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Ständiger, bzw. übermäßiger Durst (Polydipsie) hat meist harmlose Ursachen, kann jedoch auch ein Anzeichen für eine zugrunde liegende gesundheitliche Störung sein und sollte nicht ignoriert werden. Es ist wichtig, die Ursache zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

ArrowDownIst das gefährlich?

Ständiger und übermäßiger Durst ist zwar in vielen Fällen harmlos, kann aber auch in Verbindung mit ernsten Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenversagen stehen.

Unbehandelt können diese Erkrankungen schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Es ist daher wichtig, auch auf mögliche weitere Symptome zu achten und ggf. bei anhaltenden Beschwerden den Hausarzt zu kontaktieren.

Wann Notarzt verständigen

In Verbindung mit weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwächegefühl, Bewusstseinsstörungen, erhöhtem und unregelmäßigem Puls oder Atemnot sollte umgehend eine medizinische Versorgung erfolgen.

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Ursachen

Diabetes mellitus

Diabetes insipidus

Dehydratation

Medikamenteneinnahme

Infekt (Fieber)

Starkes Schwitzen

Schilddrüsenüberfunktion

Nierenversagen

Cushing-Syndrom

Hyperkalzämie

Psychogene Polydipsie

Alkoholismus

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Wann zum Arzt?

Wenn das übermäßige Durstgefühl über mehrere Tage anhält, die Flüssigkeitszufuhr auffällig erhöht ist und weitere Auffälligkeiten wie Gewichtsverlust oder häufiges Urinieren hinzukommen, sollte eine ärztliche Abklärung auf zugrunde liegende Krankheiten erfolgen.

Der erste Ansprechpartner bei ständigem Durst ist Dein Hausarzt.

Randnotiz! In etwa 2–3 Liter Flüssigkeit sollte ein Erwachsener pro Tag zu sich nehmen. Genauer gesagt etwa 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Natürlich abhängig von der Außentemperatur und der sportlichen Betätigung.

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Einteilung & Formen

Grundsätzlich kann ständigen, übermäßigen Durst (Polydipsie) in primäre und sekundäre Polydipsie unterteilt werden:

  1. Primäre Polydipsie – bezieht sich auf ein gesteigertes Durstgefühl ohne eine zugrundeliegende auslösende Erkrankung.
  2. Sekundäre Polydipsie – hingegen wird durch Grunderkrankungen ausgelöst wie Diabetes mellitus.
arrow downBegleitende Symptome

Um eine mögliche Ursache für den ständigen Durst zu identifizieren, sind weitere mögliche Symptome sehr hilfreich bei der Diagnostik.

Begleitsymptome eines übermäßigen Durstgefühls können je nach Auslöser unterschiedlich ausfallen und einen Hinweis auf diesen liefern.

  • Bei Diabetes – Beim Diabetes mellitus treten typischerweise auch häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Sehstörungen und eine erhöhte Infektionsanfälligkeit (Erkältung, Hautpilzerkrankungen …) und Magenbeschwerden bei kohlenhydratreicher Nahrung auf, während sich die Symptome beim Diabetes insipidus hauptsächlich auf die Durststeigerung und das häufige Wasserlassen beschränken
  • Bei Dehydration – Anzeichen einer Dehydratation sind Kopfschmerzen, trockener Mund und trockene Schleimhäute, dunkler bzw. konzentrierter Urin, Schwindel und Verwirrtheit.
  • Nierenschwäche – Andere Symptome wie Wassereinlagerungen in den Beinen, Müdigkeit, Übelkeit, Luftnot und verringerte Urinausscheidung weisen eher auf eine Nierenschwäche oder ein Nierenversagen hin.
  • Fieber – ist durch eine erhöhte Temperatur gekennzeichnet, wobei auch Schwitzen, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein zu den klassischen Begleiterscheinungen zählen.
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Diagnose Ständiger Durst

  • Anamnesegespräch – In einem Gespräch erfragt der Arzt die typischen Anzeichen von möglichen Verdachtsdiagnosen.
    • Seit wann?
    • Medikamenteneinnahme
    • Weitere Anzeichen? (Gewichtsverlust, häufiger Harndrang, Sehstörungen …)
  • Körperliche Untersuchung
  • Urinuntersuchungund Blutuntersuchung – um den Verdacht auf Diabetes mellitus oder Diabetes insipidus auszuschließen oder zu bestätigen.
  • Weitere Diagnostik – Ggf. Überweisung zu einem weiteren Spezialisten (z. B. Nierenspezialist, Endokrinologe, Neurologe)
  • Ggf. Bildgebung (z. B. Magnetresonanztomographie) – je nach Verdachtsdiagnose.
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Behandlung Ständiger Durst

Die Behandlung bei ständigem Durst richtet sich nach der Ursache.

  • Bei Diabetes – sollte eine Diabetes-Erkrankung hinter dem Durstgefühl stecken, so muss eine langfristige Einstellung und Kontrolle des Blutzuckerspiegels erfolgen.
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arrow downHausmittel Ständiger Durst
  • Flüssigkeitsausgleich – Liegt ein hoher Verlust von Körperflüssigkeit und Salzen vor, beispielsweise durch Durchfall, Erbrechen oder starkes Schwitzen, sollte auch ausreichend getrunken werden, um dies auszugleichen.
    Auch die Mineralstoffe sollten in diesem Fall ausreichend zugeführt werden.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
arrow downFAQ`s

Wie entsteht eigentlich Durst?

Der Körper benötigt immer ausreichend Flüssigkeit.

Somit wird permanent der Wasser und Salzhaushalt durch Sensoren im Körper überwacht und an das Gehirn gesendet.

Kommt es zu einem Mangelzustand, signalisiert das Gehirn an die Nieren Wasser zu „sparen“ und es entsteht das Gefühl von Durst.

Wer viel trinkt (Polydipsie), hat als Folge meist auch eine erhöhte Harnausscheidung (Polyurie).

Es kann aber auch umgekehrt sein, wer viel auf die Toilette geht, hat auch stärkeres Durstgefühl, so wie es zum Beispiel bei einem Diabetes insipidus der Fall ist.

aktualisiert: 23.04.2025
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Zana Salihu
Zahnmedizin - Studentin
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