Der Darm wird während der Schwangerschaft zunehmend träge. Es folgt oft eine verlängerte Verdauung mit der Gefahr einer Verstopfung.

Verstopfung ist ein leidiges, aber typisches Thema in der Schwangerschaft. Durch die hormonelle Umstellung und wachsende Gebärmutter wird die Darmaktivität bei jeder schwangeren Frau verlangsamt. Mit einigen Alltagstricks kommt die Verdauung wieder in Schwung, nach der Geburt sind die Verdauungsbeschwerden meist verschwunden.
Verstopfungen sind in aller Regel zwar unangenehm, aber ungefährlich. Das ungeborene Baby bekommt davon gar nichts mit.
Wenn nichts gegen die Verstopfung unternommen wird, steigt jedoch das Risiko für die Entstehung von Hämorrhoiden in der Schwangerschaft.
Kompletter Stuhlverhalt – wenn über mehrere Tage lang (>3-4 Tage lang) gar kein Stuhlgang mehr abgesetzt werden kann, kann das in seltenen Fällen auf eine organische Ursache (Ileus/ Darmverschluss) hindeuten, das ist für Schwangere aber nicht typisch.
Mit einer Verstopfung in der Schwangerschaft musst Du nicht sofort zum Arzt. Oftmals helfen bereits einige Hausmittel.
Einen Arzt solltest Du aufsuchen, wenn …
Je nach Auslöser kann zwischen schwangerschaftsabhängigen Ursachen und Ursachen ohne Zusammenhang mit der Schwangerschaft unterschieden werden.
Eine Verstopfung in der Schwangerschaft ist anhand folgender Merkmale charakterisiert:
Neben der Verstopfung treten oftmals weitere Anzeichen auf:
Die Behandlung der Verstopfung besteht aus einer Kombination aus Vorbeugung, Hausmitteln/Alltagstricks und ggf. Medikamenten.
Oberstes Ziel ist die Optimierung der Stuhlgewohnheiten.
Achtung! Medikamente, auch frei verkäufliche, sollten in der Schwangerschaft immer nur nach Rücksprache mit der Frauenärztin eingenommen werden!
Die Prognose einer Verstopfung in der Schwangerschaft ist sehr gut.
Die Vorbeugung verhält sich ähnlich wie die Anwendung der Hausmittel bei einer Verstopfung. Im Zentrum steht die Anpassung der Ernährung.