Schilddrüsenvergrößerung (Struma), wenn das Volumen der Schilddrüse zunimmt.

Eine Schilddrüsenvergrößerung, auch „Struma“ genannt, liegt dann vor, wenn die Schilddrüse größer ist, als alters- und geschlechtsspezifisch festgelegt. Erwachsene Frauen haben hier normalerweise ein Schilddrüsenvolumen von maximal 18 ml und Männer von 25 ml.
Bei einer Schilddrüsenvergrößerung kommt es darauf an, wie groß sie ist.
An sich ist es nicht gefährlich, kann aber je nach Ausmaß auf Nachbarstrukturen, wie zum Beispiel die Luftröhre, drücken.
Unter Umständen kann dies zu einer gefährlichen Atemnot führen.
Nicht immer fällt die Schilddrüsenvergrößerung (Struma) von außen auf, wenn man jedoch eine Verdickung oder Schwellung in der Halsgegend bemerkt, sollte man unabhängig der Ursache immer einen Arzt aufsuchen.
Auch wenn Schluckstörungen auftreten, kann das ein Hinweis auf eine vergrößerte Schilddrüse sein.
Eine Schilddrüsenvergrößerung kann auch im Rahmen einer Überfunktion (→ Schilddrüsenüberfunktion) auftreten, sodass man bei verschiedenen eher unspezifischen Symptomen, wie Gewichtsverlust, Herzrasen, Schwitzen, Durchfällen und innerer Unruhe ebenfalls einen Arzt aufsuchen sollte.
Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt, dieser kann je nach Verdacht ggf. zu einer weiteren Fachrichtung überweisen.
Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist auf der Vorderseite des Halses lokalisiert und befindet sich neben Luftröhre und Speiseröhre.
Bei einer starken Vergrößerung liegt es daher nahe, dass es zu Problemen bei der Atmung und Schlucken kommt.
Die Schilddrüse ist beteiligt an:
Man kann eine Schilddrüsenvergrößerung (Struma) nach seiner Struktur im Inneren in folgende einteilen:
Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Schilddrüsenvergrößerung.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
Die Entfernung der Schilddrüse geschieht während einer OP unter Vollnarkose.
Dabei wird ein kleiner Schnitt über dem Hals gesetzt und nachdem alle wichtigen Strukturen dargestellt wurden, die Schilddrüse entfernt.
Nach der Operation muss man ein Leben lang Schilddrüsenhormone einnehmen, da sie überlebenswichtig sind. Das geschieht in Form einer Tablette (L-Thyroxin), die immer morgens ca. 30 Minuten vor dem Frühstück genommen wird.
Die Prognose einer Schilddrüsenvergrößerung richtet sich nach der Ursache.
Eine Mangelerscheinung lässt sich meist gut und einfach ausgleichen.
Auch wenn die Schilddrüse entfernt wird, ist das Struma behoben.
Tumore der Schilddrüse haben eher eine schlechtere Prognose.
Die Schilddrüsenvergrößerung kann je nach Ursache reversibel sein, also sich zurückbilden.
Manchmal bildet es sich sogar von alleine zurück.
Um einer Schilddrüsenvergrößerung vorzubeugen, sollte man auf eine ausreichende Zufuhr der Spurenelemente achten und falls Schilddrüsenerkrankungen bestehen, diese behandeln lassen.
Man teilt die Stadien einer Schilddrüsenvergrößerung anhand klinischer Kriterien, wie zum Beispiel die Tast- und Sichtbarkeit der Vergrößerung ein.