Herpes, wenn es zur Bläschenbildung der Haut (Lippe, Augen, Genitalien) aufgrund einer Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus kommt.
Herpes ist eine ansteckende Viruserkrankung der Haut und Schleimhaut. Man unterscheidet mehrere Herpesviren-Typen. Zu den häufigsten zählt das Herpes-simplex-Virus, welches wiederum in Typ 1 (HSV 1) und Typ 2 (HSV 2) unterteilt wird. Infiziert man sich einmal mit dem Virus, verbleibt es ein Leben lang im Körper und kann bei einer Schwächung des Immunsystems erneut ausbrechen.
Eine Herpesinfektion des Auges, die nicht behandelt wird, kann gefährlich werden, da sie zu einer Schädigung des Auges beziehungsweise der Sehkraft führen kann.
Ein Herpes im Auge muss daher immer medikamentös therapiert werden.
Für Menschen mit einer Immunschwäche kann Herpes ebenso gefährlich werden, da es zu schwerwiegenden Verläufen kommen kann.
Ebenso können Neugeborene durch eine Infektion, zumeist erfolgt die Übertragung durch einen Genitalherpes der Mutter, schwerwiegende Symptome entwickeln, die einen lebensbedrohlichen Zustand hervorrufen können.
Eine Herpesinfektion eines Neugeborenen bezeichnet man in der Fachsprache auch als Herpes neonatorum.
Um eine Übertragung des Herpes Virus auf das Kind beziehungsweise Neugeborene zu verhindern, wird bei einer Herpesinfektion im Genitalbereich der Mutter gegen Ende der Schwangerschaft oft ein Kaiserschnitt durchgeführt.
Bei einer kleinen einzelnen Hautblase am Mund ist in der Regel keine ärztliche Behandlung notwendig.
Eine schwerwiegende Herpeserkrankung, die sich vor allem bei einer Erstinfektion oder auch bei einer starken Immunschwäche zeigen kann, muss wiederum eine (medikamentöse) Behandlung beim Hausarzt oder gegebenenfalls beim Dermatologen erfolgen.
Auch bei Kindern, insbesondere sehr kleinen Kindern, sollte beim Verdacht auf eine Herpeserkrankung zur Sicherheit der Kinderarzt aufgesucht werden.
Dasselbe gilt für Herpes im Genitalbereich, hier ist der Gynäkologe, umgangssprachlich Frauenarzt genannt, zumeist der erste Ansprechpartner.
Zu den Herpesvirenwerden fälschlicherweise oftmals nur die Herpes simplex Viren vom Typ 1 und 2 gezählt.
Die Familie der Herpesviren ist jedoch um einiges größer und umfasst noch weitere Arten wie zum Beispiel das Varizella Zoster Virus, das Cytomegalievirus oder auch das Epstein-Barr-Virus.
Vor allem das Varizella Zoster Virus ist neben den simplex Viren 1 und 2 besonders bekannt.
Sowohl die „klassische Kinderkrankheit“ Windpocken als auch eine Gürtelrose werden nämlich durch eine Infektion mit den Varizellen Viren hervorgerufen.
Herpes Zoster wird umgangssprachlich auch als Gürtelrose bezeichnet.
Es handelt sich dabei um einen stark schmerzenden Hautausschlag, der durch die sogenannten Varizellen Viren ausgelöst wird.
Diese zählen zur Familie der Herpesviren.
Varizellen können zu zwei verschiedenen Krankheiten führen.
Personen, die an einem Herpes Zoster erkranken sind, oft immungeschwächt, wodurch sich die Zoster Viren, die wie die Herpesviren im Allgemeinen in Nervenzellen des Körpers verbleiben, wieder reaktivieren.
Der Zoster Virus kann sowohl im Gesicht als auch in anderen Körperregionen auftreten. Typisch ist eine Begrenzung des Zoster Ausschlags auf einen eingegrenzten Hautbezirk.
Weitere Symptome beziehungsweise erste Anzeichen eines Herpes Zosters können leichtes Fieber, Abgeschlagenheit, Jucken und lokal begrenzte Schmerzen in einer Körperregion sein. Anschließend kommt es zur Ausbildung von Hautrötungen und Bläschen in einem umschriebenen Bereich auf der Haut.
Um einen Herpes Zoster diagnostizieren zu können, reicht einem Arzt in der Regel die Begutachtung des Hautausschlags und das Vorliegen der beschriebenen Symptome aus.
Der Herpes zoster wird sehr häufig mit speziellen Medikamenten, den sogenannten Virostatika behandelt.
Herpes simplex ist eine Infektion mit den Herpes Simplex Viren 1 oder 2.
Diese führen zu Bläschenbildung im Gesicht, insbesondere an Mund und Nase , an den Schleimhäuten oder im Genitalbereich.
Bei einer Erstinfektion mit dem Herpes simplex Virus kommt es oft zu Bläschenbildung im Mundraum, diese wird als Gingivostomatitis herpetica bezeichnet.
Kennzeichnend hierfür sind Schmerzen im Mundraum, Abgeschlagenheit und Fieber.
Oft ist es den Betroffenen aufgrund der Bläschen kaum noch möglich, zu essen.
Darüber hinaus kann ein Herpes Simplex Virus auch zu einer schweren Infektion des Auges (Augenherpes) führen.
Unbehandelt kann eine solche Herpesinfektion im Auge zu einer Seheinschränkung beziehungsweise Sehverlust führen und muss daher zwingend behandelt werden.
Weiterhin können Herpes simplex Viren auch eine Hirnhautentzündung verursachen, die als Herpes Enzephalitis bezeichnet wird.
Diese äußert sich in der Regel durch Fieber, Verwirrtheitszustände und Krampfanfälle.
Eine Herpes Enzephalitis ist lebensbedrohlich und muss unter allen Umständen ärztlich beziehungsweise medikamentös behandelt werden.
Das Besondere an Herpesviren ist, dass sie nach einer Erstinfektion in bestimmten Nervenzellen im Körper in einem „inaktiven“ Zustand verweilen.
Durch äußere oder auch innere Faktoren kann es zu einer Reaktivierung der Herpesviren kommen, die sich durch das Auftreten der Herpes typischen Symptomen äußern.
Als Auslöser für das Wiederauftreten von Herpes kann eine Erkältung oder Infektion, starke Sonneneinstrahlung, enorm viel Stress oder eine Schwangerschaft verantwortlich sein.
Bei immunsuppressiven Erkrankungen beziehungsweise einem geschwächten Immunsystem kann es ebenfalls zu einer Aktivierung der Herpesviren kommen, in diesen Fall kann die Herpesinfektion schwerwiegend verlaufen und muss oftmals ärztlich beziehungsweise medikamentös behandelt werden.
Typische Anzeichen eines Herpes sind ein lokales Prickeln, Brennen oder auch leichte Schmerzen.
Nur kurze Zeit nach diesen „Vorboten“ kommt es dann zur Ausbildung eines oder mehrere Herpesbläschen.
Besonders häufig sind Lippe oder auch die Nase betroffen.
Die Haut um die Bläschen zeigt sich häufig gerötet und kann schmerzempfindlich sein.
In der Regel kann ein Herpes im Gesicht oder im Genitalbereich durch eine Blickdiagnose beim Arzt festgemacht werden.
Bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Herpesviren kann eine Blutuntersuchung zum Nachweis des Virus notwendig sein.
Herpes treten als kleine Bläschen, bzw. Geschwüre in Erscheinung. Die Herpesbläschen können aufplatzen und zu rötlichen Verletzungen der Haut führen. Am Rand erscheint Herpes rötlich, in der Mitte weiß-gelblich.
Der (einfache) Lippenherpes kann in der Regel sehr gut von anderen Erkrankungen unterschieden werden.
Dem Arzt reicht hierzu meist eine Blickdiagnose aus.
Beim Genitalherpes kommen differentialdiagnostisch unter anderem Geschlechtskrankheiten, die sich durch Hautveränderungen bemerkbar machen, in Betracht.
Hierzu zählen unter anderem
Je nach Schweregrad der Herpesinfektion gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.
Zum einen gibt es Cremes und Salben, die den Wirkstoff Aciclovir enthalten und vor allem bei kleinen einzelnen Herpesbläschen am Mund eingesetzt werden.
Bei schwerwiegenden Verläufen greift man auf bestimmte Medikamente zurück, die zur Gruppe der sogenannten Virostatika zählen.
Es handelt sich dabei um Medikamente, die das Herpesvirus eindämmen.
Ein bekannter Vertreter dieser Gruppe ist der Wirkstoff Aciclovir, der auch in geringer Dosierung in Cremes oder Salben zur Behandlung von Herpes zu finden ist.
Weiterhin kommen zur Symptomlinderung Schmerzmittel wie Ibuprofen und Schleimhautpflegemittel, insbesondere bei einem Herpes Befall im Mundraum, der sogenannten Gingivostomatitis herpetica, zum Einsatz.
In der Regel verläuft eine Herpesinfektion ohne weitere Komplikationen.
Durch das Verbleiben des Virus in den Nervenzellen kann es aber immer wieder zu einer erneuten Herpeserkrankung durch Reaktivierung der Herpesviren kommen.
Herpesinfektionen stellen vor allem für Menschen mit einer Schwäche des Immunsystems ein Problem dar.
Bei ihnen kann eine Herpesinfektion einen sehr schweren Verlauf nehmen und muss zwingend medikamentös behandelt werden.
In seltenen Fällen kann es auch zu einer Enzephalitis kommen, dabei handelt es sich um eine Entzündung im Gehirn, die als schwerwiegende Komplikation einer Herpesinfektion auftreten kann.
Gefährlich kann sich eine Herpesinfektion auch bei Neugeborenen, zum Beispiel durch eine Herpes genitalis, Infektion der Mutter, während der Schwangerschaft beziehungsweise der Geburt darstellen.
Es kann zu schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Verläufen bei den Kindern mit Entzündungen der Leber, Gerinnungsstörungen, Lungenentzündungen oder auch einer Entzündung des Gehirns, der sogenannten Enzephalitis kommen.
Bei immungeschwächten Menschen kann eine Herpesinfektion zu schweren Krankheitsverläufen führen.
Auch bei Neugeborenen kann ein Herpes einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Eine Infektion mit Herpes bei sehr kleinen Babys muss daher immer umgehend ärztlich behandelt werden.
Bei einem einzelnen Herpesbläschen im Gesicht, etwa an der Lippe oder der Nase dauert die Heilung meistens zwischen 7 bis 14 Tagen.
Bei schweren Verläufen, zum Beispiel bei Neugeborenen oder Immunsupprimierten hängt der Krankheitsverlauf dann von der Schwere der Symptome beziehungsweise des Krankheitsbildes und den damit verbundenen notwendigen Therapiemaßnahmen ab.
Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz, um eine Infektion oder Reaktivierung von Herpesviren zu verhindern.
Dazu gehört eine gesunde Ernährung, Sport, ausreichend viel Schlaf und der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten.
Zu den weiteren Maßnahmen, um Herpes vorzubeugen, insbesondere dann, wenn eine Person im näheren Umfeld von einer Herpesinfektion betroffen ist, gehören unter anderem
Beim Vorliegen der Herpes typischen Symptome (leichte Schmerzen, Bläschen, gerötete Haut etc.) kann das Herpesvirus durch Speichel, Berührung oder auch gemeinsam benutzte Gegenstände (ohne vorherige Reinigung) wie Tassen oder Besteck übertragen werden.
In seinem inaktiven oder ruhenden Zustand, in welchem der Herpesvirus im Körper beziehungsweise bestimmten Nervenzellen des Menschen verweilt, ist keine Ansteckungsgefahr für andere gegeben.
Achtung! Bei Neugeborenen und jungen Säuglingen kann eine Herpesinfektion zu schwerwiegenden Symptomen führen.
Ursache für den schweren Krankheitsverlauf ist das noch unausgereifte Immunsystem der kleinen Babys.
Eine Herpesinfektion zeigt sich bei zwei Drittel der Säuglinge oder Neugeborenen durch Herpesbläschen auf der Haut.
Daneben kommt es zu weiteren Krankheitssymptomen.
Dazu gehören unter anderem:
Eine Herpesinfektion im Neugeborenenalter muss umgehend medikamentös behandelt werden, um einen lebensbedrohlichen Verlauf abzuwenden und mögliche Langzeitschäden zu verhindern.
Ein einzelnes Herpesbläschen am Mund während der Schwangerschaft stellt vorerst kein Risiko dar.
Anders verhält es sich mit einer Herpesinfektion im Genitalbereich gegen Ende der Schwangerschaft beziehungsweise unter der Geburt, häufig bedingt durch das Herpes simplex Virus 2.
Um eine Übertragung der Mutter auf das Kind unter der Geburt zu verhindern, wird in der Regel ein Kaiserschnitt, in der medizinischen Fachsprache auch Sectio genannt, durchgeführt.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
Das Besondere an den Herpes Viren ist, dass sie im Körper beziehungsweise in bestimmten Nervenzellen verbleiben. Davon merken die Betroffenen nichts. Durch bestimmte Umstände, wie eine Schwächung des Immunsystems, starker Stress oder auch Sonneneinstrahlung kann der Herpes Virus erneut „aktiv“ werden und die Herpes typischen Symptome wie Bläschenbildung, Juckreiz, Brennen und lokalen Schmerz verursachen.