht immer verursachen Chlamydien allerdings Symptome, sodass besonders Frauen bis 25 Jahre einmal im Jahr kostenlos durch einen Urintest auf Chlamydien getestet werden.
Eine unentdeckte Infektion kann nicht behandelt werden und dementsprechend zu Komplikationen, wie zu Unfruchtbarkeit durch zum Beispiel Verkleidungen der Eileiter führen.
Wenn sich nach einer Reise in Entwicklungsländer die Sehstärke verändert oder man eine Augenentzündung bemerkt, sollte man ebenfalls umgehend zum Arzt.
Es gibt 3 verschiedene, für den Menschen relevante Erregergruppen, die durch Chlamydien verursacht werden.
Die Chlamydien kann man nochmal in 3 Spezies unterteilen:
Chlamydien durchlaufen einen Entwicklungszyklus.
Die Symptome bei Chalmydien richten sich nach den einzelnen Erregern und der ausgelösten Erkrankungen
Die Symptome bei einer Chlamydieninfektion können sich zudem unterscheiden je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau betroffen ist.
Bei Männern zeigt sich die Infektion meist durch eine Harnleiterentzündung und führt zu Schmerzen beim Wasserlassen und kann auch in einigen Fällen von selbst abheilen.
In den meisten Fällen jedoch ist eine Therapie nötig. Bei Frauen verläuft die Infektion meist unbemerkt. Das häufigste Symptom ist eine Zervizitis, bei der es zu eitrig-wässrigem Ausfluss kommt.
Dies kann auch von einer milden Harnleiterentzündung begleitet werden.
2 Verlaufsformen möglich.
Gegenstand aktueller Forschung ist die Auslösung von Atherosklerose durch Chlamydien.
Darunter versteht man Verdickungen der Gefäßwand, die den Durchmesser einschränken und so letztendlich den normalen Blutfluss verhindern.
Man kennt den Begriff vor allem von zu hohen Blutfettwerten, die eben auch solche Ablagerungen („Plaques“ genannt) verursachen.
Ja, es gibt Chlamydien-Schnelltests, die gekauft und zuhause durchgeführt werden können.
Diese benötigen als Probe entweder einen Vaginalabstrich oder eine Urinprobe, wobei zweiteres ungenau sein kann.
Sollten bei so einem Test als Ergebnis eine Infektion herauskommen, ist es dringend notwendig einen Arzt aufzusuchen, der die Infektion richtig therapieren kann, denn Antibiotika sind nicht frei erhältlich, sollten aber unbedingt zum Einsatz kommen.
Sowie Schnelltests, als auch genauere andere Testarten sind beim Arzt durchführbar.

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Man sieht bei einer Chlamydieninfektion, die das Genital betrifft, einen schmerzlosen Knoten an der Eintrittsstelle der Bakterien.
Später entwickelt er sich zu einem Ulcus (Geschwür → tiefreichende Schädigung der Haut ohne äußerliche Verletzung).
Außerdem kann man im Verlauf die Lymphknotenschwellung durch die Haut sehen.
Bei einem Trachom sieht man die Veränderungen am Auge, genauer gesagt an der Hornhaut.
Die Behandlung des Trachoms erfolgt in mehreren Schritten.
Antibiotische Augensalbe, Operationen zur Entfernung der Narben, teils eine Hornhauttransplantation sowie das Achten auf Hygiene, besonders im Gesicht dienen der Behandlung.
Weiterhin wird über die Krankheit und Ansteckungswege aufgeklärt.
Schwerpunkt der Behandlung der Ornithose ist ebenfalls die Antibiotikagabe.
Diese sollte mit Doxycyclin für mindestens 14 Tage über die Entfieberung hinaus fortgesetzt werden.
Chlamydien lassen sich mit Antibiotika einfach behandeln.
Da kaum Resistenzen bestehen, ist die Therapie sehr oft erfolgreich.
Da es aber teils zu eher unspezifischen Symptomen kommt, vor allem bei Frauen, kann es zu Komplikationen kommen. Hier gilt es Beschwerden ernst zu nehmen, sich regelmäßig testen zu lassen bei wechselnden Partnern oder den kostenlosen Chlamydientest beim Frauenarzt jährlich bis zum 25. Lebensjahr wahrzunehmen.
Die Prognose des Trachoms hängt vom Stadium ab.
In den Anfangsstadien ist die Prognose sehr gut. Meist kommt es nicht zu einer Erblindung.
Je häufiger es zu Reinfektionen kommt oder aber, je fortgeschrittener das Stadium, desto schlechter die Prognose. Frauen erblinden aufgrund der Mutter-Kind-Übertragung häufiger als Männer.
Die Prognose der Ornithose hängt von der Verlaufsform ab.
Ein milder Verlauf heilt in der Regel folgenlos aus.
Eine Chlamydieninfektion bleibt zunächst etwa ein bis drei Wochen unbemerkt, bis sich Symptome entwickeln und Patienten Beschwerden klagen.
Bei Frauen kann es auch durchaus sein, dass die Infektion länger nicht entdeckt wird, da sich die Krankheit eher als Ausfluss, als schmerzhafte Harnwegentzündung präsentiert, was bei Männern der Fall ist.
Unbehandelt kann sich die Infektion aber ausbreiten und bis zur Unfruchtbarkeit führen, weshalb sie immer sofort behandelt werden sollte, auch wenn die Symptome mild sind.
Mittels der richtigen Antibiotikatherapie heilt eine Chlamydieninfektion in der Regel innerhalb einer Woche aus.
Bei chronischen, schon länger bestehenden und schweren Infektionen kann die Therapie länger dauern.
Die Dauer variiert je nach Erkrankung.
Eine unkomplizierte Ornithose dauert ca. 3–4 Wochen an, während eine schwere in einigen Fällen bis zu 15 Wochen Genesungszeit braucht.
Geschlechtskrankheiten lassen sich, ohne Komplikationen, in ca. einer Woche behandeln.
Die Geschlechtserkrankung, die durch Chlamydien ausgelöst wird, ist sehr ansteckend.
Durch Chlamydien ausgelöste Geschlechtskrankheiten zählen zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten überhaupt.
Die Bakterien breiten sich über Schmierinfektionen aus.
Es gibt keine genauen Zahlen, da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist (Ausnahme bildet hier die Ornithose, diese ist meldepflichtig). Schätzungen zufolge sind aber 6 % der Bevölkerung betroffen.
Die Erreger breiten sich während des ungeschützten Geschlechtsverkehrs über Schleimhautkontakt aus.
Beim Trachom sind auch Schmierinfektionen Auslöser. Die gemeinsame Benutzung von Handtüchern zum Beispiel dient als ein Übertragungsweg. Außerdem ist eine Übertragung durch Fliegen beschrieben.
Die Ornithose breitet sich über infizierte Tiere aus, die einerseits andere Tiere, aber auch Menschen anstecken.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist Gegenstand aktueller Forschungen.
Durch das Einatmen von Vogelkot-Staub (Tröpfcheninfektion) oder aber direkte Ansteckung wird der Erreger auf den Menschen übertragen.
Die Vögel infizieren sich vor allem auf Vogelausstellungen. Das Bakterium bleibt bei Raumtemperatur für ca. 4 Wochen infektiös.
Bei allen Geschlechtskrankheiten gilt, dass sie das Auftreten anderer Geschlechtskrankheiten begünstigen.
Die Ansteckung mit Chlamydien erfolgt meistens durch nicht ausreichend geschützten Geschlechtsverkehr mit Menschen, die infiziert sind.
Das einzige Verhütungsmittel, das vor Chlamydien schützt, ist das Kondom und sollte daher bei Unbekannten immer verwendet werden.
Trotzdem ist eine Ansteckung nach oder vor dem Geschlechtsverkrehr möglich, aber viel weniger wahrscheinlich als ohne Kondom.
Die Inkubationszeit ist jene Zeit, in der jemand zwar infiziert ist, aber keinerlei Symptome aufweist.
Erst nach der Inkubationszeit entwickeln Betroffene Symptome, die auf das Vorliegen einer Krankheit hinweisen. Die Inkubationszeit einer Chlamydieninfektion liegt bei 1 bis 3 Wochen.
Bei den durch Chlamydien ausgelösten Geschlechtskrankheiten kommt es bei fehlender Behandlung zu Verklebungen der inneren Geschlechtsorgane.
Dies kann zu Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften, Frühgeburten und Fehlgeburten führen.
Eine während einer Schwangerschaft bestehende Infektionen mit Chlamydien wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Ungeborene übertragen.
Es kommt im Falle einer Übertragung auf das Kind zu folgenden Symptomen:
Auch während der Schwangerschaft kann mit Antibiotika behandelt werden. Unbehandelt kommt es bei etwa 2/3 der Betroffenen zu einer Übertragung auf das Kind.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
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