Beckenringfraktur, wenn es zu einem Knochenbruch im Bereich des Beckens kommt.

Erfahrungs Berichte
Bei einer Beckenringfraktur kommt es durch den Knochenbruch zu einer Unterbrechung des Beckens. Insgesamt sind das eher seltene Frakturen, bei denen oft hohe Gewalteinwirkungen ursächlich sind.
Eine Beckenringfraktur kann gefährlich und teils sogar lebensbedrohlich aufgrund der möglichen Komplikationen werden.
Da eine Beckenringfraktur vor allem bei jüngeren Patienten oft im Rahmen von schweren Unfällen und da meist mit anderen Verletzungen zusammen auftritt, muss man mit Komplikationen rechnen.
Bei jüngeren Patienten treten diese Art der Frakturen eher im Rahmen von schweren Unfällen auf, sodass die Betroffenen ohnehin mittels Rettungswagen in die Klinik gebracht werden.
Besonders bei älteren Menschen treten Beckenringfrakturen aber nach Bagatelltraumen auf.
Je nach Ausprägung der Verletzung können Betroffene nicht mehr laufen und brauchen Hilfe.
Wenn es zu starken Schmerzen, einer Beckenasymmetrie und auch blauen Flecken im Bereich des Becken- oder Genitalbereiches kommt, sind dies Hinweise auf einen Knochenbruch, besonders nach Unfällen.
Das Becken stabilisiert unseren Körper und trägt zusammen mit der Wirbelsäule das gesamte Gewicht.
Es stellt die Verbindung zwischen dem Rumpf und dem Unterkörper dar und setzt sich aus mehreren Knochen zusammen.
Das Kreuzbein (Os sacrum) stellt die Verlängerung der Wirbelsäule dar, es ist über die Iliosakralgelenke mit den Darmbeinen verbunden (Os ilium) und bildet so den hinteren Beckenring.
Das sind die größten Knochen des Beckens und auch die Anteile, die man bei sich selbst an den Seiten und am Rücken tasten kann (Darmbeinschaufeln).
Das Darmbein bildet zusammen mit dem Sitzbein (Os ischii) und Schambein (Os pubis) die Hüftpfanne.
Abschließend bildet das Schambein die Schambeinfuge und so die vordere Verbindung zwischen den beiden Beckenhälften.
Die Beckenringfraktur kann anhand der AO-Klassifikation in 3 Typen eingeteilt werden.
Bei den Ursachen muss man etwas nach dem Alter unterscheiden.
Die Diagnose einer Beckenringfraktur ist schnellstmöglich zu stellen.

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Bei einem Bruch des Beckens kann man teils eine Asymmetrie des Beckens von außen erkennen.
Auch blaue Flecken sind möglich.
Die Therapie richtet sich nach der Klassifikation und den Begleitverletzungen.
Bei der OP kommen Schrauben und Platten zur Stabilisierung zum Einsatz.
Diese werden auf die Knochenfragmente gesetzt und halten diese so aneinander, damit der Knochen heilen kann.
Der Eingriff kann je nach Lage des Bruchs von vorne oder von hinten erfolgen.
Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt.
Nach der Operation dauert es ca. 2 Monate, bevor man mit der Mobilisierung richtig anfangen kann.
In dieser Zeit ist es wichtig, auf eine Blutverdünnung zu achten, um eine Thrombose als Komplikation zu vermeiden.
Die Entscheidung der genauen Therapie ist individuell und wird an die Situation angepasst.
Die Prognose einer Beckenringfraktur richtet sich nach der Art der Beckenfraktur und auch nach den Begleitverletzungen.
Eine stabile Beckenringfraktur, die konservativ behandelt werden kann, heilt in der Regel folgenlos aus.
Je nach Lokalisation des Bruches kann es aber zu teils schwerwiegenden Komplikationen kommen.
Besonders wenn die Krafteinwirkung sehr groß war, viele Verletzungen bestanden und es zu einem großen Blutverlust kam, ist die Prognose erheblich schlechter.
Der Verlauf einer Beckenringfraktur richtet sich nach den Begleitverletzungen und auch der Schwere der Fraktur (Knochenbruch).
Wenn sie konservativ behandelt werden kann, ergibt sich meist ein komplikationsloser Verlauf.
Je mehr andere Verletzungen hinzukommen oder, wenn besonders schwere Verletzungen vorliegen, verlängert das die Heilungsdauer und birgt mehr Komplikationen.
Die Beckenringfraktur entsteht vor allem bei jüngeren Menschen, oftmals im Rahmen von schweren Unfällen.
Es kommt daher häufig zu teils schweren Begleitverletzungen.
Im Rahmen des Unfallhergangs sind folgende möglich:
Je nachdem, ob der Bruch konservativ oder operativ behandelt werden kann, ändert sich die Genesungsdauer.
Mit einer konservativen Behandlung sind Betroffene in der Regel nach ca. 1 - 2 Wochen wieder mobil.
Nach der OP kann die Mobilisierung ab ca. 2 Monaten nach dieser beginnen.
Es ist dann viel Physiotherapie und Ergotherapie nötig.
Teils sind die Patienten (vorübergehend) auf einen Rollstuhl oder andere Gehhilfen angewiesen.
Je nach Schwere der Verletzung kann es Monate dauern, bis eine volle Funktionsfähigkeit des Beckens wiederhergestellt ist.
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