Phlegmone, wenn es zu einer bakteriell bedingten Entzündung des Weichteilgewebes der Haut kommt. Phlegmone ist ein medizinischer Notfall.


Unter einer Phlegmone versteht man eine akut eitrige Entzündung des Bindegewebes, die durch Bakterien ausgelöst wird und potentiell gefährlich werden kann. Meist betrifft sie die untere Extremität und jeder kann betroffen sein.
Ja, eine Phlegmone ist bzw. kann sehr gefährlich, sogar lebensbedrohlich werden.
Vor allem, wenn sich die Erreger ausbreiten.
Wenn eine Phlegmone diagnostiziert wird, besteht immer Therapiebedarf.
Man sollte vor allem dann zum Arzt, wenn es nach einer Wunde an der Haut an und um die Stelle zu einer unscharf begrenzten Rötung und Schwellung sowie Überwärmung, Schmerzen und einem Funktionsverlust der betroffenen Stelle kommt.
Die Schwellung steht hier aber klar im Vordergrund.
Zudem besteht ein allgemeines Krankheitsgefühl, einhergehend mit Fieber und Abgeschlagenheit.
Wenn dann auch noch schmerzhafte Lymphknoten im Abflussgebiet der Infektion hat (z. B. in der Achsel bei Infektion an der Hand → „Lymphadenitis“ = Entzündung der Lymphknoten), sollte man auf jeden Fall zum Arzt.
Man kann eine Phlegmone verschieden einteilen:

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Klassischerweise kommt es bei einer Phlegmone zu einer Rötung, die nicht scharf (unscharf) abgrenzbar ist, sowie zu einer teigigen Schwellung der betroffenen Stelle.
In der Mitte der Rötung findet sich die Eintrittspforte der Bakterien.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ein adäquater Tetanusschutz, der unbedingt erfragt werden sollte.
Die Prognose bei Phlegmonen richtete sich nach verschiedenen Faktoren, unter anderem nach dem Diagnose- und somit Therapiezeitpunkt, aber auch nach individuellen Faktoren wie Vorerkrankungen oder Erregerspektrum.
Bei früher Therapie ist die Prognose in der Regel gut.
Die Erkrankung heilt aus.
Je später jedoch die Therapie eingeleitet wird, desto schlechter ist die Prognose.
Besonders, auch wenn sich die Infektion ausbreitet, hat das einen negativen Einfluss.
Bei einer Phlegmone kommt es zu einer schnellen Symptomverschlechterung, oft innerhalb weniger Tage.
Unter einer Therapie gehen die Symptome in der Regel innerhalb von 24 - 48 Stunden zurück bzw. kommt es zu einer deutlichen Symptomverbesserung.
Die Hautveränderungen können teils mehrere Tage oder gar Wochen bestehen bleiben, bis sie dann vollständig ausheilen.
Eine schwere Phlegmone braucht oft länger zum Heilen, auch weil sich die Therapie komplizierter gestaltet (chirurgischer Eingriff nötig, etc.).
Wenn man einer Phlegmone vorbeugen will, muss man seine Haut und besonders Wunden richtig pflegen, da sie die Eintrittsstellen der Keime darstellen.
Besonders bei bekanntem Diabetes ist die richtige Fußpflege entscheidend, da aufgrund von Nebenwirkungen des Diabetes Betroffene oft keine Schmerzen bei z.B. Stößen spüren und so leichter Wunden entstehen, die dann nicht adäquat versorgt werden.
Diese sind natürlich besonders leichte Eintrittspforten für Bakterien.
Zudem sollten Grunderkrankungen gut eingestellt sein.
Eine Phlegmone ist nicht ansteckend.
Prinzipiell kann jede Körperstelle von einer Phlegmone betroffen sein.
In der Regel manifestiert sich die Entzündung an der unteren Extremität.
Auch Kinder können von einer Phlegmone betroffen sein.
Symptome und Behandlung sind aber weitestgehend gleich wie bei Erwachsenen.