Schädelbasisbruch, wenn es aufgrund einer hohen Gewalteniwirkung auf den Kopf zu einem Bruch (Fraktur) der knöchernen Schädelbasis kommt.


Erfahrungs Berichte
Ein Schädelbasisbruch, auch Schädelbasisfraktur genannt, beschreibt einen Knochenbruch mit Beteiligung der Basis unseres Schädels. Meist wirkt große Gewalt dabei von einer breiten Fläche auf unseren Schädel. Es ist in jedem Fall eine ernst zu nehmende Verletzung. Von einem Schädelbasisbruch kann prinzipiell jeder betroffen sein. Gefährdet sind vor allem junge Erwachsene (15-35. Lebensjahr) aufgrund der hohen Inzidenz von Verkehrsunfällen in dieser Altersgruppe und ältere Menschen aufgrund von Gang- und Standunsicherheit, Osteoporose und dem Alter. Weiterhin sind „Extremsportler“ gefährdet. Selten kommt es bei Säuglingen oder Kleinkindern zu Stürzen vom Wickeltisch z.B., was ebenfalls zu einem Schädelbasisbruch führen kann, lässt sich der Unfallhergang nicht nachvollziehen, muss immer an eine Kindesmisshandlung gedacht werden.
Ein Schädelbasisbruch ist sehr gefährlich und bedarf immer einer Behandlung.
Es ist wichtig, die Symptome zu kennen und dann auch zu erkennen, um mögliche, teils fatale Folgeschäden zu verhindern.
Es kann bei sehr ausgeprägten Brüchen oder wenn man diese übersieht zu lebensbedrohlichen Komplikationen bis hin zum Tod kommen.
Man sollte nach einem Unfall, wenn es zu einem ein- oder beidseitigem blauen Fleck ums Auge oder wenn es zum Austritt klarer Flüssigkeit aus der Nase oder dem Ohr (Liquorrhoe) kommt, auf jeden Fall sehr schnell ins Krankenhaus.
Meist sind die Verletzungen bzw. Unfälle, bei denen es auch zu einem Schädelbasisbruch kommt, sehr schwer, sodass oftmals sowieso das Krankenhaus aufgesucht oder ein Notarzt gerufen wird, da die Betroffenen teils bewusstlos sind oder sich nicht mehr helfen können.
Bei einem Schädelbasisbruch können verschiedene Knochen gebrochen sein.
Die Schädelbasis setzt sich aus folgenden Knochen zusammen:
Es kann jeder Knochen dort brechen und zu einem Schädelbasisbruch führen.
Meist spricht man aber bei einem Bruch des Felsenbeins von einer Schädelbasisfraktur, genauer gesagt von einer „laterobasalen“, also seitlichen Schädelbasisfraktur.
Diese kann weiter in eine Quer- und eine Längsfraktur unterteilt werden, wobei diese Einteilung heute eher historisch ist.
Eine moderne Einteilung erlaubt auch gleichzeitig die Feststellung der verletzten Strukturen, die durch die Schädelbasis verlaufen.
Man beschreibt nämlich den Verlauf der Bruchlinie im Verhältnis zu den anatomischen Strukturen (z. B. im Vergleich bzw. Verlauf des N. facialis, der A. carotis, der N. vestibulocochlearis, etc.).

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Bei einer Schädelbasisfraktur sieht man einen blauen Fleck um ein oder beide Augen.
Zusätzlich kann ein Ausfluss von klarer, wässriger Flüssigkeit aus der Nase oder dem Ohr auftreten.
Die Behandlung eines Schädelbasisbruchs richtet sich nach dem genauen Ausmaß der Verletzung.
Folgendes sollte durchgeführt werden:
Es kann in einigen Fällen nötig werden, einen Schädelbasisbruch operativ zu behandeln.
Je nach genauer Ursache kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
Sie werden immer unter Vollnarkose durchgeführt und es schließt sich eine genaue neurologische Überwachung an den Eingriff an.
Teilweise sind auch mehrere Operationen nötig.
Die Prognose bei einem Schädelbasisbruch richtet sich nach dem genauen Ausmaß der Verletzung, individuellen Faktoren und den möglichen auftretenden Komplikationen.
Es ist immer eine ernst zu nehmende Verletzung, die behandelt werden muss.
Eine günstige Prognose hat man vor allem bei dem Fehlen der schwereren Symptome oder Komplikationen, also kein Ausfluss von Hirnwasser, keine Nervenausfälle und keine Hirnhautentzündung.
Oftmals heilt der Bruch dann von alleine wieder aus.
Eine ungünstige Prognose geht vor allem mit neurologischen Ausfällen, dem Ausfluss von Hirnwasser, der Schädigung des Gehirngewebes, dem Auftreten einer Hirnhautentzündung sowie verzögerter Diagnose und damit einhergehender Behandlung einher.
Der Verlauf und die Dauer bei einem Schädelbasisbruch richten sich nach:
Akute Phase
Die akute Phase beschreibt die Zeit direkt nach der Verletzung (die ersten 2 Wochen).
In dieser Zeit gilt es, die Betroffenen genau zu überwachen und ständig neu zu evaluieren, ob nicht doch Komplikationen auftreten.
In dieser Zeit ist eine stationäre Überwachung angemessen.
Subakute Phase
In der subakuten Phase (Woche 2 bis ca. 6) kommt es dann eher zu einer Rückbildung der Symptome und eine Frühreha kann begonnen werden.
Hier empfiehlt es sich, eine Kontrolluntersuchung (meist CT) durchzuführen, wenn nicht schon vorher eine Indikation dafür bestand.
Langzeitverlauf
Im Langzeitverlauf (ca. ab Woche 6) spielt die Nachsorge eine große Rolle (HNO, Neurologie, etc.).
Mögliche bestehende Symptome können sich noch zurückbilden oder bestehen bleiben.
Eine Wiederaufnahme der vorher ausgeübten Tätigkeit wird hier je nach Verlauf angestrebt.
Die Knochenheilung an sich dauert mindestens 6 Wochen.
Wenn keine oder nur wenige Komplikationen auftreten, dauert es also etwa 6 Wochen bis zur Heilung.
Je mehr Komplikationen aber auftreten, desto langwieriger also auch der Verlauf und desto wahrscheinlicher bilden sich mögliche Folgeerscheinungen, wie zum Beispiel Hörverlust oder Lähmungen, nicht mehr zurück.
EinemSchädelbasisbruch lässt sich oft nicht vorbeugen, da hohe Gewalt nötig ist (im Rahmen einer Gewalttat oder eines Verkehrsunfalls zum Beispiel).
Wichtig ist es, sich immer so gut es geht zu schützen, vor allem im Straßenverkehr:
Ein Schädelbasisbruch betrifft, wie der Name schon sagt, unsere Schädelbasis, also den „unteren“ Anteil unseres Schädels, der quasi dem Hals bzw. der Wirbelsäule aufgelagert ist.
Die Schädelbasis ist, wie der Rest des Schädels, aus harten Plattenknochen aufgebaut und setzt sich aus oben genannten (siehe Einteilung/Formen) Knochen zusammen und schützt unser Gehirn tagtäglich.
Auch Kinder können einen Schädelbasisbruch erleiden.
Hier sind ebenfalls hohe Gewalteinwirkungen nötig, damit der bzw. die Knochen brechen (z.B. Sturz vom Wickeltisch).
Wenn sich die Verletzungen nicht plausibel durch einen Unfall erklären lassen, sollte immer an eine mögliche Kindesmisshandlung gedacht werden.
Hier gilt es nach weiteren möglichen auffälligen Verletzungen zu gucken und entsprechende Maßnahmen einzuleiten
Das Wohl des Kindes steht auch hier immer an erster Stelle.
Je nach Ausmaß der Verletzungen kann es auch bei Kindern zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.
Die Behandlung ist prinzipiell gleich wie bei Erwachsenen.
Die Prognose und auch der Verlauf lassen sich allerdings ebenfalls nicht pauschalisieren, da neben dem genauen Ausmaß der Verletzung auch individuelle Faktoren eine Rolle spielen.
Es gilt je „weniger schlimm“ und je früher erkannt, desto besser ist in der Regel die Prognose und desto kürzer auch der Verlauf.
In der Schwangerschaft kann es ebenfalls zu einem Bruch der Schädelbasis kommen, zum Beispiel im Rahmen eines schweren Verkehrsunfalls.
Hier ist es wichtig zu erkennen bzw. zu wissen, dass die Betroffene schwanger ist und dass man sich nicht nur um die Mutter, sondern auch um das Kind kümmern muss.
Es gilt aber in jeder Situation das Leben der Mutter zu retten, damit das Kind überhaupt weiterleben kann (wenn es noch zu retten ist und das Kind alleine noch nicht überlebensfähig ist).
Hier sind dann auch Faktoren wie die Strahlung bei der Diagnostik im Rahmen der CT-Untersuchung nachrangig.
Die Therapie unterscheidet sich für den Bruch nicht von der bei nicht schwangeren Menschen.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
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