Unter dem sog. Paukenerguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr hinter dem Trommelfell. In den meisten Fällen ist ein Paukenerguss harmlos.

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Das Mittelohr wird durch die sogenannte Tuba auditiva mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden, die eine Belüftung und Reinigung des Ohres ermöglicht. In Folge einer Belüftungsstörung der Tuba auditiva kann es dann zu einem Paukenerguss kommen. Dieser führt zu einer merklichen Hörminderung. Man unterscheidet einen akuten von einem chronischen Paukenerguss. Von einem chronischen Paukenerguss spricht man, wenn dieser länger als drei Monate besteht.
In der Mehrzahl der Fälle ist ein Paukenerguss harmlos.
Die Anzeichen verschwinden oftmals von alleine.
Bleibt ein Paukenerguss jedoch über einen längeren Zeitraum (ca. 3 Wochen) bestehen, kann sich ein chronischer Verlauf entwickeln und langfristig zu Hörschäden führen.
Besteht ein Verdacht, dass Dein Kind an einem Paukenerguss leidet, solltest Du umgehend einen Kinderarzt aufsuchen.
Anzeichen dafür sind Ohrenschmerzen, ein verstopftes Ohr oder Geräusche im Ohr.
Bei einem Paukenerguss kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle [11].
Die Paukenhöhle befindet sich im Mittelohr [b] direkt hinter dem Trommelfell [3].
Ursache ist oft die sog. Ohrtrompete, die eine zentrale Rolle bei der Belüftung des Ohres spielt.
Bei Kindern ist die Ohrtrompete noch nicht voll funktionsfähig, wodurch der Paukenerguss sehr oft im Kindesalter auftritt.
Das Mittelohr wird über die Tuba auditiva, die es mit dem Nasen-Rachen-Raum verbindet, belüftet.
Wird dieser Verbindungsgang z. B. durch vergrößerte Rachenmandeln oder bakterielle oder virale Infekte verlegt, kann es zu einer Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell kommen.
Risikofaktoren für einen Paukenerguss sind unter anderem:
Aufgrund einer Belüftungsstörung der Ohrtrompete (Eustachische Röhre) sammelt sich Flüssigkeit im Mittelohr.
Wenn die Flüssigkeit auf das Trommelfell drückt, entstehen die Symptome.
Das Hauptsymptom des Paukenergusses ist eine Hörminderung oder Schwerhörigkeit.
Hinzu kommen ein Druckgefühl oder Schmerzen im Ohr.
Ältere Kinder können diese Beschwerden gut beschreiben.
Jüngere Kinder hingegen greifen sich häufig an das betroffene Ohr.
Besteht der Paukenerguss länger, kann es auch zu Schwindel und Kopfschmerzen führen.
Die einfachste Untersuchung ist die Betrachtung des Trommelfells mit dem Otoskop.
Mit dieser speziellen Lampe kann der Arzt einen Flüssigkeitsspiegel hinter dem Trommelfell sehen.
Sollte das Trommelfell aus verschiedenen Gründen nicht einsehbar sein, kann die Tympanometrie erfolgen.
Hier kann mittels Druckschwankungen bestimmt werden, ob sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell befindet.
Auch bei einem Hörtest kann aufgrund des charakteristischen Verlaufs der Hörkurve ein Paukenerguss diagnostiziert werden.
Mit einem Paukenerguss sollte man zu einem Kinderarzt oder einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.
Der Paukenerguss ist ein sehr häufiges Krankheitsbild bei Kindern.
Etwa 80 % der Kinder haben bis zum Schulkindesalter mindestens einmal einen Paukenerguss.
Bei Erwachsenen tritt ein Paukenerguss deutlich seltener auf.
Erwachsene leiden deutlich seltener an einem Paukenerguss als Kinder.
Bei Erwachsenen kann als Ursache für einen Paukenerguss auch ein Tumor im Bereich der Tuba auditiva infrage kommen.
Die Symptome sind ähnlich wie bei Kindern.
Schmerzen treten jedoch häufiger auf und es kann zusätzlich zu Schwindel kommen.
Auch die Therapie des Paukenergusses unterscheidet sich nicht von der Therapie bei Kindern.
Bei der Behandlung eines Paukenerguss stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl.
Oftmals ist bei milden Symptomen gar keine Behandlung notwendig.
In den meisten Fällen bildet sich ein Paukenerguss innerhalb von wenigen Tagen von alleine zurück.
Unterstützend können schleimlösende Medikamente angewendet werden.
Bei einer zusätzlichen bakteriellen Infektion, z.B. einer Mittelohrentzündung, können Antibiotika und schmerzlindernde Medikamente eingesetzt werden.
Sollten diese Maßnahmen nicht zu einem Rückgang der Flüssigkeit führen, kann zur Entlastung ein kleiner Schnitt im Trommelfell gesetzt werden.
Bei einem chronischen Paukenerguss oder immer wiederkehrenden Paukenergüssen kann die Einlage von Paukenröhrchen Abhilfe schaffen.
Eine homöopathische Therapie eines Paukenergusses sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Es gibt keine konkrete homöopathische Behandlung bei einem Paukenerguss.
Häufig verwendet werden jedoch Apis mellifica, Aconitum und Pulsatilla in niedrigen Potenzen.
Es gibt keine Medikamente, die spezifisch gegen den Paukenerguss wirken.
Unterstützend können jedoch schleimlösende Medikamente sowie abschwellende Nasentropfen eingesetzt werden, da sie helfen können, die Belüftung des Ohres zu verbessern.
Wenn gleichzeitig eine Infektion vorliegt, können Antibiotika eingesetzt werden und bei starken Schmerzen können begleitend Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol eingenommen werden.
Bei einem Paukenerguss helfen oftmals bereits einfache Hausmittel.
Beachte jedoch, kommt es zu keiner Besserung der Symptome nach wenigen Tagen musst Du einen Arzt/ Kinderarzt aufsuchen.
Ein Paukenerguss muss operiert werden, wenn andere Maßnahmen nicht zu einer Besserung führen.
Hier gibt es die Möglichkeit einen kleinen Schnitt ins Trommelfell zu machen (Trommelfellparazentese) um ein Absaugen des Ergusses zu ermöglichen.
Bei chronischen oder wiederholten Paukenergüssen können auch Röhrchen eingelegt werden, um die erneute Bildung eines Ergusses zu verhindern.
Häufig werden im Rahmen dieser Operationen auch noch die vergrößerten Rachenmandeln entfernt, da sie zu einer Verlegung der Tuba auditiva führen können.
Die Trommelfellparazentese und das Einsetzen von Paukenröhrchen erfolgt meist als ambulanter Eingriff in einer kurzen Vollnarkose.
Der Arzt setzt mittels eines Skalpells oder eines Lasers einen kleinen Schnitt im Trommelfell und kann nun den Paukenerguss absaugen.
Um ein weiteres Ablaufen zu ermöglichen, werden kleine Paukenröhrchen aus Silikon oder Plastik eingesetzt.
Diese Operation gilt als risikoarmer Eingriff und dauert etwa 30 Minuten.
Die Kosten für diese Operation trägt im Regelfall die Krankenversicherung.
Die eingelegten Paukenröhrchen werden nach etwa einem halben Jahr von alleine aus dem Trommelfell fallen.
Eine Entfernung ist daher nicht notwendig.
Solange die Paukenröhrchen im Ohr sind, sollte beim Baden ein Ohrstöpsel z.B. aus Silikon getragen werden, um das Eintreten von Wasser zu verhindern.
Tauchen sollte man nicht mit einem Paukenröhrchen.
Die Prognose bei einem akuten Paukenerguss ist gut.
In den allermeisten Fällen bildet sich der Erguss innerhalb weniger Tage bis hin zu einer Woche wieder zurück.
Ein chronischer, nicht behandelter Paukenerguss, kann jedoch langfristig zu einem Hörschaden oder auch zu einer Sprachentwicklungsverzögerung durch das verminderte Hörvermögen führen.
In den allermeisten Fällen verläuft ein Paukenerguss harmlos.
Er entsteht z. B. im Rahmen einer Erkältung und führt für einige Tage zu einem leicht verminderten Hörvermögen.
Genau wie die Erkältung heilt auch der Paukenerguss binnen weniger Tage bis hin zu einer Woche wieder von alleine ab.
Besteht der Paukenerguss länger als drei Monate, spricht man von einem chronischen Paukenerguss.
Dieser sollte auf jeden Fall behandelt werden, da es unbehandelt zu Hörschäden oder Sprachentwicklungsverzögerung kommen kann.
Bei einem Paukenerguss muss in den meisten Fällen mit keiner langen Dauer gerechnet werden.
In den meisten Fällen kommt es zu einer Besserung bereits nach wenigen Tagen. Aber auch ein Verlauf über mehrere Wochen ist denkbar.
Achtung! Kommt es jedoch bei Dir oder Deinem Kind zu einem Verlauf über mehr als 3 Wochen, können Komplikationen mit einem bleibenden Hörschaden entstehen. Ein rechtzeitiger Arztbesuch ist daher sehr wichtig.
Bei vergrößerten Rachenmandeln ist die einfachste Form, einem Paukenerguss vorzubeugen, die operative Entfernung der Rachenmandeln.
Bei häufig wiederkehrenden Paukenergüssen kann auch die Einlage von Paukenröhrchen helfen, einen weiteren Erguss zu verhindern.
Bei einem Paukenerguss sind in den meisten Fällen Kinder betroffen.
Ursache dafür ist eine unzureichende Ausbildung der sog. Eustachischen Röhren, die für den Druckausgleich zuständig sind.
Aus diesem Grund haben vor allem Kleinkinder Probleme beim Fliegen.
In den meisten Fällen wird mit abschwellenden Nasentropfen behandelt.
Hinweis! Wenn Dein Kind auffällig häufig ans Ohr fasst, oder es über Ohrenschmerzen oder Hörproblemen klagt, solltest Du nicht zögern und einen Termin beim Ohrenarzt vereinbaren.
Ein Paukenerguss beschränkt sich auf das Ohr und gefährdet in der Regel weder die Schwangerschaft noch die Entwicklung des Kindes.
Die Therapie der Wahl ist bei bestehende Beschwerden eine Operation.
Diese kann aber, da sie kein Notfall ist, in der Regel nach der Schwangerschaft durchgeführt werden und beeinflusst somit die Entwicklung des Babys nicht.
Therapiemöglichkeiten, Medikamenteneinnahme und Diagnoseverfahren müssen oft an die Schwangerschaft angepasst werden.
Du solltest daher immer Deinen behandelnden Arzt/Ärztin über die Schwangerschaft informieren.
Ein Paukenerguss tritt aufgrund der anatomischen Gegebenheit deutlich häufiger bei Kindern auf, allerdings können auch Erwachsene betroffen sein.
Die häufigsten Symptome beim Erwachsenen sind ähnlich wie bei Kindern.
In den meisten Fällen kommt es aufgrund der Flüssigkeit im Mittelohr zu einer Hörminderung und einem Druckgefühl im Ohr.