Wundrose (Erysipel), wenn es aufgrund einer Wunde zu einer bakteriellen Entzündung des Unterhautgewebes kommt.

Die Wundrose, medizinisch auch Erysipel genannt, bezeichnet eine lokal begrenzte Entzündung der oberen Hautschichten. Typische für eine Wundrose sind scharf begrenzte, schmerzhafte rötliche Schwellungen der Haut. Ausgelöst wird die Entzündung durch Bakterien, welche durch Verletzungen in die Haut eindringen können.
Bei Verdacht auf Wundrose (Erysipel) oder sonstige Veränderungen der Haut (Schwellung, Rötung, Überwärmung, Druckschmerz …) oder Symptomen wie starkem Krankheitsgefühl (Mattheit, Schlappheit, Abgeschlagenheitsgefühl), Fieber oder Kopfschmerzen, sollte zuerst ein Termin beim Hausarzt vereinbart werden.
Dieser schaut sich die betroffene Haut an, macht eine körperliche Untersuchung, eine Anamnese und gegebenenfalls ein Blutbild und entscheidet, welche Behandlung im individuellen Fall für den Patienten mit dem entsprechenden Symptomenkomplex die beste ist.
Bei einem Erysipel, auch Wundrose, Rose oder Rotlauf genannt, handelt es sich um eine lokal begrenzte Entzündung der oberflächlichen Hautschichten und Lymphbahnen.
Selten können auch Schleimhäute betroffen sein.
Die Infektion wird meist durch den Erreger Streptococcus pyogenes verursacht.
Wenn sich die Infektion auf tiefere Strukturen wie Faszie, Muskel oder Unterhaut (Subkutis) ausbreitet, so spricht man in der medizinischen Fachsprache von einer Phlegmone.
Ein Erysipel stellt sich als scharf begrenzte und flächenhafte Rötung der Haut dar.
Durch kleinste Hautverletzungen können Bakterien in die Haut eindringen, sich dort vermehren und eine Infektion verursachen.
Ein Erysipel tritt am häufigsten an den Beinen, Armen oder im Gesicht auf. Selten kann es auch zu einem Erysipel um den Bauchnabel herum kommen.
Generell ist das Auftreten eines Erysipels aber am ganzen Körper möglich.
Wenn ein Erysipel frühzeitig erkannt und adäquat behandelt wird, so ist die Infektion in der Regel gut kontrollierbar und kann ohne Folgen abheilen.
Beachte! Unbehandelt kann ein Erysipel jedoch zu schweren Infektionen der tieferen Gewebe- und Muskelschichten führen und Schäden an beispielsweise Herz und Nieren verursachen.
Bei einem Erysipel, auch Wundrose, Rose oder Rotlauf genannt, handelt es sich um eine lokal begrenzte Entzündung der oberflächlichen Hautschichten und Lymphbahnen, selten können auch Schleimhäute betroffen sein.
Die Infektion wird meist durch den Erreger Streptococcus pyogenes verursacht.
Seltener handelt es sich um Mischinfektionen mit anderen Erregern, wie beispielsweise Staphylokokken oder Pseudomonas aeruginosa.
Streptokokken kommen beim Menschen natürlich in der Hautflora vor, sie bilden mit zahlreichen weiteren Mikroorganismen den schützenden „Säureschutzmantel“ der Haut.
Die intakte Haut und der Teppich an Mikroorganismen schützen unseren Körper vor dem Eindringen von Erregern. Durch kleinste Verletzungen können diese Erreger jedoch unter die Haut gelangen, so auch im Falle einer Wundrose.
Bei Menschen mit höherem Alter, Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, geschwächtem Immunsystem oder unter Immunsuppressionstherapie kann es schneller zu Infektionen kommen, als bei Menschen ohne Vorerkrankungen und mit intaktem Immunsystem.
Durch vorgeschädigte Haut, zum Beispiel durch Risse und Pilzerkrankungen der Haut, kann das Eindringen der Bakterien ebenfalls schneller gehen.
Verschieden Faktoren können das Entstehen eines Erysipels begünstigen, hierzu zählen beispielsweise:
Ein typisches Anzeichen der Wundrose (Erysipel) ist eine sich rasch ausbreitende Rötung der Haut.
Die Rötung ist hochrot, stufenförmig, flammenförmig, scharf begrenzt und schmerzhaft.
Manchmal bilden sich Ausläufer wie eine Art „Zunge“ (das kommt daher, dass sich die Infektion entlang der Lymphgefäße ausbreitet).
Zu Beginn liegt die stark gerötete Haut noch im Niveau, durch die Entzündung schwillt sie aber später an und wird erhaben.
Die Symptomatik hat eine große Spannweite und kann von einer druckschmerzhaften Schwellung der Haut, einem Brennen des betroffenen Hautareals, von kleinen roten Punkten ohne Schmerzen bis hin zu einer Infektion mit hohem Fieber („Rotlauffieber“) reichen.
Es können sich zudem Blasen bilden, welche einbluten können, dann spricht man von einem sogenannten bullösen Erysipel oder hämorrhagischen Erysipel.
Neben den Hauterscheinungen spielen aber noch weitere Symptome eine Rolle: schon zu Beginn der Infektion kann es zum Auftreten von Kopfschmerzen, Fieber und starkem Krankheitsgefühl (Schlappheit, Abgeschlagenheitsgefühl) kommen.
Ein Arzt kann eine Wundrose meist schon anhand der typischen Symptomkonstellation erkennen
Eine Wundrose äußert sich durch eine begrenzte, hellrot-glänzende Schwellung.
Ein Erysipel kann meist durch eine Blickdiagnose festgestellt werden.
Schwieriger wird die Diagnostik bei vorgeschädigter Haut.
Generell kommen einige Differentialdiagnosen in Betracht, die hier exemplarisch ohne Anspruch auf Vollständigkeit aufgeführt sind:
Wenn es sich um eine diagnostizierte Wundrose, Erysipel handelt, ist meistens die Gabe von hochdosierten Antibiotika notwendig.
Je nach Schwere und Verlauf der Erkrankung wird Penicillin V oral oder Cephalosporine intravenös verabreicht.
Ist eine Penicillinallergie bekannt, sollte dies sofort vor der Behandlung dem Arzt mitgeteilt werden. Bei einer Penicillinallergie werden alternative Antibiotika verwendet (zum Beispiel Makrolide oder Clindamycin).
Dem Patienten wird meist strikte Bettruhe und Schonung empfohlen.
Bei Bettruhe muss jedoch an eine Thromboseprophylaxe (durch Spritzen) gedacht werden, da die Immobilität und der Bewegungsmangel das Thromboserisiko deutlich erhöhen.
Zur medikamentösen Behandlung kann ergänzend lokale Kühlung angewandt werden, um die Schmerzen zu lindern.
Patienten mit Immunsuppression und/oder Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Verbrennungen, Tumorerkrankungen oder Lebererkrankungen haben ein höheres Risiko einen schweren Verlauf zu entwickeln.
Bei selten vorkommenden komplizierten Verläufen kann es notwendig werden, einen chirurgischen Eingriff in das infizierte Gewebe vorzunehmen.
Das entzündete Gewebe wird mittels Debridement entfernt, die Wunde wird gespült, je nach Fall kann auch die lokale antibiotische Behandlung der Wunde notwendig sein oder noch ein Breitspektrum Antibiotikum zur systemischen Anwendung verabreicht werden.
Bei schweren Verläufen handelt es sich meistens um eine Mischinfektion mit verschiedenen Erregern (meist sind neben Streptokokken auch Staphylokokken und Pseudomonas aeruginosa beteiligt).
Bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen und rechtzeitiger, adäquater Therapie heilt das Erysipel meist folgenlos wieder ab.
Wichtig ist vor allem die rechtzeitige Therapie, da es sonst häufig zu Rezidiven und Störungen des Lymphabflusses durch Verklebungen (durch das entzündete Gewebe) kommen kann.
Eine angemessene antibiotische Therapie kann das Rezidivrisiko und das Eindringen der Erreger in die Blutbahn (durch Beteiligung weiterer Organe wie Herz und Nieren und Sepsis) verringern.
Die Inkubationszeit (Zeit zwischen dem Eindringen des Erregers und dem Ausbruch der Symptome) einer Wundrose beträgt wenige Stunden bis mehrere Tage.
Der Beginn und die Symptomatik einer Wundrose können sehr vielfältig sein.
Der klassische Beginn einer Wundrose zeigt sich meistens durch plötzlich auftretendes Fieber, Schüttelfrost und Krankheitsgefühl.
Hauterscheinungen, wie besonders typisch: eine druckschmerzhafte, scharf begrenzte Rötung, die sich rasch ausbreitet, treten meist erst einige Stunden später auf.
Vor allem im Gesicht kann es zu einer deutlichen Schwellung kommen. Die Haut kann sich gespannt anfühlen und brennen.
Unbehandelt kann ein Erysipel zur Entzündung tieferer Hautschichten, Muskeln und Faszien führen und zu Schäden an weiteren Organen wie beispielsweise Herz und Nieren führen, die Infektion kann sich über den Blutweg im Körper ausbreiten.
Weitere Komplikationen einer Wundrose, eines Erysipels sind Thrombophlebitis (Venenentzündung durch die Infektion), Hirnvenenthrombose (besonders bei einer Wundrose, welche im Gesicht lokalisiert ist) und Meningitis (Hirnhautentzündung).
Bei rezidivierendem Erysipel erhöht sich das Risiko eines sekundären Lymphödems, durch den gestörten Lymphabfluss kommt es zu Schwellungen und verschlechterter Wundheilung im betroffenen Hautgebiet.
Folgende Faktoren helfen bei der Vorbeugung vor einer Wundrose:
Bei Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus, gibt es besondere Maßnahmen, auf die geachtet werden sollte.
Besonders für Diabetiker und aber auch ältere Menschen ist es ratsam zu einer ausgebildeten medizinischen Fußpflege zu gehen.
Diese erkennt Läsionen bereits frühzeitig und schneidet, pflegt die Füße und Nägel in der Regel so, dass keine Wunden und zusätzliche Eintrittspforten für potentielle Erreger entstehen.
Auch Druckstellen werden frühzeitig erkannt und es können geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Auch bei Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis ist es ratsam einen Hautarzt für die Pflege zu Rate zu ziehen.
Ein Erysipel ist nicht ansteckend, es kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Eine Wundrose tritt am häufigsten an Armen, Beinen und im Gesicht auf.
Selten kann es in der Region um den Nabel oder an anderen Körperstellen auftreten.
Bei angemessener und rechtzeitiger Therapie beginnt das Erysipel rasch zu verblassen und bildet sich allmählich zurück.
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit durch ein Erysipel lässt sich schlecht pauschalisieren.
Der Verlauf ist abhängig von der Schwere der Infektion, Behandlung, Therapie und individuellen Risikofaktoren und Begleit- und Vorerkrankungen.
Der behandelnde Arzt wird voraussichtlich für die Dauer der antibiotischen Therapie krankschreiben und durch regelmäßige Kontrollen die Dauer der Arbeitsunfähigkeit dem Krankheitsverlauf anpassen.
Eine komplizierte Erysipel Infektion dauert beispielsweise in der Regel länger bis zum Abheilen.
Neben dem Krankheitsverlauf ist der Beruf natürlich relevant.
Ein Bürojob kann wahrscheinlich schneller wieder aufgenommen werden, als eine Tätigkeit, bei der schwere körperliche Arbeit verrichtet wird oder bei der bestimmte Schutzkleidung getragen werden muss.
Bei einem Erysipel, auch Wundrose, Rose oder Rotlauf genannt, handelt es sich um eine lokal begrenzte Entzündung der oberflächlichen Hautschichten und Lymphbahnen.
Selten können auch Schleimhäute betroffen sein.
Die Infektion wird meist durch den Erreger Streptococcus pyogenes verursacht.
Wenn sich die Infektion auf tiefere Strukturen wie Faszie, Muskel oder Unterhaut (Subkutis) ausbreitet, so spricht man in der medizinischen Fachsprache von einer Phlegmone.
Ein Erysipel stellt sich als scharf begrenzte und flächenhafte Rötung der Haut dar.
Durch kleinste Hautverletzungen können Bakterien in die Haut eindringen, sich dort vermehren und eine Infektion verursachen.
Ein Erysipel tritt am häufigsten an den Beinen, Armen oder im Gesicht auf. Selten kann es auch zu einem Erysipel um den Bauchnabel herum kommen.
Generell ist das Auftreten eines Erysipels aber am ganzen Körper möglich.
Wenn ein Erysipel frühzeitig erkannt und adäquat behandelt wird, so ist die Infektion in der Regel gut kontrollierbar und kann ohne Folgen abheilen.
Beachte! Unbehandelt kann ein Erysipel jedoch zu schweren Infektionen der tieferen Gewebe- und Muskelschichten führen und Schäden an beispielsweise Herz und Nieren verursachen.