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Einleitung

Bei einer Bluttransfusion werden Blutbestandteile (rote Blutkörperchen, Blutplättchen oder Blutplasma), die von einem Spender gewonnen wurden, per Infusion an den Patienten weitergegeben. Der häufigste Grund für eine Bluttransfusion ist eine Blutarmut (Anämie).

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Welcher Arzt?

Transfusionen werden in der Regel im Krankenhaus verabreicht, da die Blutprodukte hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards unterliegen, die durch ein Labor gewährt werden müssen.

Blutprodukte können von Ärzten jeder Fachrichtung angeordnet werden.

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Wie sinnvoll?

  • Bluttransfusionen sind sehr sinnvoll!
  • Die Bluttransfusionen erzielt schnelle Effekte.
  • Eine Bluttransfusion ist alternativlos, z. B. bei hohen Blutverlusten (große Operationen) oder in der Krebstherapie.
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Einteilung & Formen

Bluttransfusionen lassen sich einteilen in:

  • Erythrozytenkonzentrat – Transfusion roter Blutkörperchen
  • Thrombozytenkonzentrat – Transfusion von Blutplättchen
  • FFP (fresh frozen plasma) – Transfusion von Blutplasma (zellfreie Flüssigkeit)

Indikation (wann)

  • Anämie (Blutarmut)
  • Während/nach Operation
  • Leukämie (Blutkrebs)
  • Chemotherapie 
  • Gerinnungsstörung 
  • Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)
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Kontraindikation (wann nicht)

  • Bei bestehender Indikation existiert keine Kontraindikation einer Bluttransfusion.
  • Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen ab.
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Vor der Behandlung

Aufwändige Aufbereitung des Spenderbluts im Labor (z. B. Tests auf Infektionskrankheiten)

  • Bestimmung der Blutgruppe des Patienten 
  • Kompatibilitätsprüfung – Prüfung, ob Spender- und Empfängerblut aus immunologischer Sicht verträglich sind.
  • Bedside-Test – Wiederholung der Bestimmung der Blutgruppe direkt am Patientenbett durch den Arzt, der das Blutprodukt verabreicht.
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Ablauf der Behandlung

  • Bedside Test
  • Prüfung der Konserve – Haltbarkeit, Unversehrtheit.
  • Dokumentation
  • Anhängen – der Blutkonserve mit speziellem Infusionsbesteck.
  • Engmaschige Überwachung des Patienten – speziell auf Unverträglichkeitsreaktionen achten.
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Dauer der Behandlung

  • Je nach Blutprodukt unterschiedliche Infusionsdauer- ca. 30 Minuten - 2 Stunden.
  • Je nach Indikation mehrere Transfusionen notwendig, z. B. über mehrere Tage verteilt.
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Nach der Behandlung

Im Anschluss an eine Bluttransfusion sollte immer auf mögliche Spätfolgen geachtet werden.

  • Erhöhte Infektanfälligkeit nach einer Bluttransfusion.
  • Extrem selten:
    • Infektion mit HCV (1:75 Mio.)
    • Infektion mit HIV (1:25 Mio.)

Risiken & Nebenwirkungen

  • Allergische Reaktion – Ausschlag, Urtikaria, Schock
  • Unverträglichkeit
    • bei falscher Blutgruppe: Hämolyse (Angriff auf das Spenderblut -> hoher Zellzerfall)
    • TRALI (Transfusionsbedingte Lungeninsuffizienz): Luftnot, Abfall der Sauerstoffsättigung
  • Eisenüberladung
  • Sensibilisierung des Empfängers - neue Antikörperbildung, dadurch weniger mögliche Spender in Zukunft
  • Infektion HIV (1:25 Mio.) oder Hepatitis C (1:75 Mio.)
  • Elektrolytstörungen
  • Volumenüberladung
Hinweis ArztbesuchBeachte:Kontaktiere bei Nebenwirkungen immer Deinen behandelnden Arzt!
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Kosten

Die Kosten für eine Bluttransfusion sind unterschiedlich und belaufen sich je nach Klinik auf ca. 200€.

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Erfolgsaussichten

Die Erfolgsaussichten einer Bluttransfusion sind in aller Regel gut.

Bei Transfusion mit roten Blutkörperchen steigt der Hämoglobinwert um 1-1,5 g/dl an (Hämoglobin zeigt an, wieviel Sauerstofftransportkapazität durch rote Blutkörperchen vorhanden ist).

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Bei Kindern

  • Bluttransfusionen werden auch bei Kindern durchgeführt.
  • Ebenso hohe Sicherheits-/Qualitätsstandards.
  • Strenge Indikationsstellung.
  • Kann bspw. schon bei Neugeborenen notwendig sein, wenn Mutter und Kind unterschiedliche Blutgruppen/Rhesusfaktoren haben.
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In der Schwangerschaft

  • Die Schwangerschaft ist keine Kontraindikation einer Bluttransfusion!
  • Bluttransfusionen können auch in der Schwangerschaft und noch häufiger nach der Geburt notwendig werden.
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Tobias Kasprak
Diplom - Sportwissenschaftler
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Tobias Kasprak studierte Diplom-Sportwissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und ist Gründer der Seite Docset. Mit seinem Partner Dr. Nicolas Gumpert betreibt er zudem das medizinische Portal Dr-Gumpert.de. Bei Lumedis arbeitet Tobias als Diagnostiker und Trainingstherapeut.

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