Patelladysplasie, wenn es zu einer Fehlstellung (falschen Form) der Patella kommt. (Patella (lat. Kniescheibe), Dyspasie (lat. Fehlbildung))


Erfahrungs Berichte
Eine Patelladysplasie beschreibt eine Fehlbildung der Kniescheibe (Patella). Die Fehlbildung kann zu einer Fehlbelastung im Knie und Schmerzen im Bereich der Kniescheibe führen. Die Patelladysplasie kann angeboren oder erworben sein. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten.
Eine Patelladysplasie ist nicht gefährlich.
Durch die veränderte Form der Patella kann es jedoch zu einer Mehrbelastung des Kniegelenks und vor allem der Kniescheibe kommen und somit zu vermehrten Abnutzung und Schmerzen kommen.
Wenn Knieschmerzen länger bestehen, sollte einmal eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Besonders wenn zusätzlich Fieber, Schüttelfrost, ein allgemeines Krankheitsgefühl und eine Schwellung, Rötung und Überwärmung des Knies bestehen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Hier gilt es, eine Infektion auszuschließen.
Generell sind Arztbesuche bei einem Orthopäden angeraten, wenn …
Eine Patelladysplasie betrifft die Kniescheibe (Patella).
Die Kniescheibe bildet zusammen mit dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Schienbein (Tibia) die knöchernen Anteile des Kniegelenks.
Sie gleitet beim Beugen des Beines nach oben und ermöglicht so die Beugung im Kniegelenk.
Die Kniescheibe ist in die Sehne des M. quadriceps femoris eingelagert und dient ihm als Sesambein, verstärkt so die Hebelwirkung und sorgt dafür, dass die Sehne genug Abstand zu umliegenden Strukturen hat, um optimal zu funktionieren.
Normalerweise ist die Kniescheibe ein scheibenförmiger, flacher, von vorn aus betrachtet dreieckiger Knochen.
Bei einer Patelladysplasie ist die Form abgeflachter und asymmetrischer.
Man kann die Patelladysplasie anhand der Wiberg-Klassifikation einteilen.
Hierbei wird die Symmetrie der Kniescheibe im Röntgenbild beurteilt. Man unterscheidet 4 Typen:
Die Fehlbildung ist entweder angeboren oder erworben, zum Beispiel nach einem Unfall.
Eine „verformte“ Kniescheibe kann innerhalb der Familie vererbt werden.

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Eine Patelladysplasie kann man in der Regel nicht von außen erkennen.
Überbelastungen sind in einigen Fällen mit einer Schwellung an der Kniescheibe verbunden.
Eine bildliche Darstellung ist nur mittels Anfertigung eines Röntgenbildes möglich.
Arthrose beschreibt die degenerative Abnutzung der Gelenke und daraus resultierende Schmerzen.
Letztendlich kann eine Patelladysplasie einer der Gründe für eine Arthrose sein.
Mittels Röntgenbild lässt sich die Dysplasie nachweisen und kann dann als Grund für die Schmerzen angegeben werden.
Behandlung
Die Behandlung ist ähnlich – Schmerzmittel und Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur sind zentrale Punkte in der Therapie.
Eine Lebensstiländerungen spielen hier auch eine große Rolle.
Zur Behandlungen kommen konservative und operative Verfahren in Frage.
Zunächst versucht man konservativ zu therapieren und so den Knorpel zu erhalten.
Letztendlich bestimmt der Grad der Knorpelabnutzung die Prognose und die Therapiemöglichkeiten.
Eine Patelladysplasie besteht ein Leben lang.
Die Prognose hängt dabei vom Grad der Abnutzung des Knorpels ab.
Je nachdem tritt eine Arthrose frühzeitig auf und verursacht früher Probleme, kann aber auch gar nicht oder erst im Alter bei „normalen“ degenerativen Veränderungen auftreten.
Mittels Physiotherapie und Muskeltraining lassen sich die Schmerzen oft behandeln.
Der Verlauf einer Patelladysplasie ist teilweise sehr unterschiedlich.
Von symptomlosen Verläufen bis hin zu starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und frühzeitiger Arthrose kann alles auftreten.
Der Verlauf hängt auch von persönlichen Faktoren, wie z. B. Gewicht, Aktivität im Alltag und Compliance in Bezug auf die Therapie ab.
Da die Fehlbildung zu einer Fehlbelastung im Knie führt, kommt es zu einer Knorpelabnutzung, letztendlich lässt sich aber keine pauschale Aussage über den exakten Verlauf treffen.
Bei der Patelladysplasie kann es aufgrund der Fehlbildung zu einer Fehlbelastung im Knie mit Knorpelabnutzung kommen.
Hieraus entstehen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Die Patelladysplasie besteht ein Leben lang.
Eine Heilung ist daher nicht, bzw. nur mit einer operativen Korrektur möglich.
Dementsprechend können die Symptome auch jederzeit auftreten bzw. auch erneut auftreten, nachdem sie abgeklungen sind.
In der Mehrzahl der Fälle sind beide Kniegelenke von einer Patelladysplasie betroffen.
Meist schmerzt eine Seite jedoch früher als die andere.
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