ISG-Syndrom – Wenn es zu Schmerzen am ISG-Gelenk (Iliosakralgelenk) ohne erkennbare Ursache kommt.


Erfahrungs Berichte
Das ISG-Syndrom, auch Iliosakralsyndrom genannt, beschreibt Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks – dem Gelenk zwischen Wirbelsäule und Becken. Es ist ein sehr häufiges Syndrom, das jeden betreffen kann.
Das Syndrom an sich ist nicht gefährlich, kann aber zu erheblichen Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen.
Wenn Rückenschmerzen über einen längeren Zeitraum bestehen, sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Wenn sog. „Red Flags“, wie Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen vor allem im Anal- und Genitalbereich, Inkontinenz oder Fieber und Allgemeinzustandsverschlechterung plötzlich auftreten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.
Hier gilt es eine Infektion oder eine Einengung des Rückenmarks oder Nerven im Spinalkanal auszuschließen.
Beides kann sehr gefährlich werden und erfordern eine umgehende Therapie, tritt jedoch zum Glück nur sehr selten auf.
Das Iliosakralgelenk (kurz: ISG-Gelenk) auch als Kreuz-Darmbein-Gelenk bezeichnet, befindet sich zwischen Becken und Wirbelsäule, genauer gesagt zwischen dem Os sacrum (Kreuzbein) und dem Os ilium (Darmbein).
Es befindet sich daher seitlich im unteren Bereich des Rückens (siehe Lokalisation) und ist zweifach vorhanden.
Das ISG-Gelenk ist ein starres, unbewegliches Gelenk (geringer Bewegungsspielraum) und wird mittels straffen Bändern gesichert.
Die Gelenkflächen sind im Vergleich zu anderen Gelenken zueinander kaum beweglich.
Das Gelenk stabilisiert unsere Wirbelsäule und das Becken im Alltag.
Ursächlich wird oftmals eine muskuläre Dysbalance zwischen den Gesäßmuskeln und Beckenmuskeln angegeben.
Zusätzlich entsteht durch Druck- und Zugbelastungen der Wirbelsäule im Allgemeinen und des Gelenks eine Art „Blockade“ im Gelenk.
Man nimmt an, dass sich die Gelenkflächen im Rahmen dessen ineinander „verhaken“ und die Bewegung einschränken und dadurch zu Schmerzen führen.
Das ISG-Syndrom wird in der Regel konservativ behandelt, alleine aus der Tatsache, dass es keine nachweisbaren Veränderungen am ISG gibt, die man operieren könnte.
Oft ist die Behandlung langwierig und erfordert Geduld.
In der Regel ist die Prognose bei einem ISG-Syndrom gut.
Mit Physiotherapie und regelmäßiger Bewegung lassen sich die Schmerzen oftmals kontrollieren.
Es besteht allerdings immer das Risiko, dass die Schmerzen bzw. Blockaden erneut auftreten.
Im Rahmen der Schmerzen kann es jedoch zu Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen kommen.
Diese führen wiederum zu einer Mehrbelastung andere Gelenke (z. B. Hüftgelenk, Kniegelenk oder Sprunggelenk), sodass diese Gelenke eher von Verschleiß betroffen sind.
Die Schmerzen können zudem chronifizieren und über einen langen Zeitraum bestehen bleiben.
Der Verlauf bei einem ISG-Syndrom richtet sich nach verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel:
Letztendlich ist der Verlauf sehr individuell. Vielen ist durch Physiotherapie und gezieltem Muskeltraining geholfen.
Auch über die Dauer eines ISG – Syndroms lässt sich pauschal keine Aussage treffen.
Prinzipiell können die Beschwerden immer wieder über das ganze Leben auftreten.
Das Iliosakralgelenk (kurz ISG) ist das Gelenk zur Verankerung der Wirbelsäule im Becken.
Es verbindet den unteren Teil der Wirbelsäule, das Kreuzbein (Sakrum), mit dem Darmbein (Ileum).
Das Gelenk dient der Kraftübertragung der unteren Extremitäten auf den Oberkörper und umgekehrt.
In der Schwangerschaft verändert sich der Körper laufend.
Der Körper muss sich auf die Gewichtsveränderung und die damit verbundene Mehrbelastung der Gelenke einstellen.
Die Wirbelsäule und das Becken (ISG-Gelenk) als zentrale Punkte unserer aufrechten Haltung sind hiervon besonders betroffen.
Es kann dadurch zu verschiedensten Beschwerden am ISG-Gelenk kommen.
Auch Schmerzen im Bereich der Iliosakralgelenke gehören dazu.
Hier spielt auch die Physiotherapie eine große Rolle. Oftmals werden die Beschwerden nach der Geburt besser.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
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