Nasenscheidewandverkrümmung (Nasenseptumdeviation), wenn die Scheidewand, welche die Nase in linke und rechte Haupthöhle teilt, verbogen ist.
Unter einer Nasenscheidewandverkrümmung versteht man eine Abweichung der Nasenscheidewand von der Mitte. In der Fachsprache wird es auch als „Septumdeviation“ bezeichnet. Prinzipiell kann jeder von einer Nasenscheidewandverkrümmung betroffen sein – besonders Unfälle können in jedem Lebensalter passieren. Liegt eine angeborene oder früh erworbene Form vor, sind eher Kinder und jüngere Erwachsene betroffen.
Eine Nasenscheidewandverkrümmung ist nicht gefährlich.
Da eine Nasenscheidewandverkrümmung aber Betroffene vor allem auch nachts bei der Atmung behindern kann, kommt es zu teils sehr einschränkenden Symptomen.
Wenn es häufig zu Infekten, besonders der oberen Atemwege, trockenem Mund und Schnarchen sowie Schwierigkeiten beim Atmen kommt, sollte man einen Arzt (HNO-Arzt) aufsuchen.
Das Ausmaß der Symptome ist abhängig vom Ausmaß und Lokalisation der Verkrümmung.

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Je nach Ausprägung der Fehlstellung kann eine Nasenscheidewandverkrümmung von außen erkennbar sein.
Es wirkt entweder die ganze Nase „schief“ oder aber „nur“ die Nasenscheidewand, zum Beispiel beim Betrachten von unten.
Wenn die Symptome aber sehr einschneidend sind, wird die Nase operiert.
Je nachdem kann nur das Septum korrigiert werden (Septumplastik) oder auch die ganze Nase (Septumrhinoplastik).
Die Operation findet unter Vollnarkose statt.
Letztendlich wird der knorpelige Anteil des Septums von den knöchernen Anteilen abgelöst, überflüssige Anteile werden rausgeschnitten und auch knöcherne Anbauten werden abgelöst, sodass der Knorpel wieder grade an den Knochen angebracht werden kann.
Teilweise wird aber auch nur der Knorpel begradigt, sodass er vollständig innerhalb der Nase operiert werden kann.
Vorteil dieser Techniken ist, dass man den Knorpel und somit auch einen wichtigen Anteil des Nasengerüsts erhalten kann.
Die OP dauert zwischen 30 und 60 Minuten und je nach Verfahren ist anschließend nicht mal mit einer Schwellung oder Verfärbung des Gesichts zu rechnen.
Am Ende der OP werden zwei dünne, flexible Schienen in beide Nasenlöcher eingelegt, um die Nasenwand zu stabilisieren.
Diese können nach ca. 3–5 Tagen entfernt werden.
Durch die Operation und Reizung der Nase sowie durch eine mögliche einliegende Tamponade kommt es zu einer Behinderung der Nasenatmung, was besonders den Schlaf stört. Es dauert in der Regel 7-10 Tage, bis sich das bessert. Je schlechter jedoch die Atmung vor der Operation war, desto schneller wird es nach der OP besser.
Man kann die Operation ambulant durchführen lassen, es ist ein häufig durchgeführter Eingriff.
Nach jeder Operation kann es aber zu Komplikationen kommen. Hierzu zählen hier:
Die Prognose ist gut.
Mittels Operation lässt sich die Fehlstellung korrigieren.
Der Verlauf einer Nasenscheidewandverkrümmung ist abhängig von der Therapie bzw. der Operationsindikation.
Wenn eher keine bis kaum Symptome auftreten, muss nicht zwingend therapiert werden, aber in diesem Fall ändert sich die Form der Nasenscheidewand natürlich nicht.
Mit der Operation wird die Verkrümmung begradigt, sodass danach die Symptome anschließend verschwinden sollten.
Die Erholung nach der Operation dauert wenige Tage bis Wochen bis teils ein Jahr, je nach Operationsverfahren.
Wenn die ganze Nase operiert werden muss, dauert es teils fast ein Jahr, bis diese vollständig ausgeheilt ist und man die Form endgültig betrachten kann.
Wenn nicht, operiert wird, bleibt die Nasenscheidewandverkrümmung ein Leben lang bestehen, teils aber auch ohne, dass dabei Probleme auftreten.
Eine Operation im Kindesalter wird meist nicht empfohlen, da sich die Nase noch im Wachstum befindet.