Mandelentzündung (Tonsillitis), wenn es zu einer schmerzhaften Entzündung der Gaumenmandeln kommt.
Eine akute Mandelentzündung (Tonsillitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Gaumenmandeln. Sie kann durch Viren oder durch Bakterien ausgelöst werden. Meist sind Kinder und Jugendliche betroffen.
In der Regel ist eine Mandelentzündung harmlos. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer Ausbreitung der Entzündung in umliegendes Gewebe kommen. Im schlimmste, jedoch sehr seltenen Fall kann es aufgrund einer Mandelentzündung zu einer Blutvergiftung kommen.
Eine viral bedingte Mandelentzündung verläuft oft harmlos und heilt innerhalb von ca. 3 Tagen von alleine ab und muss nicht ärztlich behandelt werden. Zu einem HNO-Arzt solltest Du wenn:
Die Mandeln (Tonsillen) befinden sich im Rachen/ Gaumen und übernehmen eine Abwehrfunktion gegenüber eindringenden Erreger aus Mund und Nase. Die Mandeln enthalten weiße Blutkörperchen zur Bekämpfung der Krankheitserreger.
Insgesamt besitzt der Mensch 4 Mandeln:
Eine Mandelentzündung (Tonsillitis) kann anhand des zeitlichen Verlaufs eingeteilt werden:
Zudem kann die Mandelentzündung eingeteilt werden in:
Die Beschwerden sind bei einer Mandelentzündung sehr typisch, daher ist die Diagnose oft schnell und einfach gestellt.

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Bei einer Mandelentzündung erkennt man die Mandeln als rötlich, geschwollen. Sind Bakterien die Ursache, kommt es zu weißlich-gelben Belägen (Stippchen) auf den Mandeln.
Auch die Lymphknoten sind meist geschwollen und druckempfindlich.
Je nach Auslöser der Mandelentzündung kommen unterschiedliche Medikamente infrage:
Verschiedene Hausmittel können die Heilung bei einer Mandelentzündung unterstützen.
Die Prognose ist bei einer Mandelentzündung fast immer sehr gut.
Viral bedingte Mandelentzündungen klingen bereits nach wenigen Tagen von alleine ab. Bakterielle Mandelentzündungen heilen in der Regel bei entsprechender Behandlung innerhalb von spätestens 2 Wochen ab.
Die akute Mandelentzündung (Tonsillitis) wird in den meisten Fällen durch Viren (ca. 70-95%), in seltenen Fällen durch Bakterien (Streptokokken) verursacht.
Daher ist eine Mandelentzündung hoch ansteckend.
Es kann jedoch vorkommen, dass es zunächst zu einem Befall mit Viren kommt, und anschließend zusätzlich zu einem bakteriellen Befall (meist Streptokokken).
In diesem Fall spricht man von einer Superinfektion mit einer eitrigen Mandelentzündung.
Betroffene sollten daher im Zeitraum der Ansteckung zuhause bleiben.
Die Übertragung bei einer Mandelentzündung erfolgt in den meisten Fällen per Tröpfcheninfektion.
Also beim:
Die Erreger gelangen auf diesen Weg von den Betroffenen „ins Freie“.
Kommen die Erreger in den Kontakt mit Schleimhaut anderer Menschen, kann dort ebenfalls eine Infektion ausgelöst werden.
Es muss jedoch nicht immer zwingend nach dem Kontakt mit dem Erreger eine Mandelentzündung resultieren. Bei gutem Immunstatus kann das Immunsystem den Erreger bekämpfen und es kommt zu keinem Ausbruch der Krankheit.
Eine Übertragung geht im Normalfall von erkrankten Personen aus. Betroffene ohne Symptome sind in der Regel nicht ansteckend.
Neben der Übertragung per Tröpfcheninfektion kann auch eine Übertragung mittels Schmierinfektion stattfinden.
Dies ist der Fall, wenn Kontakt mit infizierten Gegenständen erfolgt.
Die Inkubationszeit beschreibt den Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Anzeichen.
Bei der Mandelentzündung beträgt die Inkubationszeit ca. 2 - 4 Tage.
Wie lange genau Betroffene ansteckend sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich kann man sagen, solange die Symptome der Mandelentzündung anhalten, ist die betroffene Person noch ansteckend.
Wenn also eine Mandelentzündung ca. 1 - 2 Wochen anhält, besteht in diesem Zeitraum eine Ansteckungsgefahr.
Die akute Mandelentzündung kann in drei Stadien eingeteilt werden:
Die Mandelentzündung ist eine typische Erkrankung bei Kindern. Erfahren Sie mehr zum Thema: Mandelentzündung bei Kindern.