Muskelfaserriss Quadrizeps, wenn es zu einem Faserriss im vorderen Oberschenkel kommt. Meist aufgrund einer schnellkräftigen Bewegung.



Bei einem Muskelfaserriss des “Quadrizeps” kommt es zu einem Riss innerhalb der Muskeln an der Vorderseite des Oberschenkels. Das ist sehr schmerzhaft und geht oft mit einer Bewegungseinschränkung einher. Es ist eine sehr häufige Sportverletzung, die Prognose ist aber meist gut.
Nein, ein Muskelfaserriss ist nicht gefährlich, sorgt aber für starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Je nach Ausprägung kann es relativ lange dauern, bis man wieder die volle Funktion erlangt.
Selten kommt es zu einer andauernden Bewegungseinschränkung oder einem dauerhaften Kraftverlust.
Wenn es zu einem Muskelfaserriss kommt, entstehen meist plötzliche starke Schmerzen und es kommt zu einer Bewegungseinschränkung mit Kraftverlust im betroffenen Bein.
Oftmals passiert das nach oder während einer abrupten Bewegung und Betroffenen müssen die Bewegung bzw. den Bewegungsablauf abbrechen.
Wenn es dann zusätzlich zu einer Verhärtung und einem Bluterguss an der Vorderseite oder seitlich des Oberschenkels kommt, ist ein Muskelfaserriss sehr wahrscheinlich.
Ein Gang zum Arzt (Orthopäden) ist empfehlenswert, auch um herauszufinden, wie sehr der Muskel geschädigt ist.
Außerdem sollte ein Therapiekonzept erarbeitet werden, um dem Muskel die „besten Heilungschancen“ zu geben und zukünftige Verletzungen zu vermeiden.
Der M. Quadriceps (vierköpfiger Oberschenkelmuskel) ist ein Muskel bzw. genauer gesagt eine Muskelgruppe bestehend aus 4 einzelnen Muskelbäuchen (deswegen auch der Name - Quadriceps), der das Becken mit dem Unterschenkel verbindet.
Die einzelnen Muskeln ermöglichen die Bewegung im Oberschenkel, aber auch im Knie. Sie dienen der Hüftbeugung, Kniestreckung und Stabilisierung des Beines beim Laufen und Gehen.
Die einzelnen Muskelbäuche sind:
Muskelfaserrisse sind hier sehr häufig, weil die Muskeln bei so vielen Sportarten und Aktivitäten angesteuert werden.

Hast Du ein passenden Bild für uns?
Oftmals kommt es bei einem Muskelfaserriss des Oberschenkels zur Entstehung eines blauen Flecks (Hämatoms) über der „Rissstelle“.
Manchmal ist auch eine Delle oder Schwellung sichtbar. Betroffene können teils den Muskel nicht mehr richtig anspannen, sodass eine mögliche Schonhaltung oder vorübergehende „Gangstörung“ bestehen kann.
Die Prognose bei einem Muskelfaserriss des Quadrizeps ist abhängig von der Größe bzw. Ausprägung des Risses, individuellen Faktoren, aber auch der Einhaltung des Therapiekonzepts, besonders der Schonfrist.
Selten kommt es zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung oder einem Kraftverlust.
Da die Ausprägung aber sehr unterschiedlich sein kann, lässt sich die Prognose bei einem Muskelfaserriss des Quadrizeps nicht pauschalisieren.
Der Verlauf und die Dauer eines Muskelfaserrisses im Quadrizeps richten sich nach der Ausprägung des Risses, individuellen Faktoren und dem Einhalten des Therapiekonzepts.
Je kleiner der Riss, desto schneller heilt dieser in der Regel aus.
Sehr kleine Risse heilen in ca. 1 - 2 Wochen von alleine aus, meist auch ohne die Notwendigkeit einer Behandlung.
Hier ist vor allem Schonung wichtig.
Ein anschließender Muskelaufbau und Dehnung sind aber immer sinnvoll.
Größere Risse brauchen schon länger.
Je nach Ausprägung ca. 3 - 6 Wochen. Wenn der Muskel komplett gerissen ist, dauert es schon mal wenige Monate (2-3), bis der Riss ausgeheilt ist und in einigen Fällen ist dann auch eine OP nötig.
Je mehr man sich an das Therapiekonzept hält (Schonung, Dehnung, Muskelaufbau), desto seltener kommt es zu einer andauernden Bewegungseinschränkung oder anderen Problemen, die ein Muskelfaserriss mit sich bringen kann.
Vielen Sportverletzungen lassen sich vorbeugen.
Besonders ein Muskelfaserriss: