Venenschwäche (venöse Insuffizienz), wenn es zu einer verminderten Leistungsfähigkeit des Venensystem (Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen zurück) kommt.

Erfahrungs Berichte
Die Venenschwäche, medizinisch auch chronische Veneninsuffizienz genannt, betrifft meist die untere Extremität und bezeichnet eine Schwäche der Gefäßwand der Venen, die das Blut zum Herzen zurücktransportieren. Dadurch ist die Pumpfunktion beeinträchtigt und es kommt zu Wassereinlagerungen in den Beinen und Wundheilungsstörungen. Wenn die oberflächlichen Venen betroffen sind, spricht man auch von Krampfadern, die sich an der Haut bläulich schlängelnd hervorheben. Eine Venenschwäche kann auch chronisch venöse Insuffizienz (CVI) genannt werden.Man verstehtdarunter das Bestehen eines venösen Hochdrucks in den Venen durch die Schwäche das Blut effizient weiter zum Herzen zu transportieren. Am besten merkt man eine Venenschwäche an den Beinvenen, da es zu einer Versackung des Blutes und dadurch zu dicken Beinen in Form von Ödemen und zu einem Spannungsgefühl kommen kann.
Eine Venenschwäche ist nicht ungefährlich, da diese mit einem erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht.
Einen Facharzt für Venenerkrankungen (Phlebologen) solltest Du aufsuchen bei:
Es gibt drei Risikofaktoren, die eine Venenschwäche begünstigen können:
Hiervon ist leider nur ein Faktor wirklich beeinflussbar.
Nichtsdestotrotz sollte der Einfluss einer gesunden Lebensweise mit ausreichender Bewegung nicht unterschätzt werden in der Risikoreduktion der chronisch venösen Insuffizienz.
Im zweiten Stadium der chronisch venösen Insuffizienz kann es zu bräunlichen Verfärbungen der Haut durch Hyperpigmentierung kommen.
Auch andere Verfärbungen wie eine überdurchschnittliche Blässe der Haut oder dunkelblaue Hautveränderungen können auf eine chronische Venenschwäche (venöse Insuffizienz) hindeuten.
Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist der erste Schritt in der Diagnostik eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung.
Besteht daraufhin der Verdacht für eine Venenschwäche, kann dieser mit einer Farbduplex-Sonographie bestätigt werden.
Die Farbduplex-Sonographie gilt als der Goldstandard in der Diagnostik der Venenschwäche.
Als Differentialdiagnosen einer Venenschwäche kommen Krankheiten infrage, die auch Beinödeme verursachen können.
Auch kann es sich statt um einen Ulcus cruris venosum um einen Ulcus cruris arteriosum handeln, der bei einer pAVK (peripheren arteriellen Verschlusskrankheit) entstehen kann.
Besteht der Ulcus über einen längeren Zeitraum ohne Besserung durch Therapie, sollte an ein Karzinom im Ulkus gedacht werden.
Eine Venenschwäche wird mittels verschiedener Therapieansätze behandelt.
Zuallererst werden einige Allgemeinmaßnahmen gesetzt, wie das Vermeiden von zu langem Sitzen, Stehen und von Wärme, da sich bei Wärme die Gefäße weiten.
Zusätzlich wird eine Kompressionstherapie durchgeführt.
Im Alltag sind Kompressionsstrümpfe am einfachsten anzuwenden, daher werden Betroffenen diese verschrieben.
Da es wichtig ist, dass die Strümpfe richtig sitzen, sollten diese vom Fachmann genau nach Maß angefertigt werden.
Vor dem Beginn eine Kompressionstherapie müssen zuerst Kontraindikationen ausgeschlossen werden.
Zu diesen zählen die dekompensierte Herzinsuffizienz und entzündliches Geschehen an den Beinen.
Bei Fortbestehen von starken Beschwerden kann ein Eingriff zur Rekanalisierung in Erwägung gezogen werden.
Durch eine gesunde Ernährung kann eine Venenschwäche zwar nicht komplett geheilt werden, unterstützt aber in der Vorbeugung und begünstigt einen guten Verlauf.
Fette und Zucker sollten sparsam konsumiert werden und es sollte eine ballaststoffreiche Ernährung angestrebt werden.
Hierzu gehören viel Obst und Gemüse und Nüsse.
Es sollte versucht werden, weniger Fleisch, dafür aber mehr Fisch zu essen.
Es gibt an sich keine Medikamente, die den Verlauf einer Venenschwäche beeinflussen oder gar verbessern können.
Als Hausmittel gegen die Venenschwäche sind Krampfader-Tees und Einreiben der betroffenen Areale mit Arnika und Franzbranntwein beliebt.
Zusätzlich können ein kalter Schenkelguss oder Wassertreten in kaltem Wasser in der Badewanne hilfreich sein.
Bevor solche Maßnahmen aber durchgeführt werden, sollte das mit dem Arzt abgeklärt werden, da diese Übungen in kaltem Wasser bei Vorliegen anderer Beschwerden auch nicht förderlich sein könnten.
Bei einer konsequenten Therapie ist die Prognose gut.
Dabei sollte die Therapie – je nach Stadium der Krankheit – aus Allgemeinmaßnahmen, Varizentherapie und Kompressionsbehandlung bestehen.
Das bedeutet genug Bewegung im Alltag und eine ausgewogene Ernährung.
Dies beugt nicht nur eine Venenschwäche vor, sondern auch andere Krankheiten, die die Gefäße betreffen und gefährlich sein können, wie beispielsweise die periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Die chronisch venöse Insuffizienz wird nach ihren Symptomen in drei Stadien eingeteilt:
Eine Venenschwäche ist nicht komplett heilbar, durch korrekte Maßnahmen ist es aber möglich die Beschwerden dauerhaft zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Damit kann auch ein Fortschritt der Venenschwäche aufgehalten werden.
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