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pfeilWas ist das?

Von Reflux sind ca. 10 - 20 % der Deutschen betroffen. Bei einem Reflux handelt es sich um den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Es kommt zu Schmerzen hinter dem Brustbein und Sodbrennen.

pfeilIst das gefährlich?

Ein sporadischer Reflux ist zunächst ungefährlich und nicht ungewöhnlich.

Sollte es jedoch zu wiederkehrendem Reflux kommen, besteht die Gefahr, dass die Magensäure auf Dauer die Schleimhaut der Speiseröhre schädigt. Mögliche Folgen sind eine Speiseröhrenentzündung und Kehlkopfentzündungen.

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pfeilWann zum Arzt?

Bei wiederkehrendem Reflux mit den typischen Anzeichen von Sodbrennen und Beschwerden beim Schlucken solltest Du einen Arzt zur Abklärung aufsuchen

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Anatomie

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein etwa 25 cm langer, muskulöser Schlauch und zählt zum oberen Teil des Verdauungstraktes.

Die Aufgabe der Speiseröhre besteht darin, aufgenommene Nahrung in den Magen zu befördern.

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Einteilung & Formen

Bei der Refluxkrankheit kann unterschieden werden zwischen:

  • ERN (non-erosive reflux disease) – Reflux mit Entzündung der Speiseröhre (40%)
  • NERD (erosive reflux disease) – Reflux ohne Entzündung der Speiseröhre (60%)

Des Weiteren kann der Reflux unterschieden werden in:

  • primärer Reflux – ohne erkennbare Ursache (deutlich häufigere Form)
  • Sekundärer Reflux – als Folge einer anderen körperlichen Veränderung (deutlich seltener Form)
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Ursachen Refluxkrankheit

  • Muskelerschlaffung – in den meisten Fällen ist die Erschlaffung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels für Reflux verantwortlich. Der Druck im Magen wird zu hoch und der Schließmuskel dichtet nicht mehr richtig ab.
  • Bewegungseinschränkung – auch eine eingeschränkte Beweglichkeit der Speiseröhre kann zu Reflux führen.
  • Ursache unklar – bei einem primären Reflux ist die Ursache bisher noch nicht abschließend geklärt.
  • Weitere Faktoren – auch eine Schwangerschaft und andere Erkrankung der Organe können zu Reflux führen. 

Risikofaktoren für die Entstehung von Reflux:

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Symptome Refluxkrankheit

  • Sodbrennen – beim Kontakt der sauren Magensäure mit der Schleimhaut der Speiseröhre kommt es zu brennenden Schmerzen.
  • Druckgefühl – es entsteht ein Druckgefühl hinter dem Brustbein. Patienten deuten daher Reflux auch häufig als ein Problem mit dem Herz.
  • Geschmacksstörung – oft beklagen Betroffene einen unangenehmen, salzigen Geschmack im Mund.
  • Schluckbeschwerden – aufgrund der Reizung der Schleimhaut der Speiseröhre kommt es häufig auch zu Beschwerden beim Schlucken.
  • Aufstoßen
  • Mundgeruch
  • Probleme am Zahnschmelz – es kommt zu einer Säurebelastung der Zähne.
  • Hustenreiz – wenn die Magensäure bis zur Luftröhre aufsteigt.

Typischerweise verschlimmern sich die Anzeichen im Liegen oder bei gebückter Haltung.

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Diagnose Refluxkrankheit

  • Anamnese – der Arzt erfragt im Gespräch die typischen Anzeichen bei einem Reflux.
  • Langzeit-ph-Metrie - die Langzeit-ph-Metrie ist die Standardmethode zur Refluxdiagnostik. Der ph-Wert der Speiseröhre wird 24 Stunden lang gemessen.
  • Magenspiegelung – der obere Verdauungstrakt wird mittels Kamera untersucht.
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Differenzialdiagnose

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Behandlung Refluxkrankheit

  • Ernährungsumstellung – Umstellung auf proteinreiche Nahrung.
  • Kleinere Mahlzeiten – ein geringerer Mageninhalt sorgt auch für einen geringeren Aufstieg in die Speiseröhre.
  • Normales Körpergewicht – Übergewicht übt einen hohen Druck auf den Bauchraum aus.
  • Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme – nicht kurz vor dem Schlafen gehen noch etwas essen.
  • Substanzen meiden – auf Alkohol und Rauchen sollte verzichtet werden.
  • Medikamente – oftmals kommen sog. Protonenpumpenhemmer und Antazida zum Einsatz bei Reflux.
  • Oberkörper hochlagern – Beim Schlafen den Oberkörper leicht hochlagern.
  • Operation – im weit fortgeschrittenem Stadium (Magensäure hat Kontakt mit der Luftröhre), und wenn konservative Maßnahmen keine Besserung bringen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
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Medikamente

Bei der medikamentösen Behandlung der Refluxkrankheit kommen zwei Medikamentengruppen zum Einsatz:

  • Protonenpumpenhemmer – diese Gruppe der Medikamente hemmen die Säureproduktion des Magens, indem sie die Produktion der Säure in den Drüsenzellen im Magen hemmen. (Omeprazol, Patoprazol)
  • Antazida – diese Medikamente binden und neutralisieren die Magensäure. Im Magen entsteht dadurch eine Art Gel, welche wie eine Art Schutzschicht zwischen Magen und Speiseröhre bildet.
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Medikamente solltest Du niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker einnehmen!
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Hausmittel Refluxkrankheit

Bei der Refluxkrankheit haben sich Hausmittel bewährt, welche die Magensäure neutralisieren.

  • Bullrich-Salz
  • Kamillentee
Hinweis MedikamenteneinnahmeBeachte bitte: Hausmittel sind oft eine gute Ergänzung, haben jedoch bei einigen Erkrankung ihr Grenzen! Bei Unklarheit wende Dich an Deinen Arzt.
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Prognose

  • Die Prognose bei Reflux ist in den meisten Fällen günstig und der Reflux lässt sich mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten gut behandeln.
  • Kommt es jedoch zu einem dauerhaften Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre, drohen Komplikationen wie zum Beispiel eine Speiseröhrenentzündung.
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Komplikationen

  • Barrett-Ösophagus – es kommt Gewebeumbau und Zellveränderungen der Speiseröhrenschleimhaut. Dadurch steigt das Risiko für Speiseröhrenkrebs.
  • Zahnschmelzschädigung – durch den Rückfluss der Magensäure kann auf Dauer der Zahnschmelz geschädigt werden.
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Dauer

Die Dauer bei einem Reflux ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.

Bei einigen Betroffenen verschwinden die Symptome nach kurzer Zeit von alleine, andere leiden bis zu Jahrzehnten an den typischen Symptomen.

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Vorbeugung

Inwieweit ein Reflux vorgebeugt werden kann, ist umstritten.

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und einer Kontrolle des Körpergewichts schaden jedoch auf keinen Fall.

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Stadien

Die gängige Stadieneinteilung bei Reflux erfolgt anhand der Los-Angeles-Klassifikation:

  • Stadium A – kleiner Verletzungen der Schleimhaut < 0,5cm.
  • Stadium B – kleinere Verletzungen der Schleimhaut > 0,5cm.
  • Stadium C – Größere Verletzung der Schleimhaut < 75% des Speiseröhrenumfangs.
  • Stadium D – Größere Verletzung der Schleimhaut.
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Zahlen & Statistiken

  • Ca. 10 - 20 % der Bevölkerung ist von Reflux betroffen.
  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere.
Epidemiologische FaktenHäufigkeit~ 20 - 30%
Alters FaktenAlter> im Alter
Geschlecht FaktenGeschlechtk. A.
aktualisiert: 04.12.2024
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