Trommelfellperforation, wenn es aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung zu einem Riss im Trommelfell kommt.
Erfahrungs Berichte
Unter einer Trommelfellperforation versteht man einen Riss des Trommelfells. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ohres und ermöglicht uns das Hören. Es gibt verschiedene Ursachen und Ausprägungen bzw. Lokalisationen sowie Therapieoptionen. Die Prognose ist gut.
Eine Trommelfellperforation (Loch im Trommelfell) ist nicht lebensbedrohlich oder in dem Sinne gefährlich.
Da das Trommelfell aber eine wichtige Rolle für unser Hören spielt, kann es bei einem Riss schon zu einem Hörverlust bzw. im schlimmsten Fall zu einer andauernden Taubheit im Ohr auf der betroffenen Seite kommen.
Oftmals tritt ein Riss im Trommelfell nach einem Trauma (Verletzung) auf.
Das kann z. B. eine Explosion, aber auch schon ein zu tief eingeführtes Ohrenstäbchen sein.
Hier kommt es meistens zu Ohrenschmerzen und manchmal auch zu einer Blutung aus dem Ohr.
Hinzu kommt ein (vorübergehender) Hörverlust bzw. eine Hörminderung.
Wenn diese Symptome nach einem adäquaten Trauma auftreten, sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen. Auch im Rahmen eines Infekts kann es zu einem Riss im Trommelfell kommen, meist geschieht das dann aber spontan.
Bei einer akuten Infektion kann es zu einem Hörverlust kommen, das muss aber nicht auftreten.
Oftmals stehen hier Ohrenschmerzen im Vordergrund, die sich bei einer Trommelfellperforation plötzlich bessern, da der Druck im Mittelohr durch den Riss sofort nachlässt.
Auch hier lohnt sich der Gang zum Arzt, vor allem, um die Ohrenentzündung zu behandeln.
Es gibt verschiedene Ursachen für eine Trommelfellperforation. Hierzu zählen:
Nach einer Perforation des Trommelfells (Riss des Trommelfells) können verschiedene Symptome auftreten. Hierzu gehören:

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Nicht immer sieht man etwas von außen bei einem Riss im Trommelfell (Trommelfellperforation).
Es kann zu einem Ausfluss aus dem Ohr kommen, hierbei kann es sich um Blut, Wundsekret oder aber Entzündungssekret, wie Eiter handeln.
Sonst sieht man aber nichts von außen, da es sich um einen Vorgang „im Körper“ handelt.
Zur Differenzialdiagnose einer Trommelfellperforation müssen folgende Diagnosen in Betracht gezogen werden.
Es handel sich dabei um Erkrankungen mit ähnlichen Anzeichen.
Bei der Behandlung einer Trommelperforation kann man zwischen konservativen und operativen Methoden unterscheiden.
Die Prognose bei einer Trommelfellperformation richtet sich nach dem Ausmaß, der genauen Ursache und individuellen Faktoren.
Oftmals heilt ein Riss im Trommelfell wieder aus, besonders, wenn der Defekt mittig (zentral) liegt und keine Entzündung dem Riss zugrunde liegt bzw. sich die Umgebung nicht infiziert.
Außerdem hilft es immer, wenn die Ohren trocken gehalten werden.
Auch operative Verfahren haben gute Erfolgsaussichten, sodass die Prognose bei einer Trommelfellperforation in der Regel sehr gut ist.
Bei einer Trommelfellperforation kommt es in der Regel zu einer Spontanheilung.
Das heißt, dass der Riss von alleine wieder ausheilt.
Das dauert in der Regel so 2 bis 4 Wochen.
Besonders große Defekte brauchen jedoch länger (teils bis zu 6 Wochen).
Nach einer OP beträgt die Heilungszeit meist 4 bis 8 Wochen.
Es werden bei beiden Verfahren (operativ und konservativ) Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Trommelfell auch wirklich wieder zusammenwächst.
Nicht jeder Ursache einer Trommelfellperforation lässt sich vorbeugen.
Es gibt aber ein paar Dinge, die man beachten sollte:
Unser Trommelfell liegt zwischen dem äußeren Gehörgang und dem Mittelohr und bildet quasi eine „Trennwand“ zwischen beiden Strukturen und ermöglicht uns so das Hören.
Das Trommelfell nimmt die Schwingungen von Tönen und Lauten auf und überträgt den Schall auf die Gehörknöchelchenkette, die sich direkt dahinter befindet.
Diese übertragen dann die Schwingungen auf das Innenohr, wo letztendlich die Laute und Töne in elektrische Signale umgewandelt werden und uns so das Hören ermöglicht wird.
Das Trommelfell hat aber nicht nur Schallweiterleitungsaufgaben, sondern dient auch dem Schallschutz.
Es schwächt zum Beispiel sehr laute bzw. starke Schwingungen ab, um so das Innenohr zu schützen.
Weiterhin dient es als mechanische Barriere zum Beispiel für Bakterien, die so vom Gehörgang nicht ins Mittelohr gelangen können.
Fallen nun die Funktionen und Schutzmechanismen weg, kommt es einerseits zu einer Hörminderung und andererseits aber auch zu einer leichteren Ausbreitung von Infektionen von außen ins Ohr (besonders hier bei Aufenthalten unter Wasser).
Besonders Kinder, die häufig Mittelohrentzündungen haben, sind für einen Riss im Trommelfell gefährdet.
Teils ist aber bei immer wieder auftretenden Entzündungen des Mittelohrs eine sogenannte Parazentese nötig. Hierbei wird ein kleiner Schnitt im Trommelfell gemacht (iatrogener Riss) und ein Röhrchen eingelegt, damit das Sekret aus dem Mittelohr abfließen kann und die Entzündung (so die Theorie) wieder ausheilen kann.
Meist wächst der Riss aber wieder zusammen, trotzdem sollten Betroffene besonders bei Aufenthalten im Wasser vorsichtig sein.
Eine Schwangerschaft stellt keinen zusätzlichen Risikofaktoren für eine Trommelfellperforation dar, letztendlich können aber auch Schwangere mit den gleichen Ursachen wie alle anderen Menschen auch betroffen sein.
Bei der Therapie gilt es darauf zu achten, dass diese an eine Schwangerschaft angepasst wird.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
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